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Auszug aus dem Brutvogelatlas (Mitschke 2012)

 

 

Bestand insgesamt 28 Reviere Besiedelte TK4 13 (16%)
Bestand in Hamburg 7 Reviere Besiedelte km² in HH 5 (0,7%)
Dichte insgesamt 0,01 Rev./km² Trend unverändert
Dichte in Hamburg 0,01 Rev./km² Gefährdung RL HH V, NI 3

 

Charakteristik
Der Rohrschwirl bewohnt größere Röhrichte und kommt im Hamburger Raum am westlichen Arealrand in Deutschland vor.

Verbreitung
Verbreitungsschwerpunkte sind die Schilfwälder auf Pagensand, Auberg-Drommel und in der Haseldorfer Marsch. Außerdem stammen mehrere Nachweise aus der Winsener Marsch. Vereinzelte und teilweise nicht alljährlich besetzte Vorkommen sind für Moorburg, die Billwerder Insel, die Reit, den Duvenstedter Brook, den Öjendorfer See, bei Ahrensburg und Kuddewörde bekannt geworden.

Lebensraum
Vorkommen beschränken sich auf Schilfröhrichte, wobei auch der Tidebereich der Elbe besiedelt wird.

Bestandstrend
Der Rohrschwirl wurde in Hamburg erstmals 1949 nachgewiesen (Berndt & Schlenker 1974) und hat sich seitdem kaum ausgebreitet. Folgende Bestandsschätzungen liegen vor: Ende der 1970er Jahre 2 RP, Anfang der 1990er Jahre 5-10 RP, 1997-2000 8 RP, 2006 5 RP; Holzapfel et al. 1982, Garthe & Mitschke 1994, Mitschke & Baumung 2001, Mitschke 2007).

Anmerkungen
Im Hamburger Raum mangelt es abgesehen von den Inseln und Vorländereien an der Unterelbe an ausreichend großen Schilfgebieten, damit die Art sich fest etablieren und größere Bestände aufbauen kanng.

 


Auszug aus dem Brutvogelatlas (Mitschke & Baumung 2001)

Verbreitung und Bestand
Der Rohrschwirl ist seltener Brutvogel in Hamburg mit der Reit (4 Rev.) und dem Duvenstedter Brook (1 Rev.) als einzigen alljährlich besetzten Brutgebieten. Während der Kartierperiode wurde außerdem auf der Billwerder Insel ein Sänger nachgewiesen. Daneben sind Neßsand und der Öjendorfer Park bereits mehrfach als Gesangsplätze dokumentiert.

Lebensraum
Die Art zeigt eine enge Bindung an flach überstaute Schilfgebiete, in denen mehrere Jahre altes Schilf mit Vertikal- und Horizontalstrukturen vorhanden sein muß, wenn die Art bereits Mitte April aus den Winterquartieren zurückkehrt. Die ausgedehnten Schilfflächen im Tidebereich der Elbe werden dagegen nicht besiedelt, weil hier der wechselnde Wasserstand keine sichere Nestanlage erlaubt. Allerdings fanden sich Mitte der 1970er Jahre gelegentlich Sänger im Heuckenlock, in dem aber die landseitigen Teile während der meisten Hochwasserphasen nicht mehr überschwemmt werden.

Bestandsentwicklung
Insgesamt befindet sich der Rohrschwirl in einer langsamen Ausbreitungsphase und hat beispielsweise im Nachbarland Schleswig-Holstein zugenommen (BERNDT 1995). In Hamburg ist die Art erstmals 1949 aufgetreten (BERNDT & SCHLENKER 1974). Seitdem hat der Bestand aus Mangel an geeigneten Lebensräumen kaum zugenommen. Zwei mehrjährig besetzte Brutplätze sind inzwischen aufgegeben worden: Bramfelder See (1972 noch 3 Sänger) und Altenwerder (bis 1992, inzwischen überbaut). In der Reit tauchte die Art nach längerer Abwesenheit erst zehn Jahre, nachdem die Schilfmahd eingestellt worden war, wieder auf. 

 

 

Bestand mittlere Dichte Rasterfrequenz Besetzte Raster
8 BP 0,0 BP/km² 0,8 % 6

 

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Auszug aus dem Brutvogelatlas (Mitschke 2012)

 

 

Bestand insgesamt 60 Reviere Besiedelte TK4 33 (41%)
Bestand in Hamburg 30 Reviere Besiedelte km² in HH 30 (4%)
Dichte insgesamt 0,02 Rev./km² Trend schwankend
Dichte in Hamburg 0,4 Rev./km² Gefährdung


Charakteristik
Der Schlagschwirl kehrt erst Mitte Mai ins Brutgebiet zurück und besiedelt Gehölzbestände in Feuchtgebieten.

Verbreitung
Die Verbreitung zeigt zwei Schwerpunkte: Den Nordosten des Berichtsgebietes mit der Oberalsterniederung, dem Kleinhansdorfer und Duvenstedter Brook, der Stormarner Seenplatte und Stellmoorer Tunneltal/Höltigbaum, sowie auf der anderen Seite das Elbtal vom Moorgürtel bei Neugraben über das Stromspaltungsgebiet entlang der Elbe bis in die Winsener Marsch.

Lebensraum
Vorkommen der Art befinden sich im Hamburger Raum fast immer auf feuchten Standorten im Grünland, auf Brachen, in Feuchtgebieten, an Gewässerufern oder in breiteren Saumbiotopen, wobei Gebüsch bzw. niedrige Bäume als Singwarte und eine hohe Krautschicht zur Nestanlage benötigt werden.

Bestandstrend
Der Schlagschwirl ist erst seit 1988 regelmäßiger Brutvogel in Hamburg und erreichte bereits Anfang der 1990er Jahre einen Bestand von 15-20 RP (Garthe & Mitschke 1994). Dieses Vorkommen blieb seitdem unter deutlichen jahrweisen Schwankungen insgesamt stabil (1997-2000 35 RP, 2006 20 RP, Mitschke & Baumung 2001, Mitschke 2007).

Anmerkungen
Aufgrund der Lage des Hamburger Raums am westlichen Arealrand der Art sind viele Revierstandorte nur einjährig bzw. nicht alljährlich besetzt.

 


Auszug aus dem Brutvogelatlas (Mitschke & Baumung 2001)

Verbreitung und Bestand
Die Verbreitungskarte des Schlagschwirls lässt drei Schwerpunkte erkennen: den Süderelberaum (12 Rev.), das Stellmoorer Tunneltal (4-6 Rev.) und den Duvenstedter Brook (inkl. Wohldorf/Ammersbek 6-8 Rev.). Während der Kartierperiode wurden einzelne Sänger außerdem in der Kollauniederung (1999) und im NSG Zollenspieker (Kirchwerder, 1999) nachgewiesen. Das weiterhin jahrweise stark schwankende Auftreten des Schlagschwirls bringt alljährlich auch an neuen Stellen auftretende, längere Zeit singende Männchen mit sich und erlaubt keine einfache Aufsummierung der Teilbestände. Der Bestand in ganz Hamburg dürfte in den letzten Jahren zwischen 20 und 35 Paaren schwanken.

Lebensraum
Der Schlagschwirl ist eher an feuchte Gebüsche in Kombination mit Hochstaudenriedern (v.a. Brennessel) gebunden als der Feldschwirl. Die verbuschten Grünlandflächen und Randstrukturen in den Geestrandmooren zwischen Fischbek und Hausbruch bieten dabei wesentlich reichhaltigere Lebensräume als die Vier- und Marschlande, in denen die Nutzungsintensität der Landschaft wesentlich ausgeprägter ist. Daraus ergibt sich die Konzentration der Vorkommen im Südwesten Hamburgs, obwohl der Schlagschwirl erst vor wenigen Jahren aus Osten eingewandert zum regelmäßigen Brutvogel Hamburgs wurde. In den letzten Jahren kommt es immer wieder zur Besetzung von städtischen Vorkommen (z.B. Volksdorfer Teichwiesen, Niendorf, Ohlsdorf), die teilweise unmittelbar an viel begangenen Wegen liegen und in den allermeisten Fällen unverpaarte Männchen betreffen dürften.

 

Bestandsentwicklung
Erst seit 1988 ist der Schlagschwirl regelmäßiger Brutvogel Hamburgs (GARTHE & MITSCHKE 1994). Nach einer recht plötzlichen Bestandszunahme auf 15-20 Sänger Anfang der 1990er Jahre scheinen die Bestände in den letzten Jahren zu stagnieren. Ein Beispiel für das Ausmaß jahrweiser Bestandsschwankungen zeigt die Entwicklung in den Süderelbemooren, wo 1999 sechs, aber 2000 keinerlei Reviere ermittelt wurden. 

 

 

Bestand mittlere Dichte Rasterfrequenz Besetzte Raster
35 BP 0,0 BP/km² 3,7 % 28

 

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Auszug aus dem Brutvogelatlas (Mitschke 2012)

 

 

Bestand insgesamt 900 Reviere Besiedelte TK4 66 (83%)
Bestand in Hamburg 500 Reviere Besiedelte km² in HH 172 (22%)
Dichte insgesamt 0,4 Rev./km² Trend zunehmend
Dichte in Hamburg 0,7 Rev./km² Gefährdung RL HH R, NI 3

 

Charakteristik
Der Feldschwirl ist ein heimlicher Bewohner feuchter Hochstaudenfluren.

Verbreitung
Die Art kommt vor allem im Elbtal zwischen Pagensand und der Haseldorfer Marsch, in den Geestrandmooren des Süderelberaums, in Wilhelmsburg, Neuland, den Vier- und Marschlanden sowie den Harburger Elbmarschen vor. Auf der Geest sind vor allem der Duvenstedter Brook und der Höltigbaum besiedelt, im bebauten Teil der Stadt, in großen Waldgebieten und in strukturarmer Agrarlandschaft fehlt die Art.

Lebensraum
Die höchsten Dichten erreicht die Art in Grünlandbrachen und Hochstaudenfluren, wobei die meisten Vorkommen entlang von Saumbiotopen (Wege, Gräben, Feldränder) zu finden sind.

Bestandstrend
Langfristig sind kaum Bestandsveränderungen zu erkennen, auch wenn in den letzten Jahrzehnten im Stadtgebiet Hamburgs einige Brutplätze durch Überbauung verloren gegangen sind (Mitschke & Baumung 2001). Auf Probeflächen im Elbtal Hamburgs und im schleswig-holsteinischen Umland haben die Bestände in den letzten 20 Jahren zugenommen (1985-1994 180 RP, Berndt et al. 2002; 2004-2008 270 RP).

Anmerkungen
Der Feldschwirl profitiert besonders vom Vertragsnaturschutz in Hamburg.

 


Auszug aus dem Brutvogelatlas (Mitschke & Baumung 2001)

Verbreitung und Bestand
Die Verbreitungsschwerpunkte des Feldschwirls in Hamburg finden sich im Elbtal, wobei sich die Vorkommen auf den Süderelberaum (100 Rev.), Neuland (7 Rev.), Wilhelmsburg (25 Rev.) und den Südosten Hamburgs von der Boberger Niederung über Allermöhe bis in die Vier- und Marschlande (zusammen 190 Rev.) verteilen. Auf der Geest sind lediglich Stellmoorer Tunneltal und Höltigbaum (24 Rev.) sowie der Duvenstedter Brook und Umgebung (34 Rev.) von größerer Bedeutung. Vereinzelte Vorkommen finden sich außerdem im Wittmoor (5 Rev.) sowie in der Eidelstedter Feldmark und Kollauniederung. Der Gesamtbestand in Hamburg beläuft sich auf 400 BP, was einer großflächigen Dichte von 0,5 BP/100 ha entspricht. Der Feldschwirl erreicht dabei eine Rasterfrequenz von 21,2 %. Die höchsten Dichten pro km2 finden sich im Duvenstedter Brook, den Kirchwerder Wiesen und vor allem zwischen Moorburg und Hausbruch, wo jeweils mindestens 7 BP/100 ha nachgewiesen wurden (maximal 11 BP/100 ha, Hausbruch). Auf Probeflächen wurden maximale Dichten von 1,12 BP/10 ha (PF 26,8 ha, Billwerder Wiesen) bzw. 1,64 BP/10 ha (PF 24,3 ha, Achtermoor) erreicht.

Lebensraum
Der Feldschwirl ist in Hamburg meist an feuchtes Grünland mit Hochstaudenvegetation gebunden. Im Süderelberaum gewinnen dabei im Zuge von Nutzungsaufgaben zunehmend Brachen und flächige Hochstaudenfluren an Bedeutung. Auch Ruderalstandorte auf Spülflächen wie in Francop und Moorburg werden besiedelt. In den Vier- und Marschlanden bietet stellenweise (Kirchwerder Wiesen) ein dichtes Netz schütter mit Schilf bestandener Gräben Möglichkeiten für hohe Siedlungsdichten. Auf der Geest werden außerdem im Wittmoor und Duvenstedter Brook auch moorige Standorte besiedelt, soweit sie höhere Staudenvegetation aufweisen. Schilfgebiete oder gar der Tidebereich der Elbe sind nicht als Lebensraum geeignet.

Bestandsentwicklung
Der Feldschwirl dürfte aktuell von der Verbrachung, Nutzungsextensivierung und –aufgabe vor allem im Süderelberaum profitieren. Im Jahre 2000 wurden allein im Moorgürtel bei Neugraben (960 ha) 72 Reviere kartiert. Andererseits sind in den letzten Jahrzehnten einige Brutgebiete aufgegeben worden. Dazu gehören die Harburger Außenmühle und die Hummelsbütteler Feldmark (Einzelnachweise noch 1993 und 1996). Auch im Hafen (Hohe Schaar) sind Vorkommen seit Mitte der 1980er Jahre erloschen. Vermutlich ergibt sich aus diesen gegenläufigen Entwicklungen eine über die letzten Jahrzehnte insgesamt stabile Bestandssituation.

 

 

 

Bestand mittlere Dichte Rasterfrequenz Besetzte Raster
400 BP 0,5 BP/km² 21,2 % 162