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Auszug aus dem Brutvogelatlas (Mitschke & Baumung 2001) 

Bis Anfang der 1960er Jahre war der Brachpieper regelmäßiger Brutvogel in der Boberger Niederung. Weitere Reviere waren in der Fischbeker Heide (1950, 1958), auf dem Brachgelände am Bahnhof Langenfelde (2 Paare 1958), auf der Hohen Schaar und am Öjendorfer See (1954) besetzt. Das Verschwinden des Brachpiepers aus Hamburg ist vermutlich klimatisch bedingt und findet in ganz Norddeutschland seine Parallelen (LEUSCHNER 1974, BAUER & BERTHOLD 1996).  Lediglich 1995 brütete ausnahmsweise ein Paar auf der Hohen Schaar (MITSCHKE et al. 1997).

 

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14.06.2012

Bremen

Andreas Giesenberg

 


Auszug aus dem Brutvogelatlas (Mitschke 2012)

  

Bestand insgesamt 1.000 Reviere Besiedelte TK4 66 (83%)
Bestand in Hamburg 400 Reviere Besiedelte km² in HH 139 (18%)
Dichte insgesamt 0,4 Rev./km² Trend zunehmend
Dichte in Hamburg 0,5 Rev./km² Gefährdung  -

 

Charakteristik
Die Wiesenschafstelze besiedelt zur Zeit zunehmend die Ackerlandschaft.

Verbreitung
Die Art zeigt im Elbtal, auf der Geest südlich der Elbe und im Osten des Berichtsgebietes von der Oberalsterniederung bis nach Geesthacht eine geschlossene Verbreitung, während Nachweise aus dem Kreis Pinneberg abseits der Marschen selten sind und der bebaute Teil der Stadt gemieden wird.

Lebensraum
Die wichtigsten Brutgebiete liegen in der offenen Agrarlandschaft, wo neben Grünland zunehmend auch Ackerland besiedelt wird. Revierstandorte finden sich in der Regel an Wegen, Grabenrändern und Säumen, gelegentlich aber auch mitten in Feldern (v.a. in Raps). Einzelne Vorkommen haben v.a. im Hafen auf städtischen Brachflächen überdauert.

Bestandstrend
Während die Art im Stadtgebiet im Zuge des Verluste von Brachen und Baulücken weitgehend verdrängt worden ist (38 km² Stadtkorridor: 1982/83 20 RP, 1997-2000 4 RP, 2007/08 0 RP, Mitschke 2009), hat sich das Vorkommen im schleswig-holsteinischen Umland in den letzten 20 Jahren positiv entwickelt (1985-1994 150 RP, Berndt et al. 2002; 2004-2008 400 RP). In der Agrarlandschaft haben die Bestände auch im Elbtal Hamburgs zugenommen.

Anmerkungen
Die Wiesenschafstelze ist einer der ganz wenigen Bodenbrüter der Agrarlandschaft mit Bestandszunahmen.

 


Auszug aus dem Brutvogelatlas (Mitschke & Baumung 2001)

Verbreitung und Bestand
Schafstelzen brüten inzwischen fast nur noch im Elbtal. Die Verbreitungsschwerpunkte liegen dabei im Hafen (Waltershof, Altenwerder, Hohe Schaar, 95 BP), in den Grünlandgebieten Neulands (25 BP) und von Boberg über Allermöhe und Ochsenwerder bis in Teile der Vier- und Marschlande (v.a. Neuengamme, insgesamt 220 BP). Auf der Geest sind nur Einzelvorkommen (Lürade 2 BP, Sinstorf, Ohmoor, Hummelsbütteler Feldmark, Wohldorfer Graben 3 BP, Wohldorf 2 BP, Stellmoorer Tunneltal/Höltigbaum) besetzt. Insgesamt brüten in Hamburg 380 Paare. Die Art erreicht eine mittlere Dichte von 0,5 BP/100 ha und eine Rasterfrequenz von 15,6 %.
Pro km² werden bis zu 12 BP (Moorburg, Neuengamme), auf Probeflächen maximal 1,78 BP/10 ha (PF 22,4 ha, Neuland) bzw. 2,03 Rev./10 ha (PF 49,3 ha, Hohe Schaar) erreicht.

Lebensraum
In den Vier- und Marschlanden ist durch die Umwandlung von Grünlandstandorten in Ackerland vielerorts ein Flächenmosaik entstanden. Dabei scheint die Schafstelze eher in den durch Ackernutzung dominierten Teilflächen vorzukommen. Typische Grünlandstandorte unter den Brutgebieten der Schafstelze sind weiterhin die Elbvorländer (v.a. Altengamme) sowie die Westerweiden und Neuland. Auf der Geest werden ebenfalls vor allem Ackerflächen besiedelt.
In Hamburg für die Schafstelze von hoher Bedeutung sind weiterhin Spülfelder und Hafenbrachen im Stromspaltungsgebiet. Hier werden vor allem die mit üppiger Hochstaudenvegetation bewachsenen Dämme zwischen den einzelnen Spülflächen dicht besiedelt. Ehemals bekannte Brutplätze auf Brach- und Trümmerflächen im Stadtgebiet sind heute nicht mehr vorhanden (vgl. unten).

 

Bestandsentwicklung
Die Schafstelze hat in den letzten 40 Jahren in Hamburg im Bestand abgenommen. Auffallend ist vor allem die fast vollständige Räumung des Moorgürtels. Weitere Flächenverluste im Grünland sind für die Rissen-Sülldorfer Feldmark, Osdorfer Feldmark, Eidelstedter Feldmark, den Flughafen Fuhlsbüttel, die Hummelsbütteler Feldmark und Raakmoor dokumentiert. Im inneren Stadtbereich waren noch Anfang der 1980er Jahre Brutplätze in Hammerbrook/Klostertor (1982/83 8 BP!) besetzt, die inzwischen überbaut wurden. Schon vorher waren vereinzelte Ansiedlungen in Barmbek, Alsterdorf/City Nord und Borgfelde aufgegeben worden. Insgesamt ergibt sich zwischen 1960 und 1990 ein Arealverlust von 40 %.

 

Dichte auf Probeflächen   Hafen-
industrie
Acker-
land
Grün-
land
 Schafstelze Hektar 2667,1 211,2 3266,2
  Anzahl
Probeflächen
81 6 64
  Reviere 52 10 32
  Stetigkeit 25,9 33,3 25,0
Dichte Median 0,00 0,00 0,00
[Reviere/10ha] Mittelwert 0,19 0,47 0,14
  Standard-
abweichung
0,42 0,74 0,33

 

 

 

Bestand mittlere Dichte Rasterfrequenz Besetzte Raster
380 BP 0,5 BP/km² 15,6 % 119

 

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15.02.2017

Alster / Hamburg-Bergstedt

Hans-Hermann Harms

 


Auszug aus dem Brutvogelatlas (Mitschke 2012)

  

Bestand insgesamt 170 Reviere Besiedelte TK4 47 (59%)
Bestand in Hamburg 27 Reviere Besiedelte km² in HH 22 (3%)
Dichte insgesamt 0,07 Rev./km² Trend zunehmend
Dichte in Hamburg 0,04 Rev./km² Gefährdung  -

 

Charakteristik
Die Gebirgsstelze ist Charaktervogel an Fließ- und Staugewässern.

Verbreitung
Schwerpunkte der Verbreitung sind die Alster mit ihren Nebenflüssen sowie die Bille im Bereich des Sachsenwaldes. Besiedelt sind südlich der Elbe z.B. auch Mühlenteiche in Agathenburg und Dollern, die Este, Engelbek und Seeve sowie nördlich der Elbe die Wedeler Au, Pinnau, Oberalster, Beste, Hunnau/Hopfenbach, verschiedene Gewässer rund um Trittau und die Schwarze Au.

Lebensraum
Die Art ist an naturnahe Fließgewässer und Stauteiche gebunden, wo die Nester unter Brücken, an Wehren und Bauwerken in Mauernischen etc. angelegt werden.

Bestandstrend
Die Gebirgsstelze hat sich erst Anfang des 20. Jahrhunderts im Hamburger Raum als Brutvogel angesiedelt (Dietrich 1928). Seitdem hat sich die Art im Stadtgebiet an der Alster bis nach Ohlsdorf ausbreiten können und der Bestand stieg langsam an (Ende der 1970er Jahre 7-10 RP, Anfang der 1990er Jahre 20-25 RP, 1997-2000 22 RP; Holzapfel et al. 1982, Garthe & Mitschke 1994, Mitschke & Baumung 2001). Die positive Entwicklung findet auch im schleswig-holsteinischen Umland eine Entsprechung (1985-1994 87 RP, Berndt et al. 2002; 2004-2008 116 RP).

Anmerkungen
In den letzten Jahren kam es im Winter auch zu innerstädtischen Nachweisen.

 


Auszug aus dem Brutvogelatlas (Mitschke & Baumung 2001)

Verbreitung und Bestand
Die Gebirgsstelze brütet in Hamburg mit Ausnahme eines Paares an der Wedeler Au nur im Oberalsterraum. Verbreitungsgrenze im Stadtgebiet ist dabei die Ohlsdorfer Schleuse. Besonders dicht ist das Vorkommen nördlich des Wohldorfer Waldes an der Ammersbek, wo maximal 3 BP pro 100 ha nachgewiesen wurden. Insgesamt liegt der Brutbestand in Hamburg derzeit bei rund 20 BP.

Lebensraum
Die Gebirgsstelze ist eng an Fließgewässer gebunden. Die Oberalster mit ihren Nebenflüssen bietet dabei geeignete Lebensräume. Gerne werden Bauwerke wie Mühlen, Brücken, Wehre oder Schleusenanlagen zur Brut genutzt. Im Elbtal wurde die Gebirgsstelze bisher nicht als Brutvogel nachgewiesen. Allerdings kommt es hier insbesondere an den Klärwerken Dradenau und Köhlbrandhöft zu regelmäßigen Überwinterungen (MITSCHKE et al. 1996). 

Bestandsentwicklung
Der Bestand der Gebirgsstelze in Hamburg hat in den letzten Jahrzehnten leicht zugenommen (GARTHE & MITSCHKE 1994). Die Art hat ihre städtische Verbreitungsgrenze bis nach Ohlsdorf in die Stadt verschoben. Die kurzzeitig besiedelte Wandse ist seit Anfang der 1990er Jahre wieder verwaist. Aktuell ist der Brutbestand offenbar stabil.

 

 

Bestand mittlere Dichte Rasterfrequenz Besetzte Raster
22 BP 0,0 BP/km² 2,2 % 17

 

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27.08.2012

NSG Fischbeker Heide

Andreas Giesenberg

 


Auszug aus dem Brutvogelatlas (Mitschke 2012)

  

Bestand insgesamt 2.100 Reviere Besiedelte TK4 67 (84%)
Bestand in Hamburg 630 Reviere Besiedelte km² in HH 116 (15%)
Dichte insgesamt 0,9 Rev./km² Trend abnehmend
Dichte in Hamburg 0,8 Rev./km² Gefährdung  RL NI V

 

Charakteristik
Der Baumpieper ist typisch für locker mit Bäumen bestandene Landschaften.

Verbreitung
Die Art zeigt eine disjunkte Verbreitung mit häufigeren Vorkommen auf der Stader Geest (Rüstjer Forst, südlich Buxtehude), rund um die Holmer Sandberge, in den Geestrandmooren bei Neugraben, am nördlichen Stadtrand mit dem Duvenstedter Brook sowie auf dem Höltigbaum. Die Kulturlandschaft auf der Geest ist flächendeckend besiedelt, während im Elbtal und im bebauten Teil der Stadt Nachweise weitgehend fehlen.

Lebensraum
Typische Lebensräume sind Waldränder, Lichtungen, extensives Grünland mit Einzelbäumen, Moore und Heiden. Als Bodenbrüter benötigt die Art stellenweise vegetationsfreie oder -arme Flächen zur Nahrungssuche, als Singwarte werden Einzelbäume bevorzugt.

Bestandstrend
Gegenüber dem frühen 20. Jahrhundert hat der Baumpieper viele Brutplätze im Hamburger Raum verloren (Dietrich 1928), was sich im Zuge zunehmender Bebauung in den letzten Jahrzehnten fortgesetzt hat (Mitschke & Baumung 2001). Auch für das schleswig-holsteinische Umland ergibt sich eine leichte Abnahme (1985-1994 1.500 RP, Berndt et al. 2002; 2004-2008 1.200 RP).

Anmerkungen
Extensive Nutzung und Habitatmanagement haben die Art lokal gefördert (Moorgürtel, Duvenstedter Brook).

 


Auszug aus dem Brutvogelatlas (Mitschke & Baumung 2001)

Verbreitung und Bestand
Das Vorkommen des Baumpiepers ist vollständig auf die Peripherie Hamburgs beschränkt. Während das Obstanbaugebiet im Alten Land und die gehölzreichen Übergangsmoore des Süderelberaums flächig besiedelt sind, fehlt der Baumpieper in den Vier- und Marschlanden weitestgehend. Auf der Geest liegen die Vorkommensschwerpunkte nördlich der Elbe im Klövensteen/Schnaakenmoor (35 BP), Hummelsbütteler Feldmark/Wittmoor (75 BP), Duvenstedter Brook (150 BP) und auf dem Höltigbaum (100 BP) und südlich der Elbe in der Fischbeker Heide (75 BP). Insgesamt brüten 420 BP von 620 BP in Hamburg auf der Geest.
Der Baumpieper erreicht in Hamburg eine mittlere Dichte von 0,8 BP/100 ha und eine Rasterfrequenz von 15,2 %. In seinen Vorkommensschwerpunkten wurden Dichten von 25 bzw. 32 BP pro km2 ermittelt (Höltigbaum, Duvenstedter Brook). Kleinflächig wurde auf dem Höltigbaum bis zu 2,40 BP/10 ha (PF 100 ha) bzw. 4,02 BP/10 ha (PF 49,8 ha) erreicht.

Lebensraum
Der Baumpieper bevorzugt in Hamburg Trockenstandorte mit teilweise lückiger Bodenvegetation (Fischbeker Heide, Schnaakenmoor, Höltigbaum, Boberger Niederung) bzw. reich strukturierte Feuchtgrünländer und Restmoore (Süderelbemoore, Duvenstedter Brook, Raakmoor, Wittmoor). Das fast vollständige Fehlen auf den nährstoffreichen Marschböden der Vier- und Marschlande dokumentiert die Vorliebe des Baumpiepers für lückig bewachsene Flächen in Kombination mit erhöhten Singwarten (Waldränder, Einzelbäume).

Bestandsentwicklung
In den letzten Jahrzehnten sind eine Reihe von isolierten Einzelvorkommen verwaist: Volkspark, Tierpark Hagenbeck, Niendorfer Gehege, Stadtpark, Öjendorfer See, Bramfelder See, Horner Rennbahn und Karlshöhe. Im östlichen Süderelberaum und Volksdorf sind im Zusammenhang mit der Zersiedlung der Landschaft und weiteren Industrieansiedlungen ebenfalls Areale aufgegeben worden. Auch inzwischen geschlossene Waldgebiete in den Harburger Bergen bzw. am Wohldorfer Wald sind verwaist. In der Zeit von 1960 bis 1990 sind rund 30 % des ehemaligen Areals aufgegeben worden.

 

Dichte auf Probeflächen   Feucht-
gebiete
Obst-
anbau
Feld-
mark
Grün-
land
 Baumpieper Hektar 475,1 539 1088,4 3266,2
  Anzahl
Probeflächen
16 13 31 64
  Reviere 38 20 85 19
  Stetigkeit 37,5 69,2 35,5 14,1
Dichte Median 0,00 0,46 0,00 0,00
[Reviere/10ha] Mittelwert 0,44 0,42 0,53 0,05
  Standard-
abweichung
0,71 0,39 1,01 0,17

 

 

 

Bestand mittlere Dichte Rasterfrequenz Besetzte Raster
620 BP 0,8 BP/km² 15,2 % 116

 

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06.04.2015

NSG Finkenwerder Süderelbe

Andreas Giesenberg

 


Auszug aus dem Brutvogelatlas (Mitschke 2012)

  

Bestand insgesamt 6.000 Reviere Besiedelte TK4 80 (100%)
Bestand in Hamburg 3.000 Reviere Besiedelte km² in HH 606 (79%)
Dichte insgesamt 2,4 Rev./km² Trend zunehmend
Dichte in Hamburg 3,9 Rev./km² Gefährdung  -

 

Charakteristik
Die Bachstelze ist ein häufiger Kulturfolger und Nischenbrüter.

Verbreitung
Die Art zeigt sich vor allem im Elbtal entlang des niedersächsischen Ufers der Unterelbe über das Alte Land, das Stromspaltungsgebiet und die Vier- und Marschlande besonders häufig und ist in geringeren Dichten fast flächendeckend verbreitet. Lücken im Vorkommen finden sich nur in Teilen der Hamburger Innenstadt sowie in großen, geschlossenen Waldgebieten (Harburger Berge, Sachsenwald).

Lebensraum
Die Bachstelze brütet häufig an Gebäuden auf Bauernhöfen, in Dörfern, aber auch in freier Landschaft in Viehunterständen, unter Brücken etc. Auch die City Hamburgs ist alljährlich besiedelt, wobei die Brutplätze dort im Bereich der Dächer der Großstadt liegen müssen.

Bestandstrend
In den letzten Jahrzehnten hat der Bestand der Bachstelze langsam zugenommen (38 km² Stadtkorridor: 1982/83 23 RP, 1997-2000 57 RP, 2007/08 69 RP, Mitschke 2009), was auch für das Vorkommen im schleswig-holsteinischen Umland gilt (1985-1994 2.000 RP, Berndt et al. 2002; 2004-2008 2.300 RP). Auf Probeflächen erscheint das Vorkommen in den letzten zehn Jahren stabil.

Anmerkungen
Bachstelzen bevorzugen die Nähe von Gewässern, weil sich dort ein besonders gutes Nahrungs- (Insekten-)Angebot findet.

 


Auszug aus dem Brutvogelatlas (Mitschke & Baumung 2001)

Verbreitung und Bestand
Im Elbtal inklusive des Stromspaltungsgebietes mit dem Hamburger Hafen weist die Bachstelze eine fast flächige Verbreitung auf. Weitere wichtige Gebiete sind der Hamburger Westen mit der Rissen-Sülldorfer Feldmark sowie der Osten (Stellmoorer Tunneltal) und der Norden Hamburgs (Wittmoor, Wohldorf, Duvenstedter Brook). Verbreitungslücken werden einerseits in den großen Wäldern der Harburger Berge und im inneren Stadtbereich erkennbar. Insbesondere im Umfeld der Alster erreichen einzelne Paare der Bachstelze aber auch den inneren Stadtbereich.
Der Gesamtbestand der Bachstelze in Hamburg beläuft sich auf 3.000 BP, von denen 1.800 Paare im Elbtal siedeln. Die mittlere Dichte für ganz Hamburg liegt bei 3,9 BP/100 ha, pro km² werden maximal 20 bzw. 24 BP erreicht (Nincop, Cranz, Volksdorf). Kleinflächig wurden Dichten bis 3,35 BP/10 ha (PF 14,9 ha, Neuland), 3,48 BP/10 ha (PF 31,6 ha, Nincop) bzw. 3,71 BP/10 ha (PF 27,0 ha, Ochsenwerder) nachgewiesen. Die Rasterfrequenz der Bachstelze in Hamburg beträgt 75,5 %.

Lebensraum
Die höchsten Dichten werden im ländlichen Raum (Altes Land, Neuland, Neuengamme, Curslack etc.) erreicht, wo Brutplätze oft in enger Anlehnung an Gebäude mit landwirtschaftlicher Funktion (Stallungen, Dunghaufen mit entsprechendem Insektenangebot) zu finden sind. Die hohe Anpassungsfähigkeit an die Art des Brutplatzes ermöglicht eine vergleichsweise weite Verbreitung. So sind in der offenen Landschaft regelmäßig Viehunterstände besetzt. Auch Brücken in der grabenreichen Marsch sind oft gewählte Brutplätze, die in unmittelbarer Gewässernähe ein reiches Nahrungsangebot gewährleisten.

 

Bestandsentwicklung
Im inneren Stadtgebiet sind einige nach dem Zweiten Weltkrieg mit seinen großflächigen Zerstörungen besetzte Brutgebiete inzwischen wieder aufgegeben worden. Meist sind die Freiflächen, die für die Nahrungssuche benötigt werden, inzwischen überbaut. Ein regionaler Schwerpunkt für Arealaufgaben ist östlich der Alster zwischen Barmbek, Hohenfelde und Hamm erkennbar.

 

Dichte auf Probeflächen   Hafen,
Industrie
Block-
bebauung
Garten-
stadt
Klein-
gärten
Grün-
anlage
Dorf
Bachstelze Hektar 2667,1 2275,4 5430,2 457,6 488,5 1930,4
  Anzahl
Probeflächen
81 80 196 19 21 57
  Reviere 156 34 154 15 18 248
  Stetigkeit 72,8 26,3 43,4 36,8 52,4 98,2
Dichte Median 0,61 0,00 0,00 0,00 0,36 1,16
[Reviere/10ha] Mittelwert 0,59 0,15 0,31 0,26 0,38 1,32
  Standard-
abweichung
0,49 0,33 0,50 0,47 0,41 0,80
    Feucht-
gebiete
Obst-
anbau
Feld-
mark
Acker-
land
Grün-
land
 
  Hektar 475,1 539 1088,4 211,2 3266,2  
  Anzahl
Probeflächen
16 13 31 6 64  
  Reviere 42 61 56 12 125  
  Stetigkeit 81,3 100,0 71,0 100,0 68,8  
Dichte Median 0,81 1,45 0,43 0,61 0,31  
[Reviere/10ha] Mittelwert 1,01 1,29 0,57 0,58 0,52  
  Standard-
abweichung
0,89 0,56 0,62 0,21 0,54  

 

 

 

Bestand mittlere Dichte Rasterfrequenz Besetzte Raster
3.000 BP 3,9 BP/km² 75,5 % 576

 

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05.05.2013

NSG Moore bei Buxtehude

Andreas Giesenberg

Beobachtungsauswertung 2012 - 2014

Status
häufiger Brutvogel, sehr häufiger Durchzügler, unregelmäßiger Wintergast

Brut
Beispiele aus Revierkartierungen aus 2013:

2013 43 Rev./146ha Twielenflehter Sand/PI Nabu Haseldorf
2013 13 Rev./  48ha Vorland Bishorst/PI Nabu Haseldorf


Eine frühe Beobachtung fütternder Altvögel meldete S.Baumung vom 02.05.2014 aus dem Allermöher Landschaftskorridor/HH. Eine Familie mit drei ausgeflogenen Jungvögeln konnte A.Mitschke bereits am 05.05.2014 in den Billwerder Wiesen/HH beobachten.

Zug
Bemerkenswert ist eine Beobachtungsreihe von auf dem Wegzug rastender Wiesenpieper aus der Wedeler Marsch von Anfang Oktober 2012:

02.10.2012 370 Ind. Wedeler Marsch/PI N.Netzler
03.10.2012 380 Ind. Wedeler Marsch/PI N.Netzler
04.10.2012 300 Ind. Wedeler Marsch/PI M.Kandolf, K.Belzer


Auch auf dem Heimzug konnten große Trupps beobachtet werden:

07.04.2014 185 Ind. Billwerder Wiesen/HH G.Rastig
12.04.2013 180 Ind. Moorgürtel-Francoper Strasse/HH A.Mitschke


Herausragende Zugtage 

24.09.2013 227 Ind. Hamburger Yachthafen/PI J.Hartmann
11.10.2014 214 Ind. Hamburger Yachthafen/PI F.Bindrich<


Während des Zuges scheinen Wiesenpieper sehr flexibel in der Wahl der Rasthabitate. Neben Grünland und nassem Grünland werden auch Gebiete genutzt die nicht unbedingt "wiesenpieper-typisch" erscheinen. So beobachtete F.Bindrich am 03.10.2013 12 rastende Individuen auf einer Industriebrache am Dradenauhafen/HH. A.Mitschke sah am 02.04.2014 in Curslack/HH 20 rastende Wiesenpieper "auf einem mit Round-up totgespritzten Acker".

Auch zu winterlichen Nahrungshabitaten  liegen zwei interessante Meldungen vor. B.Kondziella meldete am 28.01.2012 25 Ind. aus dem Fährmannssander Watt/PI, die in von Sturmfluten umgebrochenen Altschilfbeständen Nahrung suchten. S.Zirpel sah am 20.01.2013 in Bishorst/PI wie 3 Wiesenpieper bei Minusgraden Schnakenlarven aus dem Boden des Deichfußes zogen.

Bearbeitung durch Gunnar Fick


Auszug aus dem Brutvogelatlas (Mitschke 2012)

 

 

Bestand insgesamt 850 Reviere Besiedelte TK4 55 (69%)
Bestand in Hamburg 420 Reviere Besiedelte km² in HH 139 (18%)
Dichte insgesamt 0,4 Rev./km² Trend abnehmend
Dichte in Hamburg 0,6 Rev./km² Gefährdung  RL HH V, NI 3, SH V

 

Charakteristik
Der Wiesenpieper bewohnt Saumbiotope im Feuchtgrünland.

Verbreitung
Die Verbreitung der Art konzentriert sich vor allem im Elbtal, wo die höchsten Dichten in den Unterelbemarschen, v.a. in der Haseldorfer und Wedeler Marsch, in den Geestrandmooren bei Neugraben, in Neuland, Billwerder, Neuengamme, Altengamme und der Winsener Marsch erreicht werden. Auf der Geest ist vor allem die Oberalsterniederung besiedelt.

Lebensraum
Der Wiesenpieper kommt v.a. im feuchten Grünland vor. Revierstandorte befinden sich an Wegrändern und Gräben, wobei Zaunpfähle als Sitzwarten beliebt sind. Besiedelt werden außerdem Heiden und Torfflächen in Mooren.

Bestandstrend
Großflächige Trendangaben sind schwierig: In Hamburg dürfte eine erste Bestandsschätzung Anfang der 1990er Jahre (150-180 RP, Garthe & Mitschke 1994) noch unvollständig gewesen sein, denn die erste flächenhafte Kartierung 1997-2000 ergab ein Vorkommen von 470 RP (Mitschke & Baumung 2001). Seitdem hat der Bestand erkennbar abgenommen. Dagegen ergibt sich für das schleswig-holsteinische Umland in den letzten 20 Jahren eine Zunahme (1985-1994 250 RP, Berndt et al. 2002; 2004-2008 340 RP).

Anmerkungen
Der Wiesenpieper wird durch die im Elbtal Hamburgs oft extensive Bewirtschaftung im Rahmen des Vertragsnaturschutzes gefördert.

 


Auszug aus dem Brutvogelatlas (Mitschke & Baumung 2001)

Verbreitung, Bestand
Die Vorkommen des Wiesenpiepers in Hamburg sind stark auf das Elbtal konzentriert. Nur 45 BP des Gesamtbestandes von 470 BP kommen auf der Geest vor (Rissen-Sülldorfer Feldmark 4 BP, Fischbeker Heide 7 BP, Duvenstedter Brook und Umgebung 15 BP, Stellmoorer Tunneltal/Höltigbaum 13 BP; Einzelvorkommen im Ohmoor, Wittmoor). Im Elbtal liegen die Dichtezentren im Moorgürtel (insgesamt 95 BP im Großraum), in Neuland/Gut Moor (55 BP) und in Billwerder/Moorfleet (70 BP) sowie in Teilen von Neuengamme, Kirchwerder und Altengamme. Im Gegensatz zum Verbreitungsbild der Feldlerche zeigt die Brutverbreitung des Wiesenpiepers in den Vier- und Marschlanden deutliche Lücken in den durch Ackerbau und Gemüseproduktion dominierten Bereichen. Die Westerweiden sind nur in geringem Umfang besiedelt und im Hafen finden sich Vorkommen nur auf wenigen größeren Brachen.

Der Wiesenpieper erreicht eine mittlere Dichte von 0,6 BP/100 ha und eine Rasterfrequenz von 17,7 %. Pro km² liegen maximale Dichten bei 15 bzw. 17 BP (Altengamme, Billwerder). Auf Probeflächen wurden bis zu 2,09 BP/10 ha (PF 33,5 ha, Fünfhausen), 2,23 BP/10 ha (PF 22,4 ha, Fünfhausen) bzw. 2,24 BP/10 ha (PF 26,8 ha, Billwerder) ermittelt. 

Lebensraum
Der Wiesenpieper ist ein klassischer Grünlandbewohner und besiedelt im Gegensatz zur Feldlerche Ackerflächen nicht. Innerhalb der Grünlandgebiete werden grundwassernahe und weithin offene Flächen deutlich bevorzugt. Daneben haben Vorkommen in Heideflächen (Fischbeker Heide) und auf Hafenbrachen (Hohe Schaar, Georgswerder) quantitativ in Hamburg keine Bedeutung. Spülfelder werden offenbar nur ausnahmsweise angenommen. 

Bestandsentwicklung
Zwischen 1960 und 1990 sind vor allem die Hummelsbütteler Feldmark (Teilbebauung) sowie Altenwerder und Waltershof (Hafenerweiterung) von Arealverlusten betroffen gewesen. Im bebauten Teil Hamburgs kam es nach dem Zweiten Weltkrieg offenbar nur zu ganz wenigen Ansiedlungen auf Brachen und Trümmergrundstücken (Hammerbrook) sowie im Hafen (Kleiner Grasbrook, Indiahafen). Die aktuellen Bestandsdaten auf Probeflächen deuten auf stabile Bestandsverhältnisse hin (Mitschke et al. 1999).

 

Dichte auf Probeflächen   Grünland
 Rauchschwalbe Hektar 3266,2
  Anzahl
Probeflächen
64
  Reviere 104
  Stetigkeit 65,6
Dichte Median 0,27
[Reviere/10ha] Mittelwert 0,39
  Standard-
abweichung
0,51

 

 

Bestand mittlere Dichte Rasterfrequenz Besetzte Raster
470 BP 0,6 BP/km² 17,7 % 135