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Federkleid

 

 

Datum

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adult

 

 

06.04.2015

NSG Finkenwerder Süderelbe

Andreas Giesenberg

 


Auszug aus dem Brutvogelatlas (Mitschke 2012)

  

Bestand insgesamt 6.000 Reviere Besiedelte TK4 80 (100%)
Bestand in Hamburg 3.000 Reviere Besiedelte km² in HH 606 (79%)
Dichte insgesamt 2,4 Rev./km² Trend zunehmend
Dichte in Hamburg 3,9 Rev./km² Gefährdung  -

 

Charakteristik
Die Bachstelze ist ein häufiger Kulturfolger und Nischenbrüter.

Verbreitung
Die Art zeigt sich vor allem im Elbtal entlang des niedersächsischen Ufers der Unterelbe über das Alte Land, das Stromspaltungsgebiet und die Vier- und Marschlande besonders häufig und ist in geringeren Dichten fast flächendeckend verbreitet. Lücken im Vorkommen finden sich nur in Teilen der Hamburger Innenstadt sowie in großen, geschlossenen Waldgebieten (Harburger Berge, Sachsenwald).

Lebensraum
Die Bachstelze brütet häufig an Gebäuden auf Bauernhöfen, in Dörfern, aber auch in freier Landschaft in Viehunterständen, unter Brücken etc. Auch die City Hamburgs ist alljährlich besiedelt, wobei die Brutplätze dort im Bereich der Dächer der Großstadt liegen müssen.

Bestandstrend
In den letzten Jahrzehnten hat der Bestand der Bachstelze langsam zugenommen (38 km² Stadtkorridor: 1982/83 23 RP, 1997-2000 57 RP, 2007/08 69 RP, Mitschke 2009), was auch für das Vorkommen im schleswig-holsteinischen Umland gilt (1985-1994 2.000 RP, Berndt et al. 2002; 2004-2008 2.300 RP). Auf Probeflächen erscheint das Vorkommen in den letzten zehn Jahren stabil.

Anmerkungen
Bachstelzen bevorzugen die Nähe von Gewässern, weil sich dort ein besonders gutes Nahrungs- (Insekten-)Angebot findet.

 


Auszug aus dem Brutvogelatlas (Mitschke & Baumung 2001)

Verbreitung und Bestand
Im Elbtal inklusive des Stromspaltungsgebietes mit dem Hamburger Hafen weist die Bachstelze eine fast flächige Verbreitung auf. Weitere wichtige Gebiete sind der Hamburger Westen mit der Rissen-Sülldorfer Feldmark sowie der Osten (Stellmoorer Tunneltal) und der Norden Hamburgs (Wittmoor, Wohldorf, Duvenstedter Brook). Verbreitungslücken werden einerseits in den großen Wäldern der Harburger Berge und im inneren Stadtbereich erkennbar. Insbesondere im Umfeld der Alster erreichen einzelne Paare der Bachstelze aber auch den inneren Stadtbereich.
Der Gesamtbestand der Bachstelze in Hamburg beläuft sich auf 3.000 BP, von denen 1.800 Paare im Elbtal siedeln. Die mittlere Dichte für ganz Hamburg liegt bei 3,9 BP/100 ha, pro km² werden maximal 20 bzw. 24 BP erreicht (Nincop, Cranz, Volksdorf). Kleinflächig wurden Dichten bis 3,35 BP/10 ha (PF 14,9 ha, Neuland), 3,48 BP/10 ha (PF 31,6 ha, Nincop) bzw. 3,71 BP/10 ha (PF 27,0 ha, Ochsenwerder) nachgewiesen. Die Rasterfrequenz der Bachstelze in Hamburg beträgt 75,5 %.

Lebensraum
Die höchsten Dichten werden im ländlichen Raum (Altes Land, Neuland, Neuengamme, Curslack etc.) erreicht, wo Brutplätze oft in enger Anlehnung an Gebäude mit landwirtschaftlicher Funktion (Stallungen, Dunghaufen mit entsprechendem Insektenangebot) zu finden sind. Die hohe Anpassungsfähigkeit an die Art des Brutplatzes ermöglicht eine vergleichsweise weite Verbreitung. So sind in der offenen Landschaft regelmäßig Viehunterstände besetzt. Auch Brücken in der grabenreichen Marsch sind oft gewählte Brutplätze, die in unmittelbarer Gewässernähe ein reiches Nahrungsangebot gewährleisten.

 

Bestandsentwicklung
Im inneren Stadtgebiet sind einige nach dem Zweiten Weltkrieg mit seinen großflächigen Zerstörungen besetzte Brutgebiete inzwischen wieder aufgegeben worden. Meist sind die Freiflächen, die für die Nahrungssuche benötigt werden, inzwischen überbaut. Ein regionaler Schwerpunkt für Arealaufgaben ist östlich der Alster zwischen Barmbek, Hohenfelde und Hamm erkennbar.

 

Dichte auf Probeflächen   Hafen,
Industrie
Block-
bebauung
Garten-
stadt
Klein-
gärten
Grün-
anlage
Dorf
Bachstelze Hektar 2667,1 2275,4 5430,2 457,6 488,5 1930,4
  Anzahl
Probeflächen
81 80 196 19 21 57
  Reviere 156 34 154 15 18 248
  Stetigkeit 72,8 26,3 43,4 36,8 52,4 98,2
Dichte Median 0,61 0,00 0,00 0,00 0,36 1,16
[Reviere/10ha] Mittelwert 0,59 0,15 0,31 0,26 0,38 1,32
  Standard-
abweichung
0,49 0,33 0,50 0,47 0,41 0,80
    Feucht-
gebiete
Obst-
anbau
Feld-
mark
Acker-
land
Grün-
land
 
  Hektar 475,1 539 1088,4 211,2 3266,2  
  Anzahl
Probeflächen
16 13 31 6 64  
  Reviere 42 61 56 12 125  
  Stetigkeit 81,3 100,0 71,0 100,0 68,8  
Dichte Median 0,81 1,45 0,43 0,61 0,31  
[Reviere/10ha] Mittelwert 1,01 1,29 0,57 0,58 0,52  
  Standard-
abweichung
0,89 0,56 0,62 0,21 0,54  

 

 

 

Bestand mittlere Dichte Rasterfrequenz Besetzte Raster
3.000 BP 3,9 BP/km² 75,5 % 576