Bildinfo

Geschlecht

Federkleid

 

 

Datum

Ort

Fotograf

 

 

adult und Pullus

 

 

19.06.2013

Neu Wulmstorf

Andreas Giesenberg

 


Auszug aus dem Brutvogelatlas (Mitschke 2012)

 

 

  

Bestand insgesamt 10.000 Reviere Besiedelte TK4 79 (99%)
Bestand in Hamburg 5.900 Reviere Besiedelte km² in HH 554 (72%)
Dichte insgesamt 4,1 Rev./km² Trend stabil
Dichte in Hamburg 7,7 Rev./km² Gefährdung  RL NI V

 

Charakteristik
Der Feldsperling brütet vor allem in Nistkästen und ist Charaktervogel der Kleingärten.

Verbreitung
Die Art erreicht ihre höchsten Dichten ringfömig um die Innenstadt Hamburgs in der Gartenstadt sowie in den Dörfern des Elbtals vom Alten Land bis in die Vier- und Marschlande. Kaum besiedelt sind die Wohnblockzone und Innenstadt sowie der Hafen Hamburgs, siedlungsarme Teile der Geest sowie große, geschlossene Wälder.

Lebensraum
Bevorzugte Lebensräume sind Dörfer, Gärten und Kleingärten, in denen die Brutplätze in Nistkästen oder an Gebäuden (unter dem Dach u.ä.) zu finden sind. Wälder und Grünanlagen gehören dagegen trotz eines ausreichenden Nistplatzangebotes kaum noch zu den Bruthabitaten der Art.

Bestandstrend
Trotz einiger Arealverluste im inneren Stadtbereich und des weitgehenden Rückzugs aus den Grünanlagen (Mitschke & Baumung 2001) lässt sich ein negativer Bestandstrend allgemein nicht absichern (38 km² Stadtkorridor:1982/83 54 RP, 1997-2000 261 RP, 2007/08 172 RP, Mitschke 2009). Für das schleswig-holsteinische Umland ergibt sich sogar eine Zunahme (1985-1994 1.900 RP, Berndt et al. 2002; 2004-2008 3.700 RP).

Anmerkungen
Die Gründe für das Verschwinden aus den Grünanlagen sind unbekannt.

 


Auszug aus dem Brutvogelatlas (Mitschke & Baumung 2001)

Verbreitung und Bestand
Im Vergleich zum Haussperling meidet der Feldsperling die Innenstadt und große Teile der Wohnblockzone vollständig. Ansonsten ist die Art über den bebauten Teil der Stadt flächig verbreitet und besiedelt auch die Rissen-Sülldorfer Feldmark, den Volkspark und den Ohlsdorfer Friedhof. Die innenstadtnähsten Vorkommen liegen in Barmbek und Horn. In den größeren Waldgebieten (Duvenstedter Brook, Wohldorfer Wald, Klövensteen, Harburger Berge) fehlt der Feldsperling. Im Elbtal sind die Dörfer des Alten Landes und der Vier- und Marschlande ebenso wie Finkenwerder und Wilhelmsburg dicht besiedelt. Im Obstanbaugebiet und im Moorgürtel abseits von Gehöften bzw. Kleingärten fehlt die Art dagegen ebenso wie in weiten Teilen des Hafens und in der baum- und straucharmen freien Landschaft der Vier- und Marschlande. 
Der Brutbestand des Feldsperlings in Hamburg beträgt 5.500 BP. Die Art erreicht eine mittlere Dichte von 7,2 BP/100 ha und eine Rasterfrequenz von 70,2 %. Pro km² wurden Dichten bis 40 BP (Niendorf, Volksdorf) bzw. 45 BP (Rahlstedt) ermittelt, auf Probeflächen lagen die Maximalwerte bei 7,94 BP/10 ha (PF 25,2 ha, Wilhelmsburg-Süd), 8,62 BP/10 ha (PF 34,8 ha, Georgswerder) bzw. 12,61 BP/10 ha (PF 11,1 ha, Sinstorf) erreicht.

Lebensraum
Der Feldsperling ist in der Stadt ein typischer Brutvogel der Gartenstadt und der Kleingartenanlagen (Tab.). Hier ist die Art stark vom Nistkastenangebot abhängig, brütet aber auch gerne unter Dächern und an anderen Gebäudeteilen (z.T. Schornsteinen). In den Grünanlagen ist der Feldsperling trotz Nistkastenangebot selten geworden, typische Waldbrüter gibt es nicht mehr. Einzelne Paare siedeln auch im Hafen und nisten hier an ungewöhnlichen Standorten wie Seezeichen, Holzschuppen oder in Nistkästen isolierter Verwaltungsgebäude inmitten stark versiegelter Gewerbeflächen.

Bestandsentwicklung
Der Feldsperling ist in den letzten Jahrzehnten aus der inneren Stadt (Teile von Bahrenfeld, Langenfelde, Hoheluft, Eppendorf, Stadtpark, Eilbek und Marienthal) verschwunden und in vielen Grünanlagen stark zurückgegangen (z.B. auf dem Ohlsdorfer Friedhof). In vielen Fällen sind isolierte Feldsperlingsbestände im bebauten Stadtbereich vollständig von Kleingärten abhängig und verschwinden mit deren Umwandlung in Gewerbe- oder Wohnbebauung. In den 1990er Jahren konnte der Feldsperling zumindest in der Gartenstadt seinen Bestand halten, während gleichzeitig der Haussperling drastisch zurückging.

 

Dichte auf Probeflächen   Hafen,
Industrie
Block-
bebauung
Villen-
viertel
Garten-
stadt
Klein-
gärten
Grün-
anlage
Dorf Feldmark
Feldsperling Hektar 2667,1 2275,4 174,7 5430,2 457,6 488,5 1930,4 1088,4
  Anzahl
Probeflächen
81 80 6 196 19 21 57 31
  Reviere 81 122 18 763 115 49 247 101
  Stetigkeit 40,7 35,0 33,3 77,0 100,0 57,1 86,0 62,5
Dichte Median 0,00 0,00 0,00 1,20 2,59 0,36 1,03 0,68
[Reviere/10ha] Mittelwert 0,34 0,46 0,00 1,55 2,60 0,91 1,27 1,11
  Standard-
abweichung
0,65 0,78 0,00 1,60 1,51 1,77 1,35 1,38

 

 

 

Bestand mittlere Dichte Rasterfrequenz Besetzte Raster
5.500 BP 7,2 BP/km² 70,2 % 536