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31.12.2013

Neu Wulmstorf / Angelteich

Andreas Giesenberg

 


Auszug aus dem Brutvogelatlas (Mitschke 2012)

 

   

Bestand insgesamt 420 Reviere Besiedelte TK4 36 (45%)
Bestand in Hamburg 230 Reviere Besiedelte km² in HH 63 (8%)
Dichte insgesamt 0,2 Rev./km² Trend zunehmend
Dichte in Hamburg 0,3 Rev./km² Gefährdung -

 

Charakteristik
Der Birkenzeisig ist in Deutschland kaum irgendwo so häufig wie im Alten Land.

Verbreitung
Die Verbreitung konzentriert sich noch auf Dörfer und Obstbauflächen des Alten Landes von Stade entlang der Unterelbe bis Finkenwerder und Francop. Von dort aus unternimmt der Birkenzeisig alljährlich Vorstöße in den Hafen, nach Wilhelmsburg, in die Vier- und Marschlande sowie gelegentlich auch auf die Geest. Brutzeitnachweise stammen auch aus den nordöstlichen Hamburger Randbereichen, von der Oberelbe und aus dem Sachsenwald.

Lebensraum
Gesangsnachweise der Art konzentrieren sich in Dörfern und bäuerlichen Gärten, wobei die Nester vor allem in Koniferen und immergrünen Sträuchern angelegt werden. Auch in den Obstbauflächen fliegt die Art zur Brutzeit weit umher, wobei häufig unklar bleibt, ob dort auch gebrütet wird. Abseits des Elbtals tritt die Art in Gewerbeflächen, Gärten und Dörfern auf der Geest auf.

Bestandstrend
Die Art hat den Hamburger Raum seit den 1990er Jahren rasant besiedelt: Anfang der 1990er Jahre wurden für die Stadt noch 0-2 RP geschätzt, 1997 bis 2000 ergab die erste flächendeckende Kartierung 190 RP (Garthe & Mitschke 1994, Mitschke & Baumung 2001).

Anmerkungen
Die Ausbreitung erreicht langsam auch die Gärten auf der Geest.

 


Auszug aus dem Brutvogelatlas (Mitschke & Baumung 2001)

Verbreitung und Bestand
Der Birkenzeisig zeigt unter allen Brutvögeln Hamburgs die stärkste Konzentration auf das Alte Land. Hier nisten 175 Paare, was über 90 % des Gesamtbestandes (190 BP) in Hamburg entspricht. Weitere dauerhafte Ansiedlungen scheinen sich derzeit in Wilhelmsburg und in Bergedorf herauszubilden. Daneben wurden während der Kartierperiode Einzelvorkommen in Eimsbüttel (1997), Eppendorf (1997), Rothenburgsort (1999), Billbrook (1998), Wandsbek (1997) und Kirchwerder (1997) entdeckt. 
Der Birkenzeisig erreicht in Hamburg eine mittlere Dichte von 0,2 BP/100 ha und eine Rasterfrequenz von 6,0 %. Im Alten Land wurden dabei fünf Mal 10 BP/100 ha und in Francop einmal 12 BP/100 ha nachgewiesen. Dichten auf Probeflächen lagen bei maximal 1,58 BP/10 ha (PF 31,6 ha) bzw. 2,0 BP/10 ha (PF 15,0 ha).

Lebensraum
Stärker als der Girlitz ist der Birkenzeisig innerhalb des Alten Landes auf die dörflichen Strukturen konzentriert, während Obstplantagen weniger dicht besiedelt werden. Beobachtungen von Singflügen fanden vor allem in der Umgebung der Höfe und ihrer Gärten mit vielen Koniferen statt, die dem Birkenzeisig geschützte Nistplätze bieten. Außerhalb des Alten Landes zeigt sich eine leichte Bevorzugung von Gewerbegebieten (Reiherstieg, Nettelnburg), Nachweise singender Männchen im Stadtgebiet stammen aber auch aus Kleingärten und Hinterhöfen in der Wohnblockzone. Die strukturell den Dörfern des Alten Landes recht ähnlichen Siedlungen in den Vier- und Marschlanden sind noch nicht besiedelt.

Bestandsentwicklung
Erst Anfang der 1990er Jahre häuften sich Brutzeitbeobachtungen des Birkenzeisigs im Süderelberaum, 1991 gelang der erste Brutnachweis (MITSCHKE et al. 1994, 1996). Seitdem hat der Birkenzeisig das Alte Land in rasantem Tempo besiedelt und zeigt sich zunehmend in anderen Teilen der Stadt. Allerdings dürfte das erste Auftreten als Brutvogel schon einige Jahre vorher stattgefunden haben, da das Alte Land bisher zu den wenig kontrollierten Teilen des Stadtgebietes gehörte. Die Besiedlung Hamburgs durch die Unterart Carduelis flammea cabaret erfolgt entlang der niedersächsischen Unterelbe von Westen aus und ist Teil einer Ausbreitungswelle im gesamten norddeutschen Raum (BUSCHE 1997, ZILLICH & OELKE 1997).

  

 

 

Bestand mittlere Dichte Rasterfrequenz Besetzte Raster
190 BP 0,2 BP/km² 6,0 % 46

 

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19.03.2016

Neu Wulmstorf

Andreas Giesenberg

 


Auszug aus dem Brutvogelatlas (Mitschke 2012)

   

Bestand insgesamt 1.850 Reviere Besiedelte TK4 70 (88%)
Bestand in Hamburg 840 Reviere Besiedelte km² in HH 238 (31%)
Dichte insgesamt 0,8 Rev./km² Trend zunehmend
Dichte in Hamburg 1,1 Rev./km² Gefährdung RL HH V

 

Charakteristik
Der Stieglitz ist ein Vogel des dörflichen Umfeldes mit zögerlicher Tendenz zur Einwanderung in die Gartenstadt.

Verbreitung
Die Verbreitung zeigt einen deutlichen Schwerpunkt im Elbtal, v.a. im Alten Land mit seinen Obstbauflächen entlang der niedersächsischen Unterelbe bis nach Finkenwerder. Höhere Dichten sind außerdem aus Wilhelmsburg, Neuland und Teilen der Vier- und Marschlande dokumentiert. Auf der Geest sind die Dichten im Westen niedriger als im Norden (Oberalsterniederung) und Osten (Stormarn), im Stadtinneren Hamburgs fehlt der Stieglitz weitgehend.

Lebensraum
Brutplätze befinden sich in Laub- oder Nadelbäumen, im Hamburger Raum offenbar bevorzugt im direkten Umfeld dörflicher Gärten und teilweise auch in altem Obstbaumbestand. Vereinzelte Brutpaare in Grünanlagen und Gärten nutzen gerne immergrüne Sträucher und Bäume (z.B. Thuja) als Neststandort.

Bestandstrend
Erst in den letzten zehn Jahren deutet sich beim Stieglitz ein zunehmender Bestandstrend an, der auf Atlasflächen in Hamburg ein Ausmaß von etwa 20% erreicht. Im schleswig-holsteinischen Umland hat das Vorkommen in den letzten 20 Jahren ebenfalls zugenommen (1985-1994 340 RP, Berndt et al. 2002; 2004-2008 580 RP).

Anmerkungen
Nachweise in der Gartenstadt auf der Geest haben zuletzt zugenommen.

 


Auszug aus dem Brutvogelatlas (Mitschke & Baumung 2001)

Verbreitung und Bestand
In Hamburg konzentriert sich das Brutvorkommen des Stieglitz ganz überwiegend auf das Elbtal. Hier konzentrieren sich die Bestände im Alten Land und Finkenwerder (350 BP). Regelmäßig besiedelt sind auch Teile des Hafens, Altenwerder, Moorburg, Wilhelmsburg, Neuland/Gut Moor und weite Teile der Vier- und Marschlande. Allerdings finden sich außerhalb der Dörfer auch größere Verbreitungslücken. Auf der Geest sind während der Kartierperiode lediglich einzelne und meist nicht alljährlich besetzte Brutplätze in Rissen, Othmarschen (Großbaustelle), dem Ohlsdorfer Friedhof (1997), Volksdorf, Billstedt und im Stellmoorer Tunneltal/Höltigbaum bekannt geworden. Regelmäßig besetzt ist nur der Bereich um Wohldorfer Wald und Duvenstedter Brook (15 BP). 
Insgesamt brüten 750 BP in Hamburg, was einer mittleren Dichte von 1,0 BP/100 ha entspricht. Der Stieglitz erreicht dabei eine Rasterfrequenz von 28,3 %. Die höchsten Dichten pro km² liegen alle in Neuenfelde und liegen bei 15, 16 bzw. 22 BP. Das entspricht auf Probeflächen maximalen Siedlungsdichten von 2,11 BP/10 ha (PF 37,9 ha), 2,21 BP/10 ha (PF 26,0 ha) bzw. 2,38 BP/10 ha (PF 42,0 ha).

Lebensraum
Die Kombination von dörflichen Strukturen mit die Höfe umgebenden Obstbäumen entspricht in Hamburg am ehesten den Ansprüchen der Art. In geringerer Dichte siedelt der Stieglitz auch abseits der Gehöfte im Obstbaugebiet. Südlich angrenzend in der reich strukturierten, halboffenen Landschaft des Moorgürtels fehlt der Stieglitz dagegen vollständig. Überraschend waren die Funde des Stieglitz in verschiedenen Teilen des Hafens. Hier tritt die Art in geringer Dichte in der Nähe von Brachen mit dichtem Gebüsch und gerne in der Nachbarschaft von Pappeln auf.

Bestandsentwicklung
Für den Stieglitz liegen keine Hinweise auf größere Bestandsveränderungen in den letzten Jahrzehnten vor. Allerdings fehlen aus dem Hauptbrutgebiet der Art in Hamburg, dem Alten Land, Vergleichsdaten.

 

Dichte auf Probeflächen   Dorf Obstanbau
Stieglitz Hektar 1930,4 539
  Anzahl
Probeflächen
57 13
  Reviere 114 52
  Stetigkeit 66,7 92,3
Dichte Median 0,40 1,22
[Reviere/10ha] Mittelwert 0,60 1,14
  Standard-
abweichung
0,64 0,50

 

 

 

Bestand mittlere Dichte Rasterfrequenz Besetzte Raster
750 BP 1,0 BP/km² 28,3 % 216

 

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20.01.2013

Neu Wulmstorf / Angelteich

Andreas Giesenberg

 


Auszug aus dem Brutvogelatlas (Mitschke 2012)

 

  

Bestand insgesamt 80 Reviere Besiedelte TK4 10 (13%)
Bestand in Hamburg 1 Reviere Besiedelte km² in HH 1 (0,1%)
Dichte insgesamt 0,03 Rev./km² Trend schwankend
Dichte in Hamburg 0,00 Rev./km² Gefährdung RL HH VG

 

Charakteristik
Der Erlenzeisig brütet nicht alljährlich im Gebiet und ist stark von der Fruktifikation der Fichte abhängig.

Verbreitung
Brutvorkommen finden sich am ehesten in den großen Nadelwäldern des Sachsenwaldes sowie der Harburger Berge. Vereinzelte Nachweise stammen auch aus dem Forst Beimoor, der Hahnheide und aus dem Wittmoor.

Lebensraum
Die Art besiedelt fast ausschließlich Fichtenwälder, in denen sie bei reichem Samenangebot brütet.

Bestandstrend
Anfang des 20. Jahrhunderts waren noch keine Brutnachweise aus dem Hamburger Raum bekannt (Dietrich 1928), was aber eher den eingeschränkten Kenntnissen entsprochen haben dürfte. Erste Bruthinweise stammen aus den 1940er Jahren (Timmermann 1953), in den Jahren 1964 und 1967 kam es zu verstärkten Meldungen über Bruten (Garthe & Mitschke 1994). Insgesamt dürfte sich der Status und die Häufigkeit der Art in den letzten Jahrzehnten kaum verändert haben.

Anmerkungen
Als häufiger Durchzügler tritt der Erlenzeisig alljährlich bis in den April und regelmäßig auch mit Gesang im Hamburger Raum in Erscheinung. Hinweise auf ein Brutvorkommen geben Gesang bzw. Balzflüge ab Anfang Mai in größeren Fichtenwäldern.

 


Auszug aus dem Brutvogelatlas (Mitschke & Baumung 2001)

Während der Kartierperiode wurde lediglich 1998 im Wittmoor ein brutverdächtiges Paar nachgewiesen. In den großen Nadelwäldern der Harburger Geest waren die Erlenzeisige regelmäßig Anfang Mai abgewandert. Die Art brütet in Hamburg nicht regelmäßig und offenbar nur in Folgejahren größerer Einflüge nordischer Wintergäste in mehreren Paaren (GARTHE & MITSCHKE 1994). Potentielle Brutplätze sind Nadelwälder (Fichte, Kiefer). Im Wittmoor hielten sich die Vögel in einem lichten Kiefernbaumholz auf. Aus den vergangenen Jahrzehnten liegen ebenfalls nur sporadische Bruthinweise für den Erlenzeisig vor, z.B. in den Jahren 1964 und 1967 (GARTHE & MITSCHKE 1994).

 

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Männchen

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02.05.2015

Gold / Fehmarn

Andreas Giesenberg

 


Auszug aus dem Brutvogelatlas (Mitschke 2012)

 

   

Bestand insgesamt 1.850 Reviere Besiedelte TK4 73 (91%)
Bestand in Hamburg 700 Reviere Besiedelte km² in HH 221 (29%)
Dichte insgesamt 0,8 Rev./km² Trend abnehmend
Dichte in Hamburg 0,9 Rev./km² Gefährdung RL HH 3, NI V

 

Charakteristik
Der Bluthänfling ist ein stark im Bestand zurückgehender Dorfvogel.

Verbreitung
Die größte Häufigkeit erreicht die Art von der Stader Geest über das Alte Land mit seinen Obstbauflächen bis Finkenwerder, in Teilen der Vier- und Marschlande sowie am östlichen Rand des Berichtsgebietes in der Agrarlandschaft zwischen Hamfelde und Möhnsen. Im Stadtgebiet Hamburgs kommt der Bluthänfling auf der Geest kaum noch vor, und auch westlich sowie nördlich angrenzend im Kreis Pinneberg und Segeberg ist das Vorkommen sehr spärlich.

Lebensraum
Die bevorzugten Lebensräume liegen in den Dörfern des Elbtals, wo die Art gerne in Gärten mit Koniferen und Obstbäumen brütet. Auch ältere Obstbäume entlang von Straßen oder vereinzelt auch noch als Hochstammplantage besitzen eine hohe Attraktivität. Typisch sind Brutplätze in jungen Fichten, z.B. auch auf Weihnachtsbaumplantagen.

Bestandstrend
Der Bluthänfling hat im Zuge des Strukturwandels von Nutz- in Ziergärten sowie der zunehmenden Dominanz einer schattigen Baumschicht in den letzten Jahrzehnten die Gartenstadt auf der Geest fast vollständig geräumt (Mitschke & Baumung 2001). Auch im schleswig-holsteinischen Umland war der Bestand rückläufig (1985-1994 1.200 RP, Berndt et al. 2002; 2004-2008 600 RP).

Anmerkungen
Der Bestandsrückgang hält vor allem im städtischen Umfeld weiter an.

 


Auszug aus dem Brutvogelatlas (Mitschke & Baumung 2001)

Verbreitung und Bestand
Die Verbreitung des Bluthänflings ist weitgehend auf das Elbtal und hier vor allem auf das Alte Land konzentriert (300 BP). Von großer Bedeutung ist daneben das dörfliche Umfeld in Allermöhe, Ochsenwerder und den Vier- und Marschlanden (270 BP). Im Hafen kommt der Hänfling nur auf den größeren Brachen der Hohen Schaar vor. Auf der Geest liegen sporadische Vorkommen im Harburger Raum (< 20 BP) und nördlich der Elbe vereinzelt in den Feldmarken (Rissen-Sülldorf, Osdorf, Hummelsbüttel), im Raum Duvenstedt/Ohlstedt mit dem Duvenstedter Brook sowie im Stellmoorer Tunneltal, auf dem Höltigbaum und am Öjendorfer Park (zusammen 50 BP). Schließlich wurde In Langenhorn ein Brutpaar in einer Baumschule nachgewiesen. 
Der Brutbestand des Hänflings in Hamburg beträgt 710 BP, was einer mittleren Dichte von 0,9 BP/100 ha entspricht. Diese verteilen sich mit einer Rasterfrequenz von 27,8 %. Die Höchstdichten pro km² wurden in Ochsenwerder (15 BP) sowie Neuenfelde (16 bzw. 22 BP) nachgewiesen. Auf Probeflächen lagen maximale Dichtewerte bei 2,00 BP/10 ha (PF 50,0 ha, Ochsenwerder), 2,19 BP/10 ha (PF 13,7 ha, Höltigbaum) bzw. 2,38 BP/10 ha (PF 42,0 ha, Neuenfelde).

Lebensraum
Die Dörfer und Obstanbauflächen des Alten Landes bieten dem Bluthänfling in Hamburg großflächig die besten Lebensbedingungen. Offenbar gelingt es der Art auch, die Intensiv-Obstkulturen zu besiedeln. Hier kommt ihm zugute, dass Nistplatz und Nahrungsflächen mehrere Hundert Meter voneinander entfernt sein können. Regelmäßig sind zum Beispiel Weihnachtsbaumkulturen oder Baumschulen besiedelt, während in der Umgebung, gerne auf den vegetationsarmen oder freien Flächen zwischen den Obstbäumen, Nahrung gesucht wird. In den Vier- und Marschlanden und Moorwerder spielen neben traditionellen Dorfstrukturen auch die durch Gemüseanbau dominierten Flächen eine Rolle, wo ebenfalls vegetationsarme bzw. freie Nahrungsflächen zur Verfügung stehen und Nistplätze im Umfeld der Höfe und Gewächshäuser besetzt werden. In der Gartenstadt ist der Hänfling nur noch vereinzelt dort zu finden, wo sich Bausubstanz und Nutzungsstruktur (offener Boden in Form von Gemüsebeeten) der 1950er Jahre erhalten haben (Neugraben, Langenbek, Rönneburg). Ähnliches gilt für die Kleingartenanlagen.

Bestandsentwicklung
Der Bluthänfling hat eine dem Bestandsverlauf des Girlitzes sehr ähnliche Entwicklung erfahren. Seine Verbreitungsgebiete auf der Geest sind weitgehend erloschen. Dabei zeigt die Karte der ehemaligen Brutverbreitung nur ein lückenhaftes Bild, da der vor drei bis vier Jahrzehnten noch weit verbreitete Hänfling häufig nicht in seinem Vorkommen dokumentiert wurde. Im Gegensatz zum Girlitz hat der Hänfling nie die innere Stadt mit der Wohnblockzone besiedelt, war aber ehemals in der Gartenstadt und auch in einigen Grünanlagen (Volkspark, Stadtpark) verbreitet. Ein Ring inzwischen erloschener Vorkommen zieht sich von Othmarschen und Groß Flottbek über Niendorf, Lokstedt, Langenhorn, Groß Borstel bis nach Steilshoop, Bramfeld und Farmsen-Berne. Ehemalige Vorkommen finden sich ebenfalls in der Hummelsbütteler Feldmark und dem Oberalsterraum, wo die Art vermutlich durch direkte Lebensraumzerstörung (Bebauung von Feldmark) verdrängt wurde. Insgesamt läßt sich für die letzten 40 Jahre ein Arealverlust von mehr als 30 % vermuten.

  

 

 

Bestand mittlere Dichte Rasterfrequenz Besetzte Raster
710 BP 0,9 BP/km² 27,8 % 212