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Geschlecht

Federkleid

 

 

Datum

Ort

Fotograf

 

 

 

 

 

12.05.2012

Tierpark Hagenbeck

Andreas Giesenberg

Beobachtungsauswertung 2012 - 2015

 


Auszug aus dem Brutvogelatlas (Mitschke 2012)

 

 

Bestand insgesamt 1 Reviere Besiedelte TK4 1 (1%)
Bestand in Hamburg 1 Reviere Besiedelte km² in HH 1 (1%)
Dichte insgesamt 0,0 Rev./km² Trend keien Angabe
Dichte in Hamburg 0,0 Rev./km² Gefährdung -

 

Charakteristik
Die Brautente stammt aus Nordamerika und hat sich in Mitteleuropa trotz einiger Ansiedlungsversuche bisher kaum dauerhaft etabliert.

Verbreitung
Vereinzelte Sichtbeobachtungen dieses Gefangenschaftsflüchtlings stammen aus dem gesamten Berichtsgebiet, Bruten wurden mehrfach freifliegend im Hochwildschutzpark Schwarze Berge gemeldet. Der einzige Brutnachweis außerhalb des Einflusses von Tierhaltungen stammt allerdings aus dem Jenischpark, wo die Brautente in enger Nachbarschaft zur Mandarinente auftritt.

Lebensraum
Das Brutvorkommen befand sich bis Anfang der 2000er Jahre in einem Park mit kleinen Teichen sowie altem, höhlenreichem Baumbestand. Brutverdacht bestand erstmals 1996.

Bestandstrend
Bis mindestens 2008 gelangen auch wiederholte Brutzeitnachweise, teilweise auch von Paaren und zuletzt v.a. im Wesselhöftpark.

Anmerkungen
Die Brautente tritt in den Elbparks in Nienstedten bzw. Othmarschen zwar seit vielen Jahren immer wieder auf, ein dauerhaftes, mehrjähriges Brutvorkommen lässt sich bisher aber nicht nachweisen. 

 

 

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Federkleid

 

 

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Männchen

adult

 

 

12.05.2012

Hagenbeck

Andreas Giesenberg

Beobachtungsauswertung 2012 - 2015


Auszug aus dem Brutvogelatlas (Mitschke 2012)

 

 

 

Bestand insgesamt 6 Reviere Besiedelte TK4 4 (5%)
Bestand in Hamburg 6 Reviere Besiedelte km² in HH 6 (1%)
Dichte insgesamt 0,0 Rev./km² Trend stabil
Dichte in Hamburg 0,01 Rev./km² Gefährdung -

 

Charakteristik
Die Mandarinente brütet ausgehend von aus Gefangenschaft entwichenen oder ausgesetzten Vögeln seit mehr als 30 Jahren sporadisch in Hamburg.

Verbreitung
Brutnachweise gelangen bisher vor allem im Westen Hamburgs zwischen Klövensteen und den Elbparks (Hirschpark, Jenischpark) sowie entlang der Oberalster und Ammersbek.

Lebensraum
Als Höhlenbrüter benötigt die Mandarinente größere Baumhöhlen in Altholzbestand bzw. Nistkästen, die sich jeweils in direkter Nachbarschaft zu Still- oder langsam fließenden Gewässern befinden.

Bestandstrend
Im Gegensatz zum Vorkommen in Berlin oder Teilen des Rheinlandes gelingt es der Mandarinente in Hamburg auch nach Jahrzehnten nicht, eine größere, stabile Population mit alljährlich besetzten Brutvorkommen zu etablieren.

Anmerkungen
Es bleibt unklar, inwieweit sich die über Jahrzehnte existierenden, sporadischen Vorkommen der Art aus gelegentlichen Bruterfolgen rekrutieren oder ob der Bestand in Hamburg weiterhin von aus Gefangenschaft stammenden Vögeln abhängig ist.

 


Auszug aus dem Brutvogelatlas (Mitschke & Baumung 2001)

VERBREITUNG UND BESTAND
Die Mandarinente brütet seit mindestens 20 Jahren im Hamburger Raum. Die beiden Vorkommensschwerpunkte dieser aus Gefangenschaftshaltung entwichenen Art liegen im Hamburger Westen zwischen Klövensteen und Jenischpark sowie im Norden zwischen Wohldorfer Wald und Ammersbek. Abseits davon gelang 1997 ein Nachweis eines Paares an einer Baumhöhle im Ohlmoor (Langenhorn). Der Brutbestand in Hamburg dürfte zwischen 5 und 10 Paare betragen, wobei Brutnachweise nur sehr selten und Familienbeobachtungen nicht alljährlich gelingen. 

LEBENSRAUM
Im Hamburger Westen kommt die Mandarinente entlang des Elbufers und seiner Parks vor. Familien wurden auf kleineren Parkteichen oder Fischteichen beobachtet, in deren Nähe Altholzbestand, teilweise mit Schwarzspechthöhlen, vorhanden war. Ähnliche Verhältnisse gelten auch für den Norden Hamburgs. Die Art ist auch im Winter recht standorttreu: jahrelang konnten die Vögel aus dem Jenischpark im Winter auf der gegenüberliegenden Elbseite in Hafenbecken Finkenwerders beobachtet werden. 

BESTANDSENTWICKLUNG
Trotz jahrzehntelanger Existenz freibrütender Mandarinenten in Hamburg konnte sich bisher keine größere Population aufbauen. Offenbar sind die Existenzmöglichkeiten für die aus China stammende Art in Hamburg nicht optimal.

 

 

 

Bestand mittlere Dichte Rasterfrequenz Besetzte Raster
9 BP 0,0 BP/km² 1,2 % 9

 

 

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Geschlecht

Federkleid

 

 

Datum

Ort

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Männchen und Weibchen

Prachtkleid

 

 

06.04.2015

NSG Finkenwerder Süderelbe

Andreas Giesenberg

Beobachtungsauswertung 2012 - 2015

 


Auszug aus dem Brutvogelatlas (Mitschke 2012)

 

 

 

Bestand insgesamt 100 Reviere Besiedelte TK4 22 (28%)
Bestand in Hamburg 60 Reviere Besiedelte km² in HH 32 (4%)
Dichte insgesamt 0,04 Rev./km² Trend zunehmend
Dichte in Hamburg 0,1 Rev./km² Gefährdung -

 

Charakteristik
Die Schnatterente ist eine sich derzeit stark ausbreitende Entenart des Elbtals und größerer Feuchtgebiete.

Verbreitung
Verbreitungsschwerpunkte im Hamburger Raum existieren entlang der Unterelbe mit einem Schwerpunkt im Bereich des Alten Landes sowie im Umfeld des Duvenstedter Brooks am Nordostrand von Hamburg. Daneben sind wenige Geestgewässer (z.B. Öjendorfer See) sowie Teile der Vier- und Marschlande besiedelt.

Lebensraum
Brutplätze befinden sich an stehenden und langsam fließenden Gewässern, wobei im Hamburger Raum vor allem die ausgedehnten Grabensysteme im Alten Land und den Vier- und Marschlanden besiedelt sind.

Bestandstrend
Nach einem ersten Brutnachweis in Hamburg 1984 stieg der Bestand der Schnatterente innerhalb der Stadtgrenzen bis Ende der 1990er Jahre auf 22 Paare an (Mitschke & Baumung 2001) und wurde Mitte der 2000er Jahre auf 30 Paare geschätzt (Mitschke 2007). Seitdem hat sich die Bestandszunahme und Ausbreitung beschleunigt.

Anmerkungen
Rast- und Nichtbrütervorkommen bis weit in die Brutzeit erschweren die Statusbestimmung und lassen "Brut"bestandsangaben teilweise nur eingeschränkt zu. 

 


Auszug aus dem Brutvogelatlas (Mitschke & Baumung 2001) 

Verbreitung und Bestand
Der Verbreitungsschwerpunkt der Schnatterente liegt an der Alten Süderelbe und ihrer Umgebung (15 BP). Daneben wurden auf Spülfeldern in Moorburg und an der Kalten Hofe brutverdächtige Paare beobachtet. Seit Anfang der 1990er Jahre sind mit dem Öjendorfer See und dem Duvenstedter Brook inkl. der südlich angrenzenden Ammersbek auch auf der Geest einzelne Brutplätze besetzt. Insgesamt brüten in Hamburg Ende der 1990er Jahre 20-25 Paare Schnatterenten. 

Lebensraum
Besiedelt sind stehende Gewässer wie die abgedämmte Alte Süderelbe mit dem Mühlensand oder der Öjendorfer See. Aber auch Flachgewässer auf Spülfeldern, Gräben innerhalb der Obstplantagen des Alten Landes oder die überstaute Hochmoorfläche im Duvenstedter Brook sind als Brutplatz geeignet. 

Bestandsentwicklung
1984 brütete die Schnatterente am Mühlensand und damit erstmals in Hamburg (Garthe & Mitschke 1994). Seitdem fanden alljährlich Bruten statt und Bestand und Brutareal nehmen stetig zu. 

 

 

Bestand mittlere Dichte Rasterfrequenz Besetzte Raster
22 BP 0,0 BP/km² 2,1 % 16

 

 

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Geschlecht

Federkleid

 

 

Datum

Ort

Fotograf

 

Männchen

Prachtkleid

 

 

09.11.2014

NSG Mühlenberger Loch

Andreas Giesenberg

Beobachtungsauswertung 2012 - 2015

 


Auszug aus dem Brutvogelatlas (Mitschke 2012)

 

 

 

Bestand insgesamt 70 Reviere Besiedelte TK4 23 (29%)
Bestand in Hamburg 17 Reviere Besiedelte km² in HH 13 (2%)
Dichte insgesamt 0,03 Rev./km² Trend leicht zunehmend
Dichte in Hamburg 0,02 Rev./km² Gefährdung RL HH V

 

Charakteristik
Die Krickente ist ein vor allem in angestauten Mooren vorkommender Brutvogel mit ansonsten nur sporadischen Brutnachweisen. 

Verbreitung
Verbreitungsschwerpunkte liegen im Himmelmoor, dem Nienwohlder Moor sowie dem Duvenstedter Brook. Vereinzelte Brutnachweise stammen auch aus den Elbmarschen von der Unterelbe bis in die Vier- und Marschlande sowie Winsener Marsch. Besiedelt sind auf der Geest außerdem Butterbargsmoor, Wittmoor, das nordöstliche Hamburger Umland sowie Teile der Stormarner Seenplatte. 

Lebensraum
Mit Abstand wichtigster Lebensraum sind die Anstauflächen renaturierter Hochmoore, wo auf Inseln und am Ufer geschützte Neststandorte vorhanden sind und die offenen, flachen Wasserflächen zur Aufzucht der Jungvögel dienen.

Bestandstrend
Ende der 1970er Jahre wurde der Gesamtbestand im Berichtsgebiet auf 15-20 Paare geschätzt (Holzapfel in Holzapfel et al. 1984). In Hamburg lag das Vorkommen bei nur noch 5-6 Paaren (Holzapfel et al. 1982). Seitdem hat der Bestand infolge der Moorrenaturierungen deutlich zugenommen. 

Anmerkungen
Die Statusbestimmung von Sommerbeobachtungen im Elbtal ist oft schwierig.

 


Auszug aus dem Brutvogelatlas (Mitschke & Baumung 2001)

Verbreitung und Bestand
Die Einschätzung vieler Brutzeitbeobachtungen der Krickente ist schwierig, weil vor allem aus dem Elbtal kaum Brutnachweise vorliegen und Übersommerungen fast nie ausgeschlossen werden können (GARTHE & MITSCHKE 1994). Die aktuellen Vorkommen verteilen sich auf die Hochmoorbereiche der Geest (Wittmoor, Duvenstedter Brook), auf Stellmoorer Tunnel-tal/Höltigbaum sowie Stapelfelder Moor und auf die Elbmarschen. Hier wurden wiederholte Brutzeitbeobachtungen für die Reit, die Kirchwerder Wiesen und für Altengamme gemeldet. Das gilt auch für das Spülfeld Moorburg-Süd. Insgesamt dürfte der Brutbestand in Hamburg bei ca. 20 Paaren liegen, wobei aus dem Duvenstedter Brook als wichtigstem Brutgebiet in teilweise nicht begehbarem Gelände nur ungenaue Schätzwerte vorliegen.

Lebensraum
Die durch Wasseranstau aufgewerteten Hochmoorreste im Hamburger Norden sind der typische Lebensraum der Krickente in Hamburg. Davon abweichend werden offenbar in geringem Ausmaß auch die Gräben in den Vier- und Marschlanden besiedelt. Die Krickente scheint eine Vorliebe für geschützte, flache und kleine Gewässer zu haben.

Bestandsentwicklung
Einige ehemalige Vorkommen z.B. an der Alten Süderelbe, im Moorgürtel, in Altenwerder, auf der Hohen Schaar oder am Öjendorfer See sind, nur teilweise durch Lebensraumzerstörung bedingt, erloschen. Auf der anderen Seite haben Lebensraumverbesserungen im Duvenstedter Brook und Wittmoor neue Habitate für die Art geschaffen. Insgesamt dürfte der kleine Brutbestand der Krickente in Hamburg während der letzten vier Jahrzehnte weitgehend stabil geblieben sein. 

 

 

Bestand mittlere Dichte Rasterfrequenz Besetzte Raster
18 BP 0,0 BP/km² 1,7 % 13
 

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Geschlecht

Federkleid

 

 

Datum

Ort

Fotograf

 

Weibchen

 

 

 

19.06.2016

NSG Finkenwerder Süderelbe

Andreas Giesenberg

Beobachtungsauswertung 2012 - 2015

 


Auszug aus dem Brutvogelatlas (Mitschke 2012)

 

 

Bestand insgesamt 35 Reviere Besiedelte TK4 16 (20%)
Bestand in Hamburg 20 Reviere Besiedelte km² in HH 19 (3%)
Dichte insgesamt 0,01 Rev./km² Trend abnehmend
Dichte in Hamburg 0,02 Rev./km² Gefährdung RL HH 1, NI 1, SH V

 

Charakteristik
Die Knäkente ist eine selten gewordene Brutvogelart der Grabensysteme des Elbtals. 

Verbreitung
Die Vorkommen beschränken sich auf den Unterelberaum, den Süderelberaum, Neuland und die Vier- und Marschlande. Auf der Geest wurde nur ein Vorkommen in den Mooranstauflächen des Nienwohlder Moores nachgewiesen.

Lebensraum
Fast alle Reviere befinden sich entlang von Gräben im offenen Grünland bzw. an Kleingewässern des Elbtals.

Bestandstrend
Aufgrund der im Brutgebiet unauffälligen Lebensweise wurden die Vorkommen in den letzten Jahrzehnten teilweise unterschätzt. Gegenüber dem Ergebnis der ersten vollständigen Atlaskartierung in den späten 1990er Jahren (25 BP) ergibt sich ein leichter Rückgang des Bestandes. 

Anmerkungen
Die Knäkente profitiert vom Vertragsnaturschutz z.B. in den Kirchwerder Wiesen. Noch wichtiger als eine extensive landwirtschaftliche Nutzung sind allerdings verlässlich hohe Grabenwasserstände. Diese sind vor allem im Einzugsbereich des Wasserwerks in Curslack und Altengamme gewährleistet. 

 


Auszug aus dem Brutvogelatlas (Mitschke & Baumung 2001)

Verbreitung und Bestand
Die Knäkente kommt vereinzelt an den Marschgräben des Elbtals als Brutvogel vor. Schwerpunkt sind die zentralen Vier- und Marschlande in Neuengamme und Kirchwerder (insgesamt 15 BP). Daneben tritt die Art an der Alten Süderelbe, in Moorburg und in Wilhelmsburg regelmäßig als Brutvogel auf, ein Vorkommen 1997 am Rande des Moorgürtels ist nur sporadisch besetzt. Der Gesamtbestand in Hamburg beträgt 25 bis 30 BP. 

Lebensraum
Die Knäkente ist eine typische Ente der Marschgräben in der Unterelberegion und gehört in benachbarten Grünlandgebieten Nordkehdingens oder der Wedeler Marsch zu den Charakterarten. In Hamburg findet sie ihre Lebensraumansprüche am ehesten in den Vier- und Marschlanden erfüllt, wo ein enges Grabennetz mit teilweise breiten Gräben und angrenzend höherer Grasvegetation für die Nestanlage zur Verfügung steht. Aber auch auf nassen Spülflächen und deren Bewässerungsteichen findet sich die Knäkente regelmäßig ein. Hier bieten die üppig mit Hochstaudenfluren bedeckten Dämme Nistplätze. 

Bestandsentwicklung
Die Knäkente hat durch Lebensraumverluste in Hamburg zahlreiche Brutplätze verloren. Auch die heutigen Vorkommen auf Spülfeldern sind sekundären (und vorübergehenden) Charakters. Sämtliche Spülfelder liegen auf ehemaligen Marschwiesen, die potentiell Brutgebiete für die Knäkente waren. Verschwunden ist die Knäkente inzwischen vor allem aus weiten Teilen Altenwerders und Moorburgs, aus Georgswerder, Billwerder und dem Achtermoor, wo teilweise nur während früherer Spültätigkeit Lebensräume existierten. Auch in der Reit und am Hohendeicher See sind während der Kartierperiode keine Brutvorkommen mehr bestätigt worden. Noch bis Anfang der 1970er Jahre fanden sich in der Hummelsbütteler Feldmark, am Bramfelder See und am Öjendorfer See über mehrere Jahre wochenlang Knäkentenpaare ein, deren Status unklar blieb. Ein Brutnachweis von der Hamburger Geest existiert nur 1968 für den Öjendorfer Teich (Leuschner in Holzapfel et al. 1984b).

 

 

Bestand mittlere Dichte Rasterfrequenz Besetzte Raster
25 BP 0,0 BP/km² 3,0 % 23
 

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Geschlecht

Federkleid

 

 

Datum

Ort

Fotograf

 

Männchen

Prachtkleid

 

 

16.04.2011

NSG Moorgürtel

Andreas Giesenberg

Beobachtungsauswertung 2012 - 2015

 


Auszug aus dem Brutvogelatlas (Mitschke 2012)

 

 

 

Bestand insgesamt 4.000 Reviere Besiedelte TK4 80 (100%)
Bestand in Hamburg 2.800 Reviere Besiedelte km² in HH 545 (71%)
Dichte insgesamt 1,6 Rev./km² Trend stabil bis zunehmend
Dichte in Hamburg 3,7 Rev./km² Gefährdung -

 

Charakteristik
Die Stockente ist die häufigste Wasservogelart des Hamburger Raums.

Verbreitung
Die Art zeigt sich flächenhaft verbreitet, wobei Schwerpunkte im Urstromtal der Elbe vom Alten Land über Wilhelmsburg bis in die Vier- und Marschlande liegen. Auch im städtischen Raum ist die Stockente auf der Geest häufiger vertreten als in der gewässerfernen Agrarlandschaft.

Lebensraum
Besiedelt werden alle stehenden und langsam fließenden Gewässer, nur die Stromelbe eignet sich kaum zur Aufzucht der Jungvögel. Brutplätze befinden sich regelmäßig auch abseits der Gewässer in Schutz bietender Vegetation (Gras, Stauden, Gebüsch), vereinzelt auch in Balkonkästen und ähnlichen Strukturen. 

Bestandstrend
In den letzten 20 Jahren blieb der Bestand der Stockente stabil, regional kam es zu leichten Bestandszunahmen. 

Anmerkungen
Der Bestand wurde durch die Atlaskartierung vermutlich unterschätzt, weil in vielen Fällen vor allem Familiennachweise und damit nur ein Teil der erfolgreichen Bruten gewertet wurden, während insbesondere in der Stadt mit ihren vielen Fütterungen der hohe Nichtbrüteranteil eine Berücksichtigung von Sichtnachweisen für Einzelpaare oder Männchen nicht durchgehend zuließ. 

 


Auszug aus dem Brutvogelatlas (Mitschke & Baumung 2001)

Verbreitung und Bestand
Die Stockente ist die am weitesten verbreitete Wasservogelart Hamburgs. Nahezu geschlossen besiedelt sind die Elbmarschen mit Schwerpunkten im Alten Land, an der Alten Süderelbe und den angrenzenden Geestrandmooren, in Wilhelmsburg, Neuland und Teilen der Vier- und Marschlande (v.a. Bergedorf mit Schleusengraben und angrenzender Dove Elbe). Ein weiterer Siedlungsschwerpunkt liegt an der Außenalster und dem Alsterlauf bis nach Ohlsdorf, Alsterdorf und Fuhlsbüttel. Verbreitungslücken finden sich vor allem südlich der Elbe in den großflächig bewaldeten Harburger Bergen. Im Stadtgebiet fehlt die Stockente in Zonen mit weiträumig fehlendem Gewässernetz.

Der Brutbestand der Stockente beläuft sich auf 2.800 Paare, was einer mittleren Dichte von 3,7 BP/100 ha entspricht. Dabei wird eine Rasterfrequenz von 68,8 % erreicht. Maximale Dichten fanden sich mit 15 bzw. 16 BP pro km² zweimal im Alten Land, in Finkenwerder, Kirchdorf-Süd und an den Kirchwerder Angelteichen. Kleinflächige Angaben zur Siedlungsdichte sind oft nur Ausdruck der Gewässergröße und wenig aussagekräftig. Bei der Abschätzung des Bestandes wurden Nichtbrütertrupps an Futterstellen der Innenstadt nicht berücksichtigt, so dass der Gesamtbestand der Stockente in Hamburg deutlich höher liegt.

Lebensraum
Die Stockente ist die anpassungsfähigste Wasservogelart Hamburgs und brütet an bzw. in der Nähe sämtlicher Gewässertypen. Allerdings werden im Tidebereich der Elbe nur selten jungeführende Weibchen beobachtet, wohl aufgrund der besonders in den ersten Lebenstagen großen Gefahr der strömungsbedingten Verdriftung und Trennung der Familien. Einzelne Bruten finden immer wieder auch abseits des Uferbereichs von Gewässern beispielsweise auf Balkonen oder Bäumen statt. Die Stockente ist im inneren Stadtbereich weitgehend von menschlicher Fütterung abhängig. Bruten finden regelmäßig auch an der Binnenalster und den innerstädtischen Kanälen statt.

Bestandsentwicklung
Aus den vergangenen Jahrzehnten liegen keine verwertbaren Bestandsangaben vor, die einen direkten Vergleich mit den Ergebnissen der aktuellen Kartierung erlauben würden. Kreutzkamp (in Holzapfel et al. 1984b) nennt für das über 2.000 km² große Berichtsgebiet mit Hamburg und Umgebung eine Hochrechnung von 8.000-10.000 Paare. 

 

 

Bestand mittlere Dichte Rasterfrequenz Besetzte Raster
2.800 BP 3,7 BP/km² 68,8 % 525

 

 

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Geschlecht

Federkleid

 

 

Datum

Ort

Fotograf

 

Weibchen und Männchen

Schlichtkleid

 

 

09.11.2014

NSG Mühlenberger Loch

Andreas Giesenberg

Beobachtungsauswertung 2012 - 2015

 


Auszug aus dem Brutvogelatlas (Mitschke 2012)

 

 

 

Bestand insgesamt 70 Reviere Besiedelte TK4 21 (26%)
Bestand in Hamburg 40 Reviere Besiedelte km² in HH 35 (5%)
Dichte insgesamt 0,03 Rev./km² Trend abnehmend
Dichte in Hamburg 0,05 Rev./km² Gefährdung RL HH 2, NI 2

 

Charakteristik
Die Löffelente ist spärlicher Brutvogel der Stillgewässer und Gräben des Elbtals. 

Verbreitung
Das Verbreitungsgebiet erstreckt sich von der Haseldorfer und Wedeler Marsch sowie dem Grabensystem des Alten Landes über die Alte Süderelbe und Wilhelmsburg bis in die Vier- und Marschlande sowie die Harburger Elbmarschen im Elbtal. Auf der Geest wurden lediglich Einzelvorkommen im Nienwohlder Moor sowie an den Timmerhorner Teichen dokumentiert. 

Lebensraum
Besiedelt werden kleinere Gewässer, die in ihren Verlandungszonen (v.a. Schilf) bzw. im Gras oder Hochstauden am Ufer Neststandorte bieten. Als Aufzuchtgewässer kommen nur Still- oder langsam fliegende Gewässer inkl. der Gräben des Elbtals infrage.

Bestandstrend
Im Vergleich zum Ergebnis der ersten flächendeckenden Atlaskartierung (45 RP) bedeutet das aktuelle Vorkommen eine geringfügige Abnahme. Seit den 196ßer Jahren sind Bestandseinbußen allein deshalb sicher, weil der Lebensraumverlust an Feuchtgrünland durch Entwässerung und Landschaftsverbau auch die Löffelente gravierend beeinträchtigt hat. 

Anmerkungen
Bei Sommerbeobachtungen ist eine Statusbestimmung häufig schwierig.

 


Auszug aus dem Brutvogelatlas (Mitschke & Baumung 2001) 

Verbreitung und Bestand
Wie die Knäkente ist auch die Löffelente in ihrer aktuellen Brutverbreitung ganz auf das Elbtal konzentriert. Die Vorkommen verteilen sich recht gleichmäßig auf die Alte Süderelbe, Moorburg, Wilhelmsburg und Teile der Vier- und Marschlande. Einzelnachweise während der Kartierperiode stammen auch aus Cranz, den Süderelbemooren und aus Neuland. Der Brutbestand beläuft sich dabei insgesamt auf 45-50 BP, von denen ca. 15 Paare in Wilhelmsburg brüten. 

Lebensraum
Die Löffelente ist eine Charakterart des Grünlandes mit seinem Grabennetz. Bruten finden hier an den Grabenrändern oder angrenzend im hohen Gras statt. Daneben sind die Ufer der Alten Süderelbe mit ihren Verlandungszonen und Spülflächen mit ihren Flachgewässern und angrenzenden Staudensäumen besiedelt. Die Vorkommen in Wilhelmsburg konzentrieren sich auf die wenigen erhaltenden und sehr grundwassernahen Grünlandgebiete. 

Bestandsentwicklung
Ehemalige Bestandsangaben Anfang der 1980er Jahre für Hamburg und Umgebung (25-40 BP, Leuschner in Holzapfel et al. 1984b) bzw. Anfang der 1990er Jahre für Hamburg (15-25 BP, Garthe & Mitschke 1994) unterschätzen den realen Bestand deutlich, weil systematische Nachsuchen in den Vier- und Marschlanden und Wilhelmsburg fehlten. Das Verschwinden der Löffelente aus weiten Teilen des Süderelberaums, von der Hohen Schaar und aus Ochsenwerder deutet eher daraufhin, daß der Brutbestand der Löffelente in den 1970er Jahren deutlich höher war als heute. Inwieweit wochenlange Brutzeit- und Sommerbeobachtungen vom Bramfelder See ein potentielles Brutgewässer betrafen, bleibt unklar.

 

 

Bestand mittlere Dichte Rasterfrequenz Besetzte Raster
45 BP 0,1 BP/km² 4,3 % 33
 

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Geschlecht

Federkleid

 

 

Datum

Ort

Fotograf

 

 

Mauser

 

 

16.08.2014

Steller See

Andreas Giesenberg

Beobachtungsauswertung 2012 - 2015


Auszug aus dem Brutvogelatlas (Mitschke 2012)

 

 

 

Bestand insgesamt 7 Reviere Besiedelte TK4 4 (5%)
Bestand in Hamburg 2 Reviere Besiedelte km² in HH 2 (0,3%)
Dichte insgesamt 0,0 Rev./km² Trend unverändert
Dichte in Hamburg 0,0 Rev./km² Gefährdung RL HH V

 

Charakteristik
Die Tafelente ist ein seltener Brutvogel der Stillgewässer. 

Verbreitung
Seit Jahrzehnten beschränkt sich die Verbreitung der Art in Hamburg weitgehend auf den Öjendorfer See. Im Umland wurden Brutnachweise am Hoisdorfer Teich, Stenzerteich und bei Papendorf erbracht. Auch in den schleswigholsteinischen Elbmarschen kommt es gelegentlich zu Bruten. 

Lebensraum
Die Tafelente bewohnt größere, flache Stillgewässer, wobei die Neststandorte im hohen Gras oder anderer Vegetation versteckt in Ufernähe gelegen sind.

Bestandstrend
Nach erstmaligem Brüten der Tafelente im Hamburger Raum Anfang der 1960er Jahre etablierte sich ein kleiner Brutbestand, der bis heute weitgehend unverändert blieb. 

Anmerkungen
Abseits der wenigen, oft seit Jahrzehnten besetzten Brutgebiete existieren regelmäßige Sommerbeobachtungen im gesamten Elbtal, die aber fast immer Nichtbrüter betreffen.

 


Auszug aus dem Brutvogelatlas (Mitschke & Baumung 2001)

Verbreitung und Bestand
Aktuell brütet die Tafelente nur auf dem Öjendorfer See alljährlich. Hier wurden im Jahre 1999 vier Familien festgestellt. Eine weitere Beobachtung an der Alten Süderelbe in Francop könnte auch eine Übersommerung betreffen. 

Lebensraum
Am Öjendorfer See findet die Tafelente ein Stillgewässer mit ausgedehnter Verlandungszone und Inseln zur sicheren Nestanlage. Alle weiteren ehemaligen Brutgewässer in Hamburg waren ebenfalls Stillgewässer. 

Bestandsentwicklung
Etwa seit 1964 brütet die Tafelente regelmäßig in Hamburg. Nach einer schnellen Besiedlung verschiedener Stadtgewässer (Außenmühlenteich, Raakmoor-Süd, Ziegeleigrube Hummelsbüttel, Bramfelder See, Rodenbeker Quellental) sowie Spülflächen (Francop, Moorburg) und einem Maximalbestand von 14 BP im Jahre 1968 verschwand die Tafelente aus den meisten Brutgebieten wieder (Holzapfel et al. 1984b). Seit Mitte der 1970er Jahre war fast nur noch der Öjendorfer See besetzt, Ausnahmen der letzten Jahre waren die Hohe Reit (1989) und der Kupferteich in Farmsen (1985).

 

 

Bestand mittlere Dichte Rasterfrequenz Besetzte Raster
4 BP 0,0 BP/km² 0,3 % 2

 

 

Bildinfo

Geschlecht

Federkleid

 

 

Datum

Ort

Fotograf

 

Männchen

Prachtkleid

 

 

16.04.2011

NSG Moorgürtel

Andreas Giesenberg

Beobachtungsauswertung 2012 - 2015

 


Auszug aus dem Brutvogelatlas (Mitschke 2012)

 

 

 

Bestand insgesamt 700 Reviere Besiedelte TK4 67 (84%)
Bestand in Hamburg 450 Reviere Besiedelte km² in HH 203 (26%)
Dichte insgesamt 0,3 Rev./km² Trend zunehmend
Dichte in Hamburg 0,6 Rev./km² Gefährdung  keine

 

Charakteristik
Die Reiherente ist die nach der Stockente häufigste brütende Entenart des Hamburger Raums.

Verbreitung
Das Verbreitungsbild zeigt dabei Schwerpunkte im Elbtal vom Alten Land über die Alte Süderelbe und Wilhelmsburg bis in die Vier- und Marschlande. Auf der Geest sind in Hamburg vor allem die Oberalster mit ihren Nebenflüssen sowie die Stormarner Seenplatte besiedelt. Die Reiherente kommt bis in die City als Brutvogel vor.

Lebensraum
Besiedelt sind sämtliche Still- und langsam fließenden, tideunabhängigen Gewässer von naturfernen, innerstädtischen Teichen (Uni-Campus, Wallanlagen) über die Gräben des Elbtals bis zu naturnahen Stillgewässern im Umland.

Bestandstrend
Die Reiherente ist erst seit gut 70 Jahren Brutvogel des Hamburger Raums, wobei der Bestand auch in den letzten zehn Jahren weiter zugenommen hat. Ende der 1990er Jahre wurden noch 300 Reviere angenommen (Mitschke & Baumung 2001).

Anmerkungen
In vielen Fällen ist eine Statuseinstufung schwierig, weil ein hoher Nichtbrüteranteil die Trennung von sommerlichen Gastvögeln und Brutpaaren erschwert. Brutnachweise über Familien-Beobachtungen gelingen im Rahmen von allgemeinen Revierkartierungen aufgrund der späten Brutzeit der Art kaum.

 


Auszug aus dem Brutvogelatlas (Mitschke & Baumung 2001)

Verbreitung und Bestand
Die Beurteilung der Bestandssituation der Reiherente in Hamburg ist schwierig. Ein hoher Anteil übersommernder Nichtbrüter und die späte Brutzeit, die Familienfeststellungen im Rahmen regulärer Begehungen für den Brutvogelatlas weitgehend ausschloß, erschweren die Statuseinschätzung auf fast allen Gewässern. Die Verbreitungskarte zeigt eine flächige Verbreitung im Alten Land (110 BP) und in Wilhelmsburg (50 BP) sowie über weite Teile der Vier- und Marschlande (135 BP). Daneben existiert ein weiteres geschlossenes Brutgebiet in der Innenstadt Hamburgs von den Wallanlagen und dem Campusteich über die Außenalster entlang der Alsterkanäle bis zum Stadtpark (20 BP). Weitere 20 Paare brüten entlang der Alster bis zur Ammersbek und im Duvenstedter Brook. Ergänzt wird dieses Verbreitungsbild durch zahlreiche Einzelbruten weit verstreut auf kleinen Stadtgewässern von Feuerlöschteichen im Klövensteen bis zu Parkgewässern auf dem Ohlsdorfer Friedhof und am Öjendorfer See.

Insgesamt dürfte der Brutbestand der Reiherente in Hamburg bei 300-400 BP liegen, was einer mittleren Dichte von 0,4 bis 0,5 BP/100 ha entspricht. Die Rasterfrequenz beträgt dabei 24,1 % und die größten Konzentrationen pro km2 wurden in den Vier- und Marschlanden erreicht (Kirchwerder zweimal 9 BP, Schleusengraben Bergedorf 10 BP). 

Lebensraum
Die Reiherente ist bei der Wahl der Brutgewässer wenig anspruchsvoll und besiedelt zahlreiche kleinste und größere, flache und eutrophe Gewässer. Im Elbtal ist sie Charakterart des Grabennetzes im Grünland, kommt aber auch auf vielen Fischteichen vor. Auch Gewässer auf Spülfeldern werden besiedelt (Moorburg). In der City Hamburgs sind Brutplätze in Planten un Blomen und am Campusteich auf dem Universitätsgelände Beispiele für Ansiedlungen auch auf naturfernen, betongegossenen Kunstgewässern. Hier tritt neben der Reiherente nur die Teichralle und teilweise die Stockente als regelmäßiger Brutvogel auf. 

Bestandsentwicklung
Bis 1966 waren in Hamburg nur 7 Brutgebiete bekannt (Wittenberg 1967). Seitdem hat die Art im Zuge einer in ganz Mitteleuropa zu beobachteten Ausbreitungswelle große Teile Hamburgs besiedeln können. Allerdings deutet sich zumindest rund um den Ohlsdorfer Friedhof und im angrenzenden Oberalsterraum auch die Aufgabe einiger Brutgewässer an. Insgesamt hat die Art durch die flächige Besiedlung großer Teile des Elbtals innerhalb der letzten Jahrzehnte stark im Bestand zugenommen. 

 

Bestand mittlere Dichte Rasterfrequenz Besetzte Raster
300 BP 0,4 BP/km² 24,1 % 184
 

Bildinfo

Geschlecht

Federkleid

 

 

Datum

Ort

Fotograf

 

Männchen

adult

 

 

17.12.2016

Steller See

Andreas Giesenberg

Beobachtungsauswertung 2012 - 2015

 


Auszug aus dem Brutvogelatlas (Mitschke 2012)

 

 

 

Bestand insgesamt 25 Reviere Besiedelte TK4 13 (16%)
Bestand in Hamburg 3 Reviere Besiedelte km² in HH 3 (0,4%)
Dichte insgesamt 0,01 Rev./km² Trend leicht zunehmend
Dichte in Hamburg 0,0 Rev./km² Gefährdung  - 

 

Charakteristik
Die Schellente brütet nur sehr spärlich im Hamburger Raum.

Verbreitung
Verbreitungsschwerpunkt ist die Stormarner Seenplatte und vor allem die Gewässer zwischen Jersbek und den Timmerhorner Teichen. Innerhalb der Landesgrenzen tritt die Schellente als Brutvogel an der Ammersbek sowie am Öjendorfer See auf.

Lebensraum
Die Schellente ist im Brutgebiet auf das Vorhandensein größerer Baumhöhlen in der Nähe von Still- oder langsam fließender Gewässer angewiesen. Als Höhlenbrüter nimmt sie aber auch gerne Nistkästen an.

Bestandstrend
Erst seit 1996 gehört die Schellente zu den Brutvögeln in Hamburg. Auch im nordöstlichen Umland hat sich die Art langsam ausgebreitet.

Anmerkungen
Durch das Ausbringen weiterer Nisthilfen könnte der noch sehr kleine Bestand der Schellente im Hamburger Raum eine weitere Stützung erfahren, um die Art hier endgültig als Brutvogel zu etablieren.

 


Auszug aus dem Brutvogelatlas (Mitschke & Baumung 2001)

Erstmals 1996 wurde die Schellente als Brutvogel in Hamburg nachgewiesen. Seitdem brüten alljährlich ein bis zwei Paare an der Ammersbek nördlich des Wohldorfer Waldes. Hier dient der Ammersbek-Stauteich als Aufzuchtgewässer, während Bruten in benachbarten Nisthilfen stattfanden. 1999 gelang neben zwei Brutnachweisen mit jungeführenden Weibchen ein zusätzlicher Fund eines belegten Kastens (DEPKE & WESOLOWSKI 1999).