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 Prachtkleid

 

 

04.05.2018

Amrum / Odde

Andreas Giesenberg

 

Beobachtungsauswertung 2012 - 2015

 

Status

Seltener Durchzügler

Die Beobachtungen der Brandseeschwalbe im Berichtzeitraum folgen dem Muster der letzten Jahrzehnte. Ohne sturmbedingte "Einflüge" und daraus resultierender Verdriftung an Gewässer im Binnenland zeigt sich, daß sich das Auftreten der Art im Berichtsgebiet (fast) ausschließlich auf die Unterelbe beschränkt. Die Wegzugsbeobachtungen als auch die Anzahl der beobachteten Ind. auf dem Wegzug überwiegen hierbei die Heimzugsbeobachtungen und die Anzahl der beobachteten Ind. auf dem Heimzug.

(Siehe hierzu auch: S.Garthe; Die Vogelwelt von Hamburg und Umgebung, Band 3)

 

Alle Beobachtungen aus den Jahren 2012 - 2015

  2012   29.05.2012 2 Ind. Wedeler Marsch, PI C. Wegst
  25.07.2012 1 Ind. Fährmannssand, PI F. Bindrich
  31.08.2012 1 Ind. Mühlenberger Loch Elbsande
  03.09.2012 1 Ind. Hamb. Yachthafen, PI A. Mitschke
  03.09.2012 1 Ind. Elbe vor Hetlingen, PI K. Wesolowski
  15.09.2012 2 Ind. Hamb. Yachthafen, PI B. Kondziella
  18.09.2012 1 Ind. Hahnöfer Nebenelbe, STD A. Mitschke
2013 22.05.2013 1 Ind. Fischereihafen M. Tacke
  17.06.2013 1 Ind. Wedeler Marsch, PI              C. Wegst
  05.07.2013 1 Ind. Elbe vor Wittenbergen S. Baumung
  06.07.2013  3 Ind. Wedeler Marsch, PI NIWM
  14.08.2013  1 Ind. Fährmannssand, PI F. Bindrich
 2014 23.05.2014  1 Ind. Fährmannssand, PI F. Bindrich
  08.06.2014  1 Ind. Fährmannssand, PI F. Bindrich
  29.06.2014  1 Ind. Elbe vor Othmarschen G. Teenck
  21.08.2014  1 Ind. Hahnöfer Nebenelbe, STD A. Mitschke
  25.08.2014  1 Ind. Mühlenberger Loch C. Wegst
  23.08.-02.09.2014  1 Ind. Hamb. Yachthafen, PI  C. Wegst, G. Teenck, G. Fick
2015 01.05.2015 2 Ind. Fährmannssand, PI              G. Teenck
  22.05.2015 2 Ind. Dwarsloch, PI Elbsande

 

Bearbeitung durch Gunnar Fick und Marco Sommerfeld

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11.05.2016

Kleientnahme Wedel

Christoph Nissen

 

Beobachtungsauswertung 2012 - 2015

 

Status

spärlicher Durchzügler

Im Gegensatz zum 20. Jahrhundert erscheint die Weißflügel-Seeschwalbe auf dem Heimzug mittlerweile alljährlich im Berichtsgebiet. Die meisten Beobachtungen fallen auf das Jahr 2014, in dem sowohl in der Wedeler als auch in der Winsener Marsch mehrere Tage hintereinander Weißflügel-Seeschwalben beobachtet wurden, was auf ein längeres Rasten einiger Individuen in den genannten Gebieten hindeuten könnte. Während des Wegzuges gelangen von 2012-2015 nur 4 Beobachtungen von Weißflügel-Sesschwalben, für 2012 fehlen Wegzug-Beobachtungen völlig.

 

Alle Beobachtungen aus den Jahren 2012 - 2015

Heimzug

  2012   29.04. - 02.05. 8 - 13 Ind. Winsener Marsch, WL V. Dierschke, P. Scheithe u.a.
  17.05. - 18.05. 1 Ind. Hetlinger Schanze, PI F. Bindrich, C. Wegst, u.a.
  18.05. 1 Ind. Wedeler Marsch, PI S. Zirpel
2013 07.05. 13 Ind. Wedeler Marsch, PI F. Braun
  07.05. 4 Ind. Winsener Marsch, WL E. Göttgens, S. Krüger, u.a.
 2014  01.05.  18 Ind. Wedeler Marsch, PI F. Braun, M. Kandolf
   01.05. 1 Ind. Winsener Marsch, WL V. Dierschke, I. Poerschke
  15.05. - 18.05. max. 24 Ind. Wedeler Marsch, PI T. Habenicht, C. Nissen, u.a.
  15.05. - 17.05. max. 11 Ind. Winsener Marsch, WL I. Poerschke, u.a.
  16.05. 11 Ind. Außenalster/HH H. Besuch
  16.05. 5 Ind. Öjendorfer See/HH B. Eggert
  16.05. 2 Ind. Pinnaumündung, PI F. Fröbel
2015 08.05. 5 Ind. KeSt. Wedeler Marsch T. Stegmann, C. Wegst
  10.05. 1 Ind. KeSt. Krümse H.-U. Schumacher

 

 Wegzug

  2013       22.09.       1 Ind.   Hamburger Yachthafen, PI G. Teenck
2014 12.09. 6 Ind. Schulau, PI T. Schmidt
2015 19.08. 1 Ind. Außenalster/HH G. Teenck
  06.09. 1 Ind. Hamburger Yachthafen, PI G. Teenck

 

 Abb. 1:  Beobachtungsorte der Weißflügel-Seeschwalbe in den Jahren 2012 - 2015

 

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14.05.2013 

Düne Helgoland

Andreas Giesenberg

Beobachtungsauswertung 2012 - 2015

 


Auszug aus dem Brutvogelatlas (Mitschke 2012)

 

 

 

Bestand insgesamt 35 Reviere Besiedelte TK4 2 (3%)
Bestand in Hamburg 30 Reviere Besiedelte km² in HH 7 (1%)
Dichte insgesamt 0,01 Rev./km² Trend zunehmend
Dichte in Hamburg 0,04 Rev./km² Gefährdung -

 

Charakteristik
Die Heringsmöwe brütet vor allem an der Nordseeküste

Verbreitung
Die Vorkommen der Art befinden sich auf der Pionierinsel bei Lühesand sowie im Hamburger Hafen auf der Hohen Schaar. Umsiedlungen haben in den letzten Jahren neue Brutplätze in Waltershof und Steinwerder entstehen lassen.

Lebensraum
Neben Bodenbruten auf einer vegetationsarmen Elbinsel und dem Industrieareal auf alten Aufspülflächen der Hohen Schaar kommt es in den letzten Jahren zunehmend zu Dachbruten auf Flachdächern verschiedener Hafen- und Gewerbehallen.

Bestandstrend
1991 fand auf der Pionierinsel bei Lühesand die erste erfolgreiche Brut im Hamburger Raum statt, 2000 bestand erstmals Brutverdacht für ein Vorkommen auf der Hohen Schaar. Diese Vorkommen wuchsen auf 14 BP (Pionierinsel 2010) bzw. 24 BP (Hohe Schaar 2007) an. Im Hamburger Hafen ist das Vorkommen auf der Hohen Schaar nach 2009 aufgrund des Prädationsdrucks durch den Rotfuchs erloschen und hat sich auf verschiedene Flachdächer und Industriestandorte im Hafen verteilt.

Anmerkungen
Trotz der scheinbar engen Bindung der Art an die Nachbarschaft der Elbe ernähren sich Heringsmöwen im Hamburger Raum vor allem auf Grün- und Ackerland.

 


Auszug aus dem Brutvogelatlas (Mitschke & Baumung 2001) 

Erstmalig bestand im Jahr 2000 Brutverdacht für die Heringsmöwe in Hamburg. Bei der Zählung der Sturmmöwenkolonie auf der Hohen Schaar konnten zwei vermutliche Gelege der Heringsmöwe entdeckt werden. Gleichzeitig hielten sich 5 adulte Tiere in der Nähe auf.

 

 

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27.10.2012 

Este / Cranz

Andreas Giesenberg

Beobachtungsauswertung 2012 - 2015

 


Auszug aus dem Brutvogelatlas (Mitschke 2012)

 

 

 

Bestand insgesamt 20 Reviere Besiedelte TK4 2 (3%)
Bestand in Hamburg 0 Reviere Besiedelte km² in HH 0 (0%)
Dichte insgesamt 0,01 Rev./km² Trend unverändert sporadisch
Dichte in Hamburg 0,0 Rev./km² Gefährdung  RL HH 3

 

Charakteristik
Die Lachmöwe brütet im Hamburger Raum nur sporadisch und ist vor allem sehr häufiger Wintergast.

Verbreitung
Brutnachweise der Lachmöwe gelangen während der Kartierperiode 2005 bis 2008 auf der Pionierinsel bei Lühesand (2010 3 BP) und auf dem Gelände der Shell-Raffinerie auf der Hohen Schaar (2008 18 BP).

Lebensraum
Die Neststandorte befanden sich auf einer vegetationsarmen Elbinsel bzw. auf sandigen, in den 1930er Jahren aufgespülten Industriebrachen im Hamburger Hafen. Bruten fanden jeweils im Schutz großer Sturmmöwen-Kolonien statt.

Bestandstrend
Die Lachmöwe gehörte schon zu Beginn des 20. Jahrhunderts, als zeitweise eine Kolonie auf dem Gelände des heutigen Ohlsdorfer Friedhofs existierte, zu den seltenen und nur zeitweiligen Brutvögeln im Hamburger Raum. Vor allem im Rahmen verschiedener Spültätigkeiten kam es in den 1960er und 1970er Jahren etwas vermehrt zu Bruten, die spätestens 1989 ein Ende fanden. Die hier dokumentierten Vorkommen waren nach 2009 ebenfalls nicht mehr besiedelt.

Anmerkungen
Die Brutplatzaufgabe der Lachmöwe auf der Hohen Schaar stand mit der natürlichen Ansiedlung von Rotfüchsen im Koloniebereich im Zusammenhang.

 


Auszug aus dem Brutvogelatlas (Mitschke & Baumung 2001) 

Die Lachmöwe brütet in Hamburg nur sporadisch. Nach Bruten im Prökelmoor (heute Teil des Ohlsdorfer Friedhofs) Ende des 19. Jahrhunderts siedelte sich die Lachmöwe in Hamburg für jeweils wenige Jahre auf Spülfeldern in Francop (1971-1974 sowie 1981, maximal 25 BP) und am Neuländer Baggersee (1984-1988, maximal 8 BP) an. Für während der 1980er Jahre teilweise in der Sturmmöwenkolonie auf der Hohen Schaar anwesende Vögel konnte ein Brutnachweis nicht erbracht werden (MLODY in GARTHE 1996).

 

 

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02.05.2012 

Zingst

Andreas Giesenberg 

 

Die Fluss-Seeschwalbe gilt in Hamburg als mäßig häufiger Durchzügler.

 

 


Auszug aus dem Brutvogelatlas (Mitschke & Baumung 2001) 

Die Fluss-Seeschwalbe konnte Hamburg Ende der 1960er Jahre vorübergehend besiedeln, als die Spültätigkeiten im Hafen ihren Höhepunkt erreichten. Bruten bzw. Brutverdacht wurden aus Altenwerder (1967-1969) und Francop (1971) für jeweils ein Paar gemeldet (RICHTER in GARTHE 1996).