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Geschlecht

Federkleid

 

 

Datum

Ort

Fotograf

 

 

adult

 

 

27.08.2012

NSG Fischbeker Heide

Andreas Giesenberg

Beobachtungsauswertung 2012 - 2015
Auszug aus dem Brutvogelatlas (Mitschke 2012)
Auszug aus dem Brutvogelatlas (Mitschke & Baumung 2001)

 

Beobachtungsauswertung 2012 - 2015

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Status
häufiger Brutvogel und Durchzügler 

Baumpieper wurden fast ausschließlich aus den ländlichen Bereichen des Berichtsgebiets gemeldet. Auffällig ist hierbei, daß es nur sehr wenige Brut- oder Revierpaarmeldungen gab, die als Zufallsbeobachtung bzw. ornitho.de gemeldet wurden, was wohl auf die relative Häufigkeit der Art zurückzuführen ist.

 

Brut

Beispiele aus Revierkartierungen aus 2014

 2014   21 Rev./100ha   Duvenstedter Triftweg/HH   I. Poerschke
 2014   21 Rev./100ha   Duvenstedter Br./Großes Moor/ HH  I. Poerschke

 

Früheste Beobachtungen von fütternden Altvögeln

 30.05.2014   5 Ind.  Feldmark N Stapelfeld/OD   A. Mitschke
 30.05.2014  1 Ind.  Höltigbaum/HH  A. Mitschke
 09.06.2014  5 Ind.  Duvenstedter Br./ Ziegenmelkerbusch /HH  J. Berg

 

 

Zug / Rast

Erstbeobachtungen im Berichtszeitraum

 23.03.2012   1 Ind.  N ziehend, St. Pauli Landungsbrücken/HH   F. Bindrich 
 09.04.2013  2 Ind.  Schnaakenmoor/HH  N.Netzler
 02.04.2014  1 Ind.  Stellmoorer Tunneltal/HH  W. Schmid
 04.04.2015  1 Ind.  Wandse-Stauteich/HH  W.Jansen

 

Letztbeobachtungen im Berichtszeitraum

 20.10.2012   1 Ind.  Himmelmoor/PI   J. Chmill
 20.10.2012   2 Ind.  Schnaakenmoor/PI  N. Netzler
 19.10.2013   1 Ind.  Schulauer Hafen/PI  F. Bindrich
 08.10.2014   1 Ind.  Hamburger Yachthafen/PI  A. Mitschke
 12.10.2018   1 Ind. Hamburger Yachthafen/PI  A. Mitschke

 

Die Beobachtung vom 23.03.2012 ist zusammen mit einer Beobachtung von 1982 die sechstfrüheste Beobachtung im Berichtsgebiet. Die beiden Meldungen vom 20.10.2012 und die Beobachtung vom 19.10.2013 sind mit  anderen Meldungen der Vergangenheit die zweit- bzw. drittspätesten Beobachtungen im Berichtsgebiet.

Ungewöhnlich spät vollzog sich der Frühjahrszug 2013. Der Median der ersten 20 Beobachtungen aus 2013 ist der 14.04., was 9 Tage hinter dem Median der Jahre 1963-1977 und 1988-2014 liegt. Der späte Median diese Jahres spiegelt wieder, dass der März 2013 der zweitkälteste März der letzten 50 Jahre war. Der folgende ebenfalls sehr kalte Aprilbeginn 2013 löste einen starken Zugstau in Süddeutschland aus und verhinderte einen früheren Durchzug.

 

Herausragende Zugtage

 04.09.2013   264 Ind.  Hamburger Yachthafen/PI  A.Mitschke
 10.09.2012  132 Ind.  Hamburger Yachthafen/PI  A.Mitschke

Bearbeitung von Gunnar Fick


 

Auszug aus dem Brutvogelatlas (Mitschke 2012)

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Bestand insgesamt 2.100 Reviere Besiedelte TK4 67 (84%)
Bestand in Hamburg 630 Reviere Besiedelte km² in HH 116 (15%)
Dichte insgesamt 0,9 Rev./km² Trend abnehmend
Dichte in Hamburg 0,8 Rev./km² Gefährdung  RL NI V

 

Charakteristik
Der Baumpieper ist typisch für locker mit Bäumen bestandene Landschaften.

Verbreitung
Die Art zeigt eine disjunkte Verbreitung mit häufigeren Vorkommen auf der Stader Geest (Rüstjer Forst, südlich Buxtehude), rund um die Holmer Sandberge, in den Geestrandmooren bei Neugraben, am nördlichen Stadtrand mit dem Duvenstedter Brook sowie auf dem Höltigbaum. Die Kulturlandschaft auf der Geest ist flächendeckend besiedelt, während im Elbtal und im bebauten Teil der Stadt Nachweise weitgehend fehlen.

Lebensraum
Typische Lebensräume sind Waldränder, Lichtungen, extensives Grünland mit Einzelbäumen, Moore und Heiden. Als Bodenbrüter benötigt die Art stellenweise vegetationsfreie oder -arme Flächen zur Nahrungssuche, als Singwarte werden Einzelbäume bevorzugt.

Bestandstrend
Gegenüber dem frühen 20. Jahrhundert hat der Baumpieper viele Brutplätze im Hamburger Raum verloren (Dietrich 1928), was sich im Zuge zunehmender Bebauung in den letzten Jahrzehnten fortgesetzt hat (Mitschke & Baumung 2001). Auch für das schleswig-holsteinische Umland ergibt sich eine leichte Abnahme (1985-1994 1.500 RP, Berndt et al. 2002; 2004-2008 1.200 RP).

Anmerkungen
Extensive Nutzung und Habitatmanagement haben die Art lokal gefördert (Moorgürtel, Duvenstedter Brook).

 


 

Auszug aus dem Brutvogelatlas (Mitschke & Baumung 2001)

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Verbreitung und Bestand
Das Vorkommen des Baumpiepers ist vollständig auf die Peripherie Hamburgs beschränkt. Während das Obstanbaugebiet im Alten Land und die gehölzreichen Übergangsmoore des Süderelberaums flächig besiedelt sind, fehlt der Baumpieper in den Vier- und Marschlanden weitestgehend. Auf der Geest liegen die Vorkommensschwerpunkte nördlich der Elbe im Klövensteen/Schnaakenmoor (35 BP), Hummelsbütteler Feldmark/Wittmoor (75 BP), Duvenstedter Brook (150 BP) und auf dem Höltigbaum (100 BP) und südlich der Elbe in der Fischbeker Heide (75 BP). Insgesamt brüten 420 BP von 620 BP in Hamburg auf der Geest.
Der Baumpieper erreicht in Hamburg eine mittlere Dichte von 0,8 BP/100 ha und eine Rasterfrequenz von 15,2 %. In seinen Vorkommensschwerpunkten wurden Dichten von 25 bzw. 32 BP pro km2 ermittelt (Höltigbaum, Duvenstedter Brook). Kleinflächig wurde auf dem Höltigbaum bis zu 2,40 BP/10 ha (PF 100 ha) bzw. 4,02 BP/10 ha (PF 49,8 ha) erreicht.

Lebensraum
Der Baumpieper bevorzugt in Hamburg Trockenstandorte mit teilweise lückiger Bodenvegetation (Fischbeker Heide, Schnaakenmoor, Höltigbaum, Boberger Niederung) bzw. reich strukturierte Feuchtgrünländer und Restmoore (Süderelbemoore, Duvenstedter Brook, Raakmoor, Wittmoor). Das fast vollständige Fehlen auf den nährstoffreichen Marschböden der Vier- und Marschlande dokumentiert die Vorliebe des Baumpiepers für lückig bewachsene Flächen in Kombination mit erhöhten Singwarten (Waldränder, Einzelbäume).

Bestandsentwicklung
In den letzten Jahrzehnten sind eine Reihe von isolierten Einzelvorkommen verwaist: Volkspark, Tierpark Hagenbeck, Niendorfer Gehege, Stadtpark, Öjendorfer See, Bramfelder See, Horner Rennbahn und Karlshöhe. Im östlichen Süderelberaum und Volksdorf sind im Zusammenhang mit der Zersiedlung der Landschaft und weiteren Industrieansiedlungen ebenfalls Areale aufgegeben worden. Auch inzwischen geschlossene Waldgebiete in den Harburger Bergen bzw. am Wohldorfer Wald sind verwaist. In der Zeit von 1960 bis 1990 sind rund 30 % des ehemaligen Areals aufgegeben worden.

 

Dichte auf Probeflächen   Feucht-
gebiete
Obst-
anbau
Feld-
mark
Grün-
land
 Baumpieper Hektar 475,1 539 1088,4 3266,2
  Anzahl
Probeflächen
16 13 31 64
  Reviere 38 20 85 19
  Stetigkeit 37,5 69,2 35,5 14,1
Dichte Median 0,00 0,46 0,00 0,00
[Reviere/10ha] Mittelwert 0,44 0,42 0,53 0,05
  Standard-
abweichung
0,71 0,39 1,01 0,17

 

 

 

Bestand mittlere Dichte Rasterfrequenz Besetzte Raster
620 BP 0,8 BP/km² 15,2 % 116