Bildinfo

Geschlecht

Federkleid

 

 

Datum

Ort

Fotograf

 

Männchen

adult

 

 

04.06.2008

Boltenhagen / MV

Hans-Herman Harms

 


Auszug aus dem Brutvogelatlas (Mitschke 2012)

Bestand insgesamt 12 Reviere Besiedelte TK4 4 (5%)
Bestand in Hamburg 0 Reviere Besiedelte km² in HH 0 (0%)
Dichte insgesamt 0,01 Rev./km² Trend schwankend
Dichte in Hamburg 0,00 Rev./km² Gefährdung RL HH R, SH V


Charakteristik
Der Karmingimpel zeigt an der Unterelbe ein inselartiges Vorkommen abseits sonstiger Brutgebiete.

Verbreitung
In den letzten Jahren regelmäßig besetzte Vorkommen fanden sich nur entlang der Unterelbe auf den Elbinseln zwischen Pagensand und Lühesand sowie in der Haseldorfer Marsch. Nachweise aus dem Duvenstedter Brook, der Reit und dem Hamburger Hafen fanden in den letzten Jahren keine Bestätigung mehr.

Lebensraum
Die Art besiedelt auf den Elbinseln dichte Gebüsche auf ehemals aufgespülten Brachflächen. Gesangsplätze befinden sich auch gerne am Rande von Schilfröhrichten in Weidengebüsch, sowohl im Tidebereich der Elbe als auch in binnenländischen Feuchtgebieten.

Bestandstrend
Der Karmingimpel brütete 1994 erstmals auf Pagensand und 1998 erstmals in Hamburg im Duvenstedter Brook. Während sich die Art auf den Elbinseln inzwischen mehr als 15 Jahre lang etablieren konnte, existieren bisher keine dauerhaften Ansiedlungen im Stadtgebiet von Hamburg.

Anmerkungen
Der Karmingimpel ist vor allem entlang der Ostseeküste in Mecklenburg-Vorpommern und Teilen Schleswig-Holsteins verbreitet. Es bleibt abzuwarten, inwieweit der jüngste Vorstoß an die Unterelbe dauerhaft Bestand haben wird.

 


Auszug aus dem Brutvogelatlas (Mitschke & Baumung 2001)

Der Karmingimpel ist unregelmäßiger Brutvogel Hamburgs. Während der Kartierperiode wurden singende Männchen im Duvenstedter Brook, im Blumensandhafen und in der Reit nachgewiesen. Im Duvenstedter Brook gelang 1998 erstmals ein Brutnachweis durch Nestfund (DEPKE & WESOLOWSKI 1998). Schon 1997 bestand Brutverdacht für die Reit. Weitere Gesangsnachweise des Karmingimpels in Hamburg liegen von Neßsand (1990) und aus der Boberger Niederung (1996) vor. Damit konzentriert sich das Vorkommen auf die Verlandungszonen des Elbtals, wo meist dichte Weidengebüsche, sowohl außen- als auch binnendeichs, besetzt sind. Die Häufung von Nachweisen in den 1990er Jahren und der erste Brutnachweis für Hamburg 1998 deuten eine leichte Zunahme an, die sich auch im Umland nachweisen lässt (MITSCHKE et al. 1999).