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Geschlecht

Federkleid

 

 

Datum

Ort

Fotograf

 

 

adult

 

 

12.12.2015

Junkernfeldsee

Andreas Giesenberg

 


Auszug aus dem Brutvogelatlas (Mitschke 2012)

 

 

Bestand insgesamt 190 Reviere Besiedelte TK4 20 (25%)
Bestand in Hamburg 70 Reviere Besiedelte km² in HH 13 (2%)
Dichte insgesamt 0,08 Rev./km² Trend abnehmend
Dichte in Hamburg 0,09 Rev./km² Gefährdung RL SH 3

 

Charakteristik
Die Wacholderdrossel ist ein Koloniebrüter mit nur noch sporadischem Vorkommen im Hamburger Raum.

Verbreitung
Verbreitungsschwerpunkt ist die niedersächsische Elbmarsch mit dem Alten Land, wobei sich das Vorkommen in Hamburg bis nach Finkenwerder erstreckt. Außerhalb dieses geschlossenen Verbreitungsgebietes gelangen in den letzten Jahren nur noch Einzelnachweise in Waldenau, Halstenbek, bei Fleestedt, in der Oberalsterniederung, bei Glashütte, Bargteheide, im Stellmoorer Tunneltal, in Kirchwerder, Neuengamme und südlich des Sachsenwaldes.

Lebensraum
Bruten finden in Baumreihen oder Feldgehölzen in der offenen Kulturlandschaft statt, wobei die Nester im Hamburger Raum gern in Pappeln angelegt werden. Im Alten Land sind Bruten in den Obstbauflächen kaum noch möglich, weil die modernen Niederstammanlagen dafür ungeeignet sind.

Bestandstrend
Die Wacholderdrossel hat den Hamburger Raum erst ab 1966 besiedelt (Glutz von Blotzheim et al. 1988), erreichte ihr Bestandsmaximum in den 1980er Jahren und geht seitdem stark im Bestand zurück.

Anmerkungen
Die Art erreicht im Hamburger Raum ihre nördliche Verbreitungsgrenze in Deutschland, sodass Bestandsschwankungen arealgeografisch bedingt sind.

 


Auszug aus dem Brutvogelatlas (Mitschke & Baumung 2001)

Verbreitung und Bestand
Die Wacholderdrossel ist in ihrer Verbreitung in Hamburg fast gänzlich auf das Elbtal beschränkt und zeigt hier drei Schwerpunkte: Altes Land (170 BP), Neuland/Gut Moor (16 BP) und Vier- und Marschlande (16 BP, vor allem Ochsenwerder, Neuengamme). Auf der Geest wird nur im Westen Hamburgs die Rissen-Sülldorfer Feldmark (15 BP) besiedelt. Ein 1997 zwischen Anfang Mai und Anfang Juni beobachteter Vogel im innenstadtnahen Alsterpark wird als Nichtbrüter gewertet.
Der Gesamtbestand in Hamburg beträgt 225 BP, was einer mittleren Dichte von 0,3 BP/100 ha entspricht. Die Wacholderdrossel erreicht dabei eine Rasterfrequenz von 8,0 %. Die höchsten Dichten pro km2 liegen bei 16 BP (Neuenfelde, Cranz) und auf Probeflächen bei 2,86 BP/10 ha (PF 35,0 ha, Cranz) bzw. 2,19 BP/10 ha (PF 32,0 ha, Neuenfelde).

Lebensraum
Wacholderdrosseln brüten gerne gesellig in Baumreihen oder Feldgehölzen innerhalb der offenen Landschaft. Dabei wird feuchtes Grünland im Elbtal als Nahrungsfläche bevorzugt. Brutkolonien liegen vor allem im Alten Land oft in Pappelgehölzen. Der Anspruch an eine ausreichende Nesthöhe schränkt die Besiedlung der inzwischen weitgehend auf Niederstamm umgestellten Obstbauflächen ein. In Hochstammanlagen finden sich dagegen regelmäßig Brutkolonien. Eine größere Scheu gegenüber dem Menschen besteht nicht, wie mehrjährig besetzte Brutplätze im Dorf Sülldorf und den Obstmarschendörfer dokumentieren.

Bestandsentwicklung
Die Wacholderdrossel hat viele in den letzten dreißig Jahren besiedelte Brutgebiete in den letzten Jahren wieder aufgegeben. Dazu gehören auf der Geest im Hamburger Westen Iserbrook, Schnelsen oder das Elbufer bei Wittenbergen sowie in Bramfeld. Insbesondere in den letzten Jahren sind auch im Elbtal zahlreiche Vorkommen vor allem in den Vier- und Marschlanden erloschen. Nur in Ausnahmefällen ist die Ursache so eindeutig festzumachen wie auf der Elbinsel Neßsand, wo eine langjährig dokumentierte Kolonie Anfang der 1990er Jahre nach Ansiedlung des Habichts aufgegeben wurde.

 

 

Bestand mittlere Dichte Rasterfrequenz Besetzte Raster
225 BP 0,3 BP/km² 8,0 % 61