Bildinfo

Geschlecht

Federkleid

 

 

Datum

Ort

Fotograf

 

 

adult

 

 

22.06.2014

Fardumeträsk See, Gotland (S)

Hans-Hermann Harms

Beobachtungsauswertung 2012 - 2015

 


Auszug aus dem Brutvogelatlas (Mitschke 2012)

 

 

Bestand insgesamt 47 Reviere Besiedelte TK4 37 (46%)
Bestand in Hamburg 19 Reviere Besiedelte km² in HH 19 (3%)
Dichte insgesamt 0,02 Rev./km² Trend stabil
Dichte in Hamburg 0,02 Rev./km² Gefährdung RL HH 3, NI 3, SH 3

 

Charakteristik
Der Baumfalke ist ein erst Ende April oder im Mai eintreffender, spärlich verbreiteter Greifvogel, der sich vor allem von Insekten (v.a. Libellen) ernährt.

Verbreitung
Die Verbreitung ist lückenhaft und erstreckt sich von der Pinneberger Geest über die Wälder und Grünanlagen Hamburgs (Klövensteen, Elbhang, Friedhof Altona, Ohlsdorfer Friedhof, Wandsbeker Gehölz, Volksdorfer Wald, Duvenstedter Brook) bis nach Stormarn und in den Raum Geesthacht. Südlich der Elbe sind u.a. Moorgürtel, Haake und Außenmühlenpark besiedelt.

Lebensraum
Der Baumfalke nutzt zur Brut vor allem alte Krähennester und siedelt gerne am Waldrand, in kleinen Feldgehölzen oder in ungestörten Abschnitten größerer Grünanlagen (v.a. Friedhöfe). Gelegentlich kommt es auch zu Bruten auf Strommasten.

Bestandstrend
In den 1980er Jahren hat der Baumfalke eine Reihe von Brutplätzen in Parks und Friedhöfen der Stadt erstmals besiedeln können. Dem stehen Lebensraumverluste durch Entwässerung und Überbauung im Randbereich der Stadt gegenüber.

Anmerkungen
Der Baumfalke ist in seiner Ernährung besonders auf Libellen spezialisiert und düffte von den Vernässungsmaßnahmen z.B. im Duvenstedter Brook, Schnaakenmoor und Wittmoor deutlich profitiert haben. 

 


Auszug aus dem Brutvogelatlas (Mitschke & Baumung 2001) 

Verbreitung und Bestand
Der Baumfalke gehört mit 17 BP zu den seltenen Greifvögeln in Hamburg. Gebiete, in denen mehr als ein Brutpaar vorkommt, sind der Klövensteen (2-3 BP) und der Ohlsdorfer Friedhof (2 BP). Weitere Einzelvorkommen befinden sich in den Parks entlang des Elbhangs, im Altonaer Volkspark, Wandsbeker Gehölz, Krankenhaus Ochsenzoll und in Billwerder.

Lebensraum
Im Hamburger Raum bevorzugt der Baumfalke Waldrandlagen mit Altholzbeständen und waldartige Teile städtischer Grünanlagen. Die Umgebung des Neststandortes ist oft gekennzeichnet durch nahrungsreiches, offenes Gelände sowie Gewässernähe (z. B. Ohlsdorfer Friedhof und Harburger Außenmühle). Baumfalken benötigen alte Horste anderer Arten zur Brut. Untersuchungen in Hamburg zeigten, daß die Rabenkrähe mit Abstand der wichtigste Horstbauer für den Baumfalken ist (HAERDER in HOLZAPFEL et al. 1984b). Stadtnahe Revierpaare sind nach Beobachtungen von DWENGER (mdl.) weitgehend auf die Erbeutung von Sperlingsvögeln übergegangen und jagen auch im besiedelten Raum.

Bestandsentwicklung
Dem Einwandern des Baumfalken in die Stadt in den 1980er Jahren mit der Besiedlung des Ohlsdorfer Friedhofs, des Altonaer Volksparks und des Wandsbeker Gehölzes steht ein Arealverlust im nordöstlichen Stadtgebiet gegenüber. Ehemalige Brutgebiete entlang des Alsterlaufs in Wellingsbüttel und Poppenbüttel sowie der Wohldorfer Wald sind aktuell nicht mehr besiedelt. Insgesamt dürfte der Baumfalkenbestand in den letzten Jahrzehnten in Hamburg zurückgegangen sein. 

 

 

Bestand mittlere Dichte Rasterfrequenz Besetzte Raster
17 BP 0,0 BP/km² 2,2 % 17