Bildinfo

Geschlecht

Federkleid

 

 

Datum

Ort

Fotograf

 

 

adult

 

 

09.09.2008

Friedrichsmoor / Lewitz

Hans-Hermann Harms

 


Auszug aus dem Brutvogelatlas (Mitschke 2012)

 

 

Bestand insgesamt 16 Reviere Besiedelte TK4 4 (5%)
Bestand in Hamburg 2 Revier Besiedelte km² in HH 2 (0,3%)
Dichte insgesamt 0,01 Rev./km² Trend unverändert
Dichte in Hamburg 0,0 Rev./km² Gefährdung -

 

Charakteristik
Die Bartmeise ist ein unauffälliger Bewohner großer Schilfgebiete.

Verbreitung
Die Art kommt regelmäßig nur in den großen Schilfgebieten um Pagensand, zwischen Krückau- und Pinnaumündung sowie in der Haseldorfer Marsch vor. Aus Hamburg liegen vereinzelte Nachweise von der Alten Süderelbe und vom Öjendorfer See vor.

Lebensraum
Besiedelt werden große Schilfgebiete, die sich an Flüssen oder Stillgewässern befinden. Das Tideröhricht wird besiedelt, obwohl das Nest meist dicht über dem Boden in Hochstauden oder verfilztem Altschilf angelegt wird.

Bestandstrend
Bartmeisen haben den Hamburger Raum erst in den späten 1960er Jahren von den Niederlanden aus besiedelt, erreichten in Hamburg Mitte der 1970er Jahre mit 3-5 RP ihr Bestandsmaximum und verschwanden nach dem Kältewinter 1978/79 wieder fast vollständig aus dem Berichtsgebiet (Garthe & Mitschke 1994). Bis spätestens Anfang der 1990er fand eine Erholung der Bestände auf das derzeitige Niveau statt.

Anmerkungen
Die Bartmeise streift im Winter weit umher und taucht dann auch in anderen Schilfgebieten des Elbtals auf.

 


Auszug aus dem Brutvogelatlas (Mitschke & Baumung 2001)

Die Bartmeise war in Hamburg schon immer nur ein seltener Brutvogel. Während der Kartierperiode waren Alte Süderelbe (1998 Brutnachweis), Reit und Öjendorfer Park (seit 1997 regelmäßig Brutzeitbeobachtungen) besetzt. Eine enge Bindung an größere Schilfgebiete schränkt das Vorkommen der Bartmeise in Hamburg stark ein. Bruthabitate müssen dabei eine flächige Ausdehnung haben, die uferbegleitenden Schilfstreifen im Tidebereich der Elbe z.B. auf Neßsand sagen ihr nicht zu. Größere Schilfflächen im Unterelberaum (Haseldorfer Marsch) werden trotz der im Tiderhythmus wechselnden Wasserstände regelmäßig angenommen. Ehemalige Brutplätze der Bartmeise in Hamburg liegen in der Reit und im Heuckenlock. Während sich das letztere Vorkommen nach dem Kältewinter 1978/79 nicht mehr bestätigen ließ, sind aus der Reit auch in den letzten Jahren Brutzeitnachweise bekannt. Hier ist mit einem jahrweisen Wiederauftreten jederzeit zu rechnen.