Bildinfo

Geschlecht

Federkleid

 

 

Datum

Ort

Fotograf

 

 

adult

 

 

20.05.2015

NSG Wallnau / Fehmarn

Andreas Giesenberg

Beobachtungsauswertung 2012 - 2015

 


Auszug aus dem Brutvogelatlas (Mitschke 2012)

 

 

Bestand insgesamt 3 Reviere Besiedelte TK4 2 (3%)
Bestand in Hamburg 1 Reviere Besiedelte km² in HH 1 (0,1%)
Dichte insgesamt 0,0 Rev./km² Trend abnehmend
Dichte in Hamburg 0,0 Rev./km² Gefährdung  RL HH 2, NI 1, SH 2

 

Charakteristik
Die Zwergseeschwalbe brütet an den Küsten auf vegetationslosen Stränden und Sandbänken, sie benötigt im Hamburger Raum vergleichbare Strukturen.

Verbreitung
Brutplätze befinden sich in Moorfleet (1 BP) und in der Winsener Marsch (2 BP).

Lebensraum
Besiedelt werden immer vegetationsfreie Offenflächen, in den allermeisten Fällen sandige Aufspülungen, gelegentlich auch Großbaustellen im Elbtal sowie vegetationsfreie Sandbänke in Bodenentnahmestellen.

Bestandstrend
In der Zeit von 1960 bis 1990 wurden im Hamburger Raum maximal 76 BP (1970, Holzapfel in Garthe 1996) registriert. Nach Einstellung großflächiger Sandaufspülungen gingen die Bestände bereits Anfang der 1980er Jahre deutlich zurück und lagen nach 1985 immer unter 10 BP. In den letzten Jahren wurden nur noch Einzelpaare nachgewiesen, sodass ein vollständiges Verschwinden der Art erwartet werden kann.

Anmerkungen
In früheren Jahrhunderten mag die Zwergseeschwalbe im Urstromtal der Elbe, das damals eine natürliche Fließgewässerdynamik mit jährlich neu entstehenden, vegetationsfreien Sandbänken aufwies, vorgekommen sein. Die Ansiedlungen im 20. Jahrhundert basieren auf Eingriffen des Menschen in die Flusslandschaft und sind offenbar vorübergehenden Charakters.

 


Auszug aus dem Brutvogelatlas (Mitschke & Baumung 2001) 

Im Kartierungszeitraum brütete die Zwergseeschwalbe nur noch auf der Großbaustelle in Neu-Allermöhe mit 3-4 Paaren. Die Art brütet in Hamburg ausschließlich auf künstlich geschaffenen Flächen, wie z. B. Spülfeldern und sandigen Großbaustellen im Elbtal. Die aktuellen Bruthabitate in Neu-Allermöhe sind große, vegetationslose Sandflächen, die zur Vorbereitung für die Bebauung geschaffen wurden und in den nächsten Jahren verloren gehen. 

Durch Aufwuchs höherer Vegetation oder Überbauung gehen die Flächen rasch verloren. Der Bestand der Zwergseeschwalbe hat in den letzten 30 Jahren in Hamburg stark abgenommen. In 1970 brüteten noch 41 Paare, in 1985 noch 11 Paare und in den 1990er Jahren max. 4 Paare (HOLZAPFEL in GARTHE 1996).