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02.10.2016

KESt Wedeler Marsch

Claudia von Valtier

 

Beobachtungsauswertung 2012 - 2015

 

Status
seltener Durchzügler

Insgesamt liegen für die Jahre 2012 - 2015 zweiundzwanzig Beobachtungen des Strandpiepers vor. Hiervon fallen achtzehn auf das Jahr 2012, drei auf 2013, eine auf 2014 und drei auf 2015.

Beobachtet wurden Strandpieper fast ausnahmslos an der KESt Wedeler Marsch/PI und dem angrenzendem Fährmannsander Elbwatt bzw. Grünland. Einzig Beobachtungen von je einem Ind. an der Kleientnahme Krümse/WL vom 16.12.2013 durch V. DIERSCHKE und vom Spülfeld Moorburg/HH vom 22.09.2012 durch A. MITSCHKE belegen ein Auftreten an anderen Orten als der Wedeler Marsch.  

Die für den Hamburger Raum außergewöhnlich vielen Beobachtungen des Jahres 2012 beruhen eventuell auf einem bzw. zwei länger rastenden Strandpieper an der KESt Wedeler Marsch/PI und Umgebung.

So  liegen für den 09.09, den 12.09, den 16.09 und den 23.09.2012 Beobachtungen je eines Individuums vor. Vom 02.10 über den 09.10 bis 10.10.2012 wurden je zwei Strandpieper beobachtet. Verlängert wird die Zeitreihe durch 3 Beobachtungen von 04.11, 19.11 und 21.11.2012 je eines Ind.

Auch aus dem Jahr 2015 liegt von der KESt Wedeler Marsch/PI eine einwöchige Beobachtungsreihe mit je 2 Ind. vom 17.10., dem 18.10. und dem 24.10.2015 vor ( M.MÖLLENKAMP, H. LADIGES , S. + T. RUST. u.a.).

 

Zug
Alle Beobachtungen fallen in die Zeit des Herbstzuges. Einzig die Beobachtungen vom 11.02.2012 an der KESt Wedeler Marsch/PI durch A.DWENGER und vom 21.03.2012 im Fährmannsander Elbwatt/PI durch F.BINDRICH deuten ein gelegentliches Auftreten im Winter bzw. im Frühjahr an.

 

Früheste Herbstzugbeobachtung im Berichtszeitraum:   09.09.2012

Späteste Frühjahrszugbeobachtung im Berichtszeitraum:   21.03.2012

 

Maximale Truppstärke beobachteter Strandpieper

 20.09.2013  3 Ind.  Fährmannsander Elbwatt/PI  F. Bindrich
 02.10.2012  2 Ind.  Kleientnahme Krümse/WL  D. Schulze
 09.10.2012  2 Ind.  KESt Wedeler Marsch/PI  K. Wesolowski
 10.10.2012  2 Ind.  Kleientnahmen Krümse/WL  F. Braun u.a.

 Bearbeitung durch Gunnar Fick

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08.05.2015

KESt Wedeler Marsch

Christian Wegst

 

Beobachtungsauswertung 2012 - 2015

 

Status
seltener Durchzügler

 

Zug
Rotkehlpieper konnten im Jahr 2012 nur auf dem Wegzug, im Jahr 2013 nur auf dem Heimzug beobachtet werden. Für 2014 und 2015 liegen aus beiden Zugzeiten Beobachtungen vor.

 

Alle Beobachtungen der betrachteten Jahre

 02.10.2012  1 Ind.  Wedeler Marsch Fährmannsand/PI  C. Nissen 
 02.10.2012  2 Ind.  Wedeler Marsch Giesensand/PI  N. Netzler 
 03.10.2012  1 Ind.  Wedeler Marsch/PI  J. Dierschke u.a. 
 14.04.2013  3 Ind.  Pinnaumündung Nord/PI  F. Fröbel
 28.04.2014  1 Ind.  Kleientnahme Krümse/WL  V. Dierschke 
 20.05.2014  1 Ind.  Fährmannsander Elbwatt/PI, überfliegend  F. Bindrich 
 05.09.2014  1 Ind.  Curslack Wasserwerk/HH  F. Bindrich 
 08.05.2015  1 Ind.  Fährmannsander Elbwatt/PI  C. Wegst 
 17.05.2015  1 Ind.  KeSt Wedeler Marsch  L. Andersen u.a.
 25.09.2015  1 Ind.  Holzhafen und Billwerder Bucht /HH  M. Hennenberg

 

Die Wegzugsbeobachtungen des Jahres 2012 entfallen auf möglicherweise dieselben 1-2 Individuen, die vom 02.10.2012 bis 04.10.2012 an der Kleientnahmestelle Wedeler Marsch, den angrenzenden Weiden und dem Fährmannsander Elbwatt beobachtet wurden.

Mit der einzigen Beobachtung 2013 nördlich der Pinnaumündung, ein im Treibselspülsaum des Elbdeiches nach Nahrung suchender Trupp mit 3 Exemplaren, wurde die höchste Zahl gleichzeitig beobachteter Rotkehlpieper im Berichtszeitraum festgestellt. 

Während der Rotkehlpieper in den Jahren von 1965 bis 1997 nicht alljährlich festgestellt wurde, wird er seit 1998 mindestens einmal pro Jahr zu den Zugzeiten im Berichtsgebiet beobachtet. Ob diese Regelmäßigkeit in einem Ansteigen der Durchzüglerzahlen, jährlichen Zugplanbeobachtungen oder durch die höhere Beobachterzahl und evtl. bessere Kenntnis dieser anderen Piepern sehr ähnlichen Art begründet liegt, ist unklar.

Bearbeitung durch Gunnar Fick

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08.06.2017

Ravlunda / Schweden

Thorsten Stegmann

Auszug aus dem Brutvogelatlas (Mitschke & Baumung 2001) 

Bis Anfang der 1960er Jahre war der Brachpieper regelmäßiger Brutvogel in der Boberger Niederung. Weitere Reviere waren in der Fischbeker Heide (1950, 1958), auf dem Brachgelände am Bahnhof Langenfelde (2 Paare 1958), auf der Hohen Schaar und am Öjendorfer See (1954) besetzt. Das Verschwinden des Brachpiepers aus Hamburg ist vermutlich klimatisch bedingt und findet in ganz Norddeutschland seine Parallelen (LEUSCHNER 1974, BAUER & BERTHOLD 1996).  Lediglich 1995 brütete ausnahmsweise ein Paar auf der Hohen Schaar (MITSCHKE et al. 1997).

 

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10.11.2017

KESt Wedeler Marsch

Claudia von Valtier

 

Beobachtungsauswertung 2012 - 2015

 

Status
spärlicher Durchzügler / seltener Wintergast

Im Vergleich zu den 1990er und 2000er Jahren, mit einem Höhepunkt an Beobachtungen um das Jahr 2000, liegt die Anzahl der beobachteten Bergpieper ab dem Jahr 2010 deutlich niedriger. Maximal wurden im Berichtszeitraum 162 Ind. im Jahr 2015 gemeldet. Der Großteil der Beobachtungen fällt auf das Elbtal unter- und oberhalb Hamburgs. Abseits der Marschen wurden Bergpieper vor allem im Duvenstedter Brook, der Alsterniederung, den Timmenhorner Teichen, dem Stenzenteich und dem Butterbargsmoor gemeldet.

 

Zug
Die ersten Bergpieper wurden im Berichtszeitraum zwischen Ende August und Mitte Oktober beobachtet. Die letzten Berpieper verließen in das Gebiet jeweils Mitte April.

 

Früheste Herbstzugbeobachtungen der jeweiligen Jahre
27.08.2012,   03.09.2013,   13.10.2014,   25.09.2015

 

Späteste Frühjahrszugbeobachtungen der jeweiligen Jahre
15.04.2012,   16.04.2013,   11.04.2014,   23.04.2015

 

 

 

Maximale Truppstärken beobachteter Bergpieper

31.01.2015  60 Ind.  Oberalsterniederung/SE  J. Berg
09.01.2012  21 Ind.  Kleientnahmen Krümse/WL  G. Rastig
15.01.2012  18 Ind.  Kleientnahmen Krümse/WL  B. Eggert
13.12.2015  18 Ind.  Stenzenteich/OD  A. Frädrich
17.01.2013  10 Ind.  KESt Wedeler Marsch/PI  F. Braun


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14.06.2012

Bremen

Andreas Giesenberg

 


Auszug aus dem Brutvogelatlas (Mitschke 2012)

  

Bestand insgesamt 1.000 Reviere Besiedelte TK4 66 (83%)
Bestand in Hamburg 400 Reviere Besiedelte km² in HH 139 (18%)
Dichte insgesamt 0,4 Rev./km² Trend zunehmend
Dichte in Hamburg 0,5 Rev./km² Gefährdung  -

 

Charakteristik
Die Wiesenschafstelze besiedelt zur Zeit zunehmend die Ackerlandschaft.

Verbreitung
Die Art zeigt im Elbtal, auf der Geest südlich der Elbe und im Osten des Berichtsgebietes von der Oberalsterniederung bis nach Geesthacht eine geschlossene Verbreitung, während Nachweise aus dem Kreis Pinneberg abseits der Marschen selten sind und der bebaute Teil der Stadt gemieden wird.

Lebensraum
Die wichtigsten Brutgebiete liegen in der offenen Agrarlandschaft, wo neben Grünland zunehmend auch Ackerland besiedelt wird. Revierstandorte finden sich in der Regel an Wegen, Grabenrändern und Säumen, gelegentlich aber auch mitten in Feldern (v.a. in Raps). Einzelne Vorkommen haben v.a. im Hafen auf städtischen Brachflächen überdauert.

Bestandstrend
Während die Art im Stadtgebiet im Zuge des Verluste von Brachen und Baulücken weitgehend verdrängt worden ist (38 km² Stadtkorridor: 1982/83 20 RP, 1997-2000 4 RP, 2007/08 0 RP, Mitschke 2009), hat sich das Vorkommen im schleswig-holsteinischen Umland in den letzten 20 Jahren positiv entwickelt (1985-1994 150 RP, Berndt et al. 2002; 2004-2008 400 RP). In der Agrarlandschaft haben die Bestände auch im Elbtal Hamburgs zugenommen.

Anmerkungen
Die Wiesenschafstelze ist einer der ganz wenigen Bodenbrüter der Agrarlandschaft mit Bestandszunahmen.

 


Auszug aus dem Brutvogelatlas (Mitschke & Baumung 2001)

Verbreitung und Bestand
Schafstelzen brüten inzwischen fast nur noch im Elbtal. Die Verbreitungsschwerpunkte liegen dabei im Hafen (Waltershof, Altenwerder, Hohe Schaar, 95 BP), in den Grünlandgebieten Neulands (25 BP) und von Boberg über Allermöhe und Ochsenwerder bis in Teile der Vier- und Marschlande (v.a. Neuengamme, insgesamt 220 BP). Auf der Geest sind nur Einzelvorkommen (Lürade 2 BP, Sinstorf, Ohmoor, Hummelsbütteler Feldmark, Wohldorfer Graben 3 BP, Wohldorf 2 BP, Stellmoorer Tunneltal/Höltigbaum) besetzt. Insgesamt brüten in Hamburg 380 Paare. Die Art erreicht eine mittlere Dichte von 0,5 BP/100 ha und eine Rasterfrequenz von 15,6 %.
Pro km² werden bis zu 12 BP (Moorburg, Neuengamme), auf Probeflächen maximal 1,78 BP/10 ha (PF 22,4 ha, Neuland) bzw. 2,03 Rev./10 ha (PF 49,3 ha, Hohe Schaar) erreicht.

Lebensraum
In den Vier- und Marschlanden ist durch die Umwandlung von Grünlandstandorten in Ackerland vielerorts ein Flächenmosaik entstanden. Dabei scheint die Schafstelze eher in den durch Ackernutzung dominierten Teilflächen vorzukommen. Typische Grünlandstandorte unter den Brutgebieten der Schafstelze sind weiterhin die Elbvorländer (v.a. Altengamme) sowie die Westerweiden und Neuland. Auf der Geest werden ebenfalls vor allem Ackerflächen besiedelt.
In Hamburg für die Schafstelze von hoher Bedeutung sind weiterhin Spülfelder und Hafenbrachen im Stromspaltungsgebiet. Hier werden vor allem die mit üppiger Hochstaudenvegetation bewachsenen Dämme zwischen den einzelnen Spülflächen dicht besiedelt. Ehemals bekannte Brutplätze auf Brach- und Trümmerflächen im Stadtgebiet sind heute nicht mehr vorhanden (vgl. unten).

 

Bestandsentwicklung
Die Schafstelze hat in den letzten 40 Jahren in Hamburg im Bestand abgenommen. Auffallend ist vor allem die fast vollständige Räumung des Moorgürtels. Weitere Flächenverluste im Grünland sind für die Rissen-Sülldorfer Feldmark, Osdorfer Feldmark, Eidelstedter Feldmark, den Flughafen Fuhlsbüttel, die Hummelsbütteler Feldmark und Raakmoor dokumentiert. Im inneren Stadtbereich waren noch Anfang der 1980er Jahre Brutplätze in Hammerbrook/Klostertor (1982/83 8 BP!) besetzt, die inzwischen überbaut wurden. Schon vorher waren vereinzelte Ansiedlungen in Barmbek, Alsterdorf/City Nord und Borgfelde aufgegeben worden. Insgesamt ergibt sich zwischen 1960 und 1990 ein Arealverlust von 40 %.

 

Dichte auf Probeflächen   Hafen-
industrie
Acker-
land
Grün-
land
 Schafstelze Hektar 2667,1 211,2 3266,2
  Anzahl
Probeflächen
81 6 64
  Reviere 52 10 32
  Stetigkeit 25,9 33,3 25,0
Dichte Median 0,00 0,00 0,00
[Reviere/10ha] Mittelwert 0,19 0,47 0,14
  Standard-
abweichung
0,42 0,74 0,33

 

 

 

Bestand mittlere Dichte Rasterfrequenz Besetzte Raster
380 BP 0,5 BP/km² 15,6 % 119