Hat jemand ein schönes Bild eines Schilfrohrsängers und ist bereit es an dieser Stelle kostenfrei für uns zur Verfügung zu stellen?

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Bildinfo

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Federkleid

 

 

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Auszug aus dem Brutvogelatlas (Mitschke 2012)

 

 

Bestand insgesamt 210 Reviere Besiedelte TK4 25 (31%)
Bestand in Hamburg 90 Reviere Besiedelte km² in HH 45 (6%)
Dichte insgesamt 0,09 Rev./km² Trend zuletzt zunehmend
Dichte in Hamburg 0,1 Rev./km² Gefährdung RL HH 3, NI 3


Charakteristik
Der Schilfrohrsänger bewohnt v.a. Grabensysteme im Feuchtgrünland.

Verbreitung
Das Vorkommen der Art konzentriert sich stark im Elbtal mit Schwerpunkten in der Haseldorfer Marsch und vor allem in den Vier- und Marschlanden. Vereinzelte Vorkommen bestehen auch auf der Geest (Öjendorfer See, Stellmoorer Tunneltal/Höltigbaum, Bargfeld-Stegen, Forst Hagen, Timmerhorner Teiche, Jersbek/Neuenteich, Nienwohlder Moor, Delingsdorf, Oetjendorf, Kranika).

Lebensraum
Lebensräume befinden sich in schütterem Schilf, oft im Feuchtgrünland entlang von Gräben. Bei ausreichender Grabenrand-Vegetation werden auch Ackerflächen besiedelt. Im Tidebereich der Elbe ist die Art nur selten vertreten.

Bestandstrend
In den 1930er Jahren war der Schilfrohrsänger „der häufigste Rohrsänger Hamburgs“ (Tantow 1936), auch in den 1960er Jahren brüteten wenigstens 200-220 RP (Garthe & Mitschke 1994). Nach einem europaweiten Bestandszusammenbruch Ende der 1960er Jahre hat sich der Bestand nur langsam und teilweise erholt (Angaben für Hamburg: Ende der 1970er Jahre 50-70 RP, Anfang der 1990er Jahre 30-40 RP, 1997-2000 85 RP; Holzapfel et al. 1982, Garthe & Mitschke 1994, Mitschke & Baumung 2001).

Anmerkungen
In den Kirchwerder Wiesen gehört die Art zu den Charaktervögeln der Landschaft und profitiert von der extensiven Bewirtschaftung.

 


Auszug aus dem Brutvogelatlas (Mitschke & Baumung 2001)

Verbreitung und Bestand
Der Schilfrohrsänger kommt nur im Elbtal vor und zeigt hier eine sehr lückige Verbreitung. Besetzt sind an der Unterelbe Neßsand, das Südufer des Mühlenberger Lochs, die Süderelbemoore (alle nicht alljährlich) und Moorburg (zusammen 4-6 Rev.). Vor größerer Bedeutung sind Wilhelmsburg mit Heuckenlock und Rhee (insgesamt 18 Rev.) und vor allem Teile der Vier- und Marschlande mit den Kirchwerder Wiesen im Zentrum (insgesamt 55-60 Rev.). Für ganz Hamburg ergibt sich daraus ein Bestand von 85 BP, eine mittlere Dichte von 0,1 BP/100 ha und eine Rasterfrequenz von 5,5 %. Die mit Abstand größten Dichten fanden sich dabei im NSG Kirchwerder Wiesen, wo pro km2 bis zu 11 Rev. gezählt wurden.

Lebensraum
Der typische Lebensraum des Schilfrohrsängers in Hamburg findet sich in den Vier- und Marschlanden, wo das Grünland von einem dichten Grabennetz durchzogen wird, das von schütterem Schilf und teilweise Weidengebüschen gesäumt wird. Der Schilfrohrsänger besiedelt dabei auch Ackerstandorte, sofern die grabenbegleitende Vegetation einen breiteren Streifen bildet. Die Gesangsplätze auf Neßsand, am Mühlenberger Loch und im Heuckenlock zeigen, daß in Ausnahmefällen auch Schilf- und Gebüschstreifen besiedelt werden, die im Tidebereich der Elbe liegen. 

Bestandsentwicklung
Der Schilfrohrsänger ist in Hamburg innerhalb der letzten Jahrzehnte drastisch im Bestand zurückgegangen. In den 1930er Jahren war die Art der häufigste Rohrsänger Hamburgs (TANTOW 1930). GARTHE & MITSCHKE (1994) schätzen den Bestand in den 1960er Jahren auf mindestens 200-220 Paare. Wahrscheinlich lag er noch deutlich höher, wie die Diskrepanz in den aktuellen Bestandsschätzungen auf Basis von Zufallsdaten (30-40 Paare bei GARTHE & MITSCHKE 1994) und nach systematischer Gesamtkartierung andeutet. Sämtliche Brutplätze auf der Geest (z.B. Eppendorfer Moor, Bramfelder See, Oberalster zwischen Wellingsbüttel, Hummelsbüttel und Sasel, Harburger Außenmühle) sind bis Mitte der 1970er Jahre erloschen. Einzige Ausnahme war ein Vorkommen 1995 und 1996 an Teichen auf dem Desy-Gelände in Bahrenfeld. In der Marsch sind Vorkommen an der Alten Süderelbe, auf der Hohen Schaar und im Moorgürtel erloschen. Diese Bestandsrückgänge finden ihre Entsprechung in ganz Mitteleuropa und werden für die 1960er Jahre auf negative Einflüsse im Winterquartier zurückgeführt (GLUTZ VON BLOTZHEIM & BAUER 1991). In Hamburg sind die damaligen Bestandseinbrüche durch Lebensraumzerstörungen an der Alten Süderelbe, in Altenwerder, auf der Hohen Schaar und an den Geestbrutplätzen verstärkt worden. Insgesamt ergibt sich seit 1960 ein Arealschwund von mehr als 60%. 

 

 

Bestand mittlere Dichte Rasterfrequenz Besetzte Raster
85 BP 0,1 BP/km² 5,5 % 42