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Federkleid

 

 

Datum

Ort

Fotograf

 

 

adult

 

 

19.03.2016

Neu Wulmstorf

Andreas Giesenberg

 


Auszug aus dem Brutvogelatlas (Mitschke 2012)

   

Bestand insgesamt 1.850 Reviere Besiedelte TK4 70 (88%)
Bestand in Hamburg 840 Reviere Besiedelte km² in HH 238 (31%)
Dichte insgesamt 0,8 Rev./km² Trend zunehmend
Dichte in Hamburg 1,1 Rev./km² Gefährdung RL HH V

 

Charakteristik
Der Stieglitz ist ein Vogel des dörflichen Umfeldes mit zögerlicher Tendenz zur Einwanderung in die Gartenstadt.

Verbreitung
Die Verbreitung zeigt einen deutlichen Schwerpunkt im Elbtal, v.a. im Alten Land mit seinen Obstbauflächen entlang der niedersächsischen Unterelbe bis nach Finkenwerder. Höhere Dichten sind außerdem aus Wilhelmsburg, Neuland und Teilen der Vier- und Marschlande dokumentiert. Auf der Geest sind die Dichten im Westen niedriger als im Norden (Oberalsterniederung) und Osten (Stormarn), im Stadtinneren Hamburgs fehlt der Stieglitz weitgehend.

Lebensraum
Brutplätze befinden sich in Laub- oder Nadelbäumen, im Hamburger Raum offenbar bevorzugt im direkten Umfeld dörflicher Gärten und teilweise auch in altem Obstbaumbestand. Vereinzelte Brutpaare in Grünanlagen und Gärten nutzen gerne immergrüne Sträucher und Bäume (z.B. Thuja) als Neststandort.

Bestandstrend
Erst in den letzten zehn Jahren deutet sich beim Stieglitz ein zunehmender Bestandstrend an, der auf Atlasflächen in Hamburg ein Ausmaß von etwa 20% erreicht. Im schleswig-holsteinischen Umland hat das Vorkommen in den letzten 20 Jahren ebenfalls zugenommen (1985-1994 340 RP, Berndt et al. 2002; 2004-2008 580 RP).

Anmerkungen
Nachweise in der Gartenstadt auf der Geest haben zuletzt zugenommen.

 


Auszug aus dem Brutvogelatlas (Mitschke & Baumung 2001)

Verbreitung und Bestand
In Hamburg konzentriert sich das Brutvorkommen des Stieglitz ganz überwiegend auf das Elbtal. Hier konzentrieren sich die Bestände im Alten Land und Finkenwerder (350 BP). Regelmäßig besiedelt sind auch Teile des Hafens, Altenwerder, Moorburg, Wilhelmsburg, Neuland/Gut Moor und weite Teile der Vier- und Marschlande. Allerdings finden sich außerhalb der Dörfer auch größere Verbreitungslücken. Auf der Geest sind während der Kartierperiode lediglich einzelne und meist nicht alljährlich besetzte Brutplätze in Rissen, Othmarschen (Großbaustelle), dem Ohlsdorfer Friedhof (1997), Volksdorf, Billstedt und im Stellmoorer Tunneltal/Höltigbaum bekannt geworden. Regelmäßig besetzt ist nur der Bereich um Wohldorfer Wald und Duvenstedter Brook (15 BP). 
Insgesamt brüten 750 BP in Hamburg, was einer mittleren Dichte von 1,0 BP/100 ha entspricht. Der Stieglitz erreicht dabei eine Rasterfrequenz von 28,3 %. Die höchsten Dichten pro km² liegen alle in Neuenfelde und liegen bei 15, 16 bzw. 22 BP. Das entspricht auf Probeflächen maximalen Siedlungsdichten von 2,11 BP/10 ha (PF 37,9 ha), 2,21 BP/10 ha (PF 26,0 ha) bzw. 2,38 BP/10 ha (PF 42,0 ha).

Lebensraum
Die Kombination von dörflichen Strukturen mit die Höfe umgebenden Obstbäumen entspricht in Hamburg am ehesten den Ansprüchen der Art. In geringerer Dichte siedelt der Stieglitz auch abseits der Gehöfte im Obstbaugebiet. Südlich angrenzend in der reich strukturierten, halboffenen Landschaft des Moorgürtels fehlt der Stieglitz dagegen vollständig. Überraschend waren die Funde des Stieglitz in verschiedenen Teilen des Hafens. Hier tritt die Art in geringer Dichte in der Nähe von Brachen mit dichtem Gebüsch und gerne in der Nachbarschaft von Pappeln auf.

Bestandsentwicklung
Für den Stieglitz liegen keine Hinweise auf größere Bestandsveränderungen in den letzten Jahrzehnten vor. Allerdings fehlen aus dem Hauptbrutgebiet der Art in Hamburg, dem Alten Land, Vergleichsdaten.

 

Dichte auf Probeflächen   Dorf Obstanbau
Stieglitz Hektar 1930,4 539
  Anzahl
Probeflächen
57 13
  Reviere 114 52
  Stetigkeit 66,7 92,3
Dichte Median 0,40 1,22
[Reviere/10ha] Mittelwert 0,60 1,14
  Standard-
abweichung
0,64 0,50

 

 

 

Bestand mittlere Dichte Rasterfrequenz Besetzte Raster
750 BP 1,0 BP/km² 28,3 % 216