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02.02.2014

Außenmühle / Hamburg-Harburg

Andreas Giesenberg

 


Auszug aus dem Brutvogelatlas (Mitschke 2012)

 

  

Bestand insgesamt 44.000 Reviere Besiedelte TK4 80 (100%)
Bestand in Hamburg 30.000 Reviere Besiedelte km² in HH 749 (98%)
Dichte insgesamt 17,9 Rev./km² Trend zunehmend
Dichte in Hamburg 39,1 Rev./km² Gefährdung  -

 

Charakteristik
Die Blaumeise ist nirgends so häufig wie in den Gärten der Stadt und übertrifft hier teilweise sogar die Bestandsdichte der Kohlmeise.

Verbreitung
Die höchsten Dichten werden im Stadtgebiet Hamburgs erreicht, vor allem in den bebauten Teilen der Geest, am Südrand des Urstromtals der Elbe und im Bergedorfer Raum. Die Art kommt aber auch in den Elbmarschen und in der Agrarlandschaft der Geest sowie in allen Wäldern flächendeckend vor.

Lebensraum
In den Gärten, Grünanlagen, Kleingärten und Wohnblockzonen der Stadt findet die Blaumeise aufgrund des hohen Angebots an Nistkästen ideale Brutbedingungen vor. Regelmäßig kommt es auch zu Gebäudebruten in defekten Fassadenteilen.

Bestandstrend
Die Blaumeise war bereits Anfang des 20. Jahrhunderts „nach der Kohlmeise die häufigste Meise im Gebiet“ (Dietrich 1928). Die Bestände sind insbesondere in den 1970er und 1980er Jahren stark angestiegen (38 km² Stadtkorridor: 1982/83 743 RP, 1997-2000 2.143 RP, 2007/08 2.040 RP, Mitschke 2009). Auch im schleswig-holsteinischen Umland hat sich der Bestand in den letzten zwei Jahrzehnten annähernd verdoppelt (im Vergleich zu Berndt et al. 2002).

Anmerkungen
In den letzten Jahren dürfte der Bestand seine Sättungsgrenze erreicht haben.

 


Auszug aus dem Brutvogelatlas (Mitschke & Baumung 2001)

Verbreitung und Bestand
Die Blaumeise besiedelt Hamburg weitgehend flächendeckend in hoher Dichte. Im Elbtal ist die Dichte im Bereich der offenen Grünlandflächen und der intensiv genutzten Niederstamm-Obstbauflächen geringer, Verbreitungslücken finden sich in wenigen, vegetationsfreien Teilen des Hafens (Waltershof, Hohe Schaar-Süd) und großflächig baumfreien Teilen der Vier- und Marschlande.
Die Blaumeise ist mit einem Bestand von 31000 BP die dritthäufigste Brutvogelart Hamburgs. Sie erreicht eine mittlere Dichte von 40,4 BP/100 ha und eine Rasterfrequenz von 97,8 %. Die höchsten Dichten pro km² liegen bei 130 BP (Kirchdorf, Sülldorf) bzw. 140 BP (Winterhude mit Stadtpark). Auf Probeflächen wurden maximale Dichtewerte von 18,81 BP/10 ha (PF 20,2 ha, Hausbruch), 19,23 BP/10 ha (PF 23,4 ha, Neuwiedenthal) bzw. 20,13 BP/10 ha (PF 14,9 ha, Niendorfer Gehege) ermittelt.

Lebensraum
Die Blaumeise besiedelt das gesamte Stadtgebiet, wobei die Dichten selbst in der Wohnblockzone deutlich über denen in Wäldern liegen (Tab.). Verantwortlich dafür dürfte vor allem das große Angebot an Nistkästen sein, wobei gerade in der Innenstadt der Anteil von Gebäudebruten in schadhaften Lüftungsschlitzen bzw. unter Dächern groß ist. Auch technische Strukturen wie Lampenmasten oder Verteilerkästen sind regelmäßig durch die Blaumeise besiedelt, sofern sich eine Einschlupfmöglichkeit findet.

Bestandsentwicklung
Die Blaumeise hat in den letzten Jahrzehnten stark zugenommen und ihren Bestand basierend auf der Analyse von Probeflächenuntersuchungen seit den 1960er Jahren verdoppeln können (MITSCHKE et al. 2000). Eine nicht unwesentliche Rolle dürfte dabei das in der Gartenstadt und Wohnblockzone verbreitete Ausbringen von Nistkästen mit Einfluglöchern bis 26 mm Durchmesser gespielt haben, um die vermeintlich gegenüber der Kohlmeise unterlegene Blaumeise gezielt zu fördern.

 

Dichte auf Probeflächen   City Hafen,
Industrie
Block-
bebauung
Villen-
viertel
Garten-
stadt
Klein-
gärten
Grün-
anlage
Dorf
Blaumeise Hektar 219,3 2667,1 2275,4 174,7 5430,2 457,6 488,5 1930,4
  Anzahl
Probeflächen
8 81 80 6 196 19 21 57
  Reviere 45 445 1404 134 3694 284 371 551
  Stetigkeit  100,0 79,0 100,0 100,0 99,5 100,0 100,0 98,2 
Dichte Median 1,41 0,85 5,79 8,58 6,42 5,76 7,50 2,16
[Reviere/10ha] Mittelwert 2,08 1,95 6,28 7,82 7,11 6,63 7,58 2,87
  Standard-
abweichung
1,45 2,76 2,97 3,60 3,57 3,88 3,85 2,54
    Laubwald Mischwald Nadelwald Feucht-
gebiete
Obst-
anbau
Feld-
mark
Acker-
land
Grün-
land
  Hektar 172,7 286,4 533,5 475,1 539 1088,4 211,2 3266,2
  Anzahl
Probeflächen
7 13 18 16 13 31 6 64
  Reviere 59 112 118 155 66 235 24 193
  Stetigkeit 100,0 92,3 94,7 93,8 92,3 93,8 100,0 75,0
Dichte Median 3,18 3,31 2,20 3,38 1,15 1,91 1,35 0,65
[Reviere/10ha] Mittelwert 3,94 4,57 2,17 3,95 1,41 2,29 1,20 0,93
  Standard-
abweichung
2,58 3,98 0,84 3,27 1,04 1,68 0,85 1,24

 

 

 

 

Bestand mittlere Dichte Rasterfrequenz Besetzte Raster
31.000 BP 40,4 BP/km² 97,8 % 746

 

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22.02.2015

NSG Finkenwerder Süderelbe

Andreas Giesenberg

 


Auszug aus dem Brutvogelatlas (Mitschke 2012)

 

  

Bestand insgesamt 54.000 Reviere Besiedelte TK4 80 (100%)
Bestand in Hamburg 35.000 Reviere Besiedelte km² in HH 755 (98%)
Dichte insgesamt 22,0 Rev./km² Trend zunehmend
Dichte in Hamburg 45,6 Rev./km² Gefährdung  -

 

Charakteristik
Die Kohlmeise ist in Hamburg nach der Amsel die häufigste Brutvogelart.

Verbreitung
Die Art ist im Hamburger Raum flächendeckend verbreitet, wobei die höchsten Dichten im bebauten Teil der Stadt auf der Geest nördlich der Elbe, im Harburger Raum und in Bergedort erreicht werden.

Lebensraum
Kleinteiliger Strukturreichtum, großes Angebot an Nistkästen, eine zumindest in blütenreichen Gärten gute Nahrungsversorgung und hohe Überlebensraten durch winterliche Fütterung bedeuten besonders günstige Lebensbedingungen in der Gartenstadt, in Grünanlagen und Teilen der Wohnblockzone. Auch Laub- und Nadelwälder können bei ausreichenden Nistmöglichkeiten in hoher Dichte besiedelt werden. Gebäudebruten kommen regelmäßig vor.

Bestandstrend
Im frühen 20. Jahrhundert war die Kohlmeise „wohl die häufigste Meise, aber in der Stadt nicht so zahlreich wie die Blaumeise (Dietrich 1928). Die Ausbreitung bis in innerstädtische Lagen setzte wohl nach dem Zweiten Weltkrieg ein und ist für die letzten drei Jahrzehnte gut dokumentiert (38 km² Stadtkorridor: 1982/83 1.143 RP, 1997-2000 2.312 RP, 2007/08 2.151 RP, Mitschke 2009).

Anmerkungen
Im Umland hat der Bestand in den letzten zwei Jahrzehnten ebenfalls zugenommen (1985-1994 11.600 RP, Berndt et al. 2002; 2004-2008 15.100 RP).

 


Auszug aus dem Brutvogelatlas (Mitschke & Baumung 2001)

Verbreitung und Bestand
Die Kohlmeise ist nach der Amsel die zweithäufigste Brutvogelart in Hamburg und zeigt eine flächendeckende Verbreitung mit sehr wenigen unbesiedelten Quadratkilometern (Hafen, baumfreie Vier- und Marschlande, Flughafen Fuhlsbüttel). In diesen Gebieten finden sich auch flächig geringere Dichten, was ebenfalls für das Obstanbaugebiet des Alten Landes gilt.
Der Gesamtbestand der Kohlmeise in Hamburg beträgt bei einer mittleren Dichte von 47,1 BP/100 ha 36.000 BP. Die Art erreicht eine Rasterfrequenz von 98,8 %. Die höchsten Dichten pro km² werden in der Wohnblockzone und Gartenstadt erreicht und liegen bei 150 BP (7x von Sülldorf über das Niendorfer Gehege bis nach Langenhorn) bzw. 160 BP (Volksdorf). Kleinflächig werden sehr hohe Dichten erreicht: 21,82 BP/10 ha (PF 27,5 ha, Öjendorf), 24,16 BP/10 ha (PF 14,9 ha, Niendorfer Gehege) und 28,71 BP/10 ha (PF 20,2 ha, Hausbruch).

Lebensraum
Wie die Blaumeise zeigt auch die Kohlmeise höchste Dichten in Siedlungshabitaten (mit Ausnahme der Dörfer, vgl. Tab.). Allerdings ist der Unterschied zur Bestandsdichte in Wäldern nicht ganz so ausgeprägt. In der Innenstadt werden ebenfalls zahlreiche Nistplätze in und an Gebäuden besiedelt (schadhafte Fassadenteile, defekte Lüftungsschlitze, Zieröffnungen aller Art).

Bestandsentwicklung
Der Bestand der Kohlmeise dürfte in den letzten 30 Jahren weitgehend stabil geblieben sein. Die Art war auch in den vergangenen Jahrzehnten sehr häufig und ihr Brutbestand hat nach Probeflächenuntersuchungen im Gegensatz zur Blaumeise keine langfristigen Zu- oder Abnahmen erfahren (MITSCHKE et al. 2000).

 

Dichte auf Probeflächen   City Hafen,
Industrie
Block-
bebauung
Villen-
viertel
Garten-
stadt
Klein-
gärten
Grün-
anlage
Dorf
Kohlmeise Hektar 219,3 2667,1 2275,4 174,7 5430,2 457,6 488,5 1930,4
  Anzahl
Probeflächen
8 81 80 6 196 19 21 57
  Reviere 60 553 1618 164 4503 333 365 602
  Stetigkeit 100,0 91,4 100,0 100,0 99,0 100,0 100,0 96,5
Dichte Median 1,84 1,07 6,51 9,14 8,15 6,47 7,14 2,21
[Reviere/10ha] Mittelwert 2,77 2,36 7,22 9,54 8,63 7,96 7,38 3,11
  Standard-
abweichung
2,34 3,25 3,07 4,04 4,33 5,22 2,88 2,80
    Laubwald Mischwald Nadelwald Feucht-
gebiete
Obst-
anbau
Feld-
mark
Acker-
land
Grün-
land
  Hektar 172,7 286,4 533,5 475,1 539 1088,4 211,2 3266,2
  Anzahl
Probeflächen
7 13 18 16 13 31 6 64
  Reviere 88 158 194 211 82 272 18 231
  Stetigkeit 100,0 92,3 94,7 100,0 92,3 93,8 100,0 78,1
Dichte Median 5,68 4,78 3,11 4,63 1,43 2,23 0,78 0,81
[Reviere/10ha] Mittelwert 5,87 6,07 3,48 5,00 1,78 2,63 0,90 1,05
  Standard-
abweichung
3,87 4,54 1,47 3,62 1,32 1,77 0,53 1,14

 

 

 

 

Bestand mittlere Dichte Rasterfrequenz Besetzte Raster
35.000 BP 47,1 BP/km² 98,8 % 754

 

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25.06.2012

Bayerischer Wald

Andreas Giesenberg 

 


Auszug aus dem Brutvogelatlas (Mitschke 2012)

Bestand insgesamt 6.600 Reviere Besiedelte TK4 71 (89%)
Bestand in Hamburg 2.100 Reviere Besiedelte km² in HH 279 (36%)
Dichte insgesamt 2,7 Rev./km² Trend zunehmend
Dichte in Hamburg 2,7 Rev./km² Gefährdung -


Charakteristik
Die Tannenmeise ist ein Nadelholzbewohner mit Ausbreitung in die Gärten.

Verbreitung
Die Verbreitung zeigt Schwerpunkte im Rüstjer Forst, den Harburger Bergen und dem Sachsenwald. Dichter besiedelt sind auch die Wälder und Gartenstadt im Westen Hamburgs sowie vom Ohlsdorfer Friedhof bis in die Walddörfer. Im Urstromtal der Elbe fehlt die Art abgesehen von einzelnen Ansiedlungen in den Dörfern weitgehend.

Lebensraum
Besiedelt werden vor allem Kiefern- und Fichtenwälder, aber auch laubholzdominierte Mischwälder. In Grünanlagen, Dörfern und Gärten reichen der Tannenmeise teilweise auch einzelne Nadelbäume zur Ansiedlung.

Bestandstrend
Die Tannenmeise gehörte im frühen 20. Jahrhundert bereits zu den in Nadelund Mischwäldern verbreiteten Arten, fehlte damals aber noch in der Stadt und den Gärten (Dietrich 1928). Die Besiedlung des bebauten Teils der Stadt setzte offenbar erst in den 1980er Jahren ein (38 km² Stadtkorridor: 1982/83 1 RP, 1997-2000 62 RP, 2007/08 101 RP, Mitschke 2009). Auch im schleswig-holsteinischen Umland hat der Bestand in den letzten zwei Jahrzehnten zugenommen (1985-1994 3.000 RP, Berndt et al. 2002; 2004-2008 3.700 RP).

Anmerkungen
Es bleibt abzuwarten, inwieweit die Förderung standortgerechter Laubhölzer in städtischen Wäldern den Bestandszuwachs der Art bremsen wird.

 


Auszug aus dem Brutvogelatlas (Mitschke & Baumung 2001)

Verbreitung und Bestand
Im Vergleich zur Haubenmeise ist die Tannenmeise wesentlich weiter verbreitet, zeigt aber identische Verbreitungsschwerpunkte: Harburger Berge (790 BP), Klövensteen/Rissen (270 BP) und Ohlsdorfer Friedhof (80 BP). Weitere inselartige Verbreitungsgebiete im Stadtbereich erstrecken sich von Nienstedten bis zum Altonaer Volkspark, vom Niendorfer Gehege bis weit nach Niendorf, in Langenhorn, entlang der Oberalster bis nach Duvenstedt, zum Wohldorfer Wald und in den Duvenstedter Brook, an der nordöstlichen Stadtgrenze von Volksdorf und Sasel bis nach Rahlstedt und über Lohbrügge nach Bergedorf. Im Elbtal sind nur vereinzelte Vorkommen im Siedlungsbereich (Neugraben, Wilhelmsburg, Curslack, Neuengamme) besetzt, in Innenstadtnähe tritt die Art maximal bis in den Stadtpark, in Lokstedt, Eppendorf, Marienthal und im Hammer Park auf.
In ganz Hamburg brüten 1900 Paare Tannenmeise, was einer mittleren Dichte von 2,5 BP/100 ha entspricht (Rasterfrequenz: 32,1 %). Die höchsten Dichten pro km² wurden mit 55 BP (Neugrabener Heide), 60 BP (Diebeskuhlen) und 64 BP (Schwarze Berge) alle in den Harburger Bergen nachgewiesen. Hier fanden sich auch die Maximalwerte für Probeflächen: 5,87 BP/10 ha (PF 34,1 ha), 6,0 BP/10 ha (PF 30,0 ha), 6,48 BP/10 ha (PF 38,6 ha).

Lebensraum
In einigen Kiefernwäldern gehört die Tannenmeise zu den dominanten Brutvogelarten (vgl. Tab.). Daneben bilden Fichtenbestände die wichtigsten Brutgebiete. Diese werden auch in Grünanlagen besiedelt. Viel stärker als die Haubenmeise kann die Tannenmeise in den bebauten Bereich der Gartenstadt vordringen und hier in durch Koniferen dominierten Gärten brüten. Citynahe Grünanlagen wie der Alte Botanische Garten oder die Wallanlagen sind allerdings trotz einiger Nadelbaumbestände nicht besiedelt, wobei unklar ist, ob dafür die Lage dieser Flächen im Häusermeer oder die geringe Flächenausdehnung geeigneter Habitatstrukturen verantwortlich ist. 

Bestandsentwicklung
Die Tannenmeise gehört zu einer Gruppe von Waldarten, die in den letzten Jahrzehnten in Hamburg deutlich im Bestand zugenommen haben, indem sie ihr Areal in die Gartenstadt ausweiten konnten (MITSCHKE et al. 2000). Daten von Dauerbeobachtungsflächen aus den 1990er Jahren deuten darauf hin, daß sich der positive Trend in Gartenstadt und Grünanlagen aktuell fortsetzt.   

  

Dichte auf Probeflächen   Garten-
stadt
Grün-
anlage
Misch-
wald
Nadel-
wald
Tannenmeise Hektar 5430,2 488,5 286,4 533,5
  Anzahl
Probeflächen
196 21 13 18
  Reviere 206 43 31 169
  Stetigkeit 53,1 52,4 76,9 89,5
Dichte Median 0,27 0,29 0,89 2,84
[Reviere/10ha] Mittelwert 0,39 0,90 1,24 2,94
  Standard-
abweichung
0,58 1,32 1,18 1,91

 

 

Bestand mittlere Dichte Rasterfrequenz Besetzte Raster
1.900 BP 2,5 BP/km² 32,1 % 245

 

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03.03.2015

Hahnenklee / Harz

Andreas Giesenberg 

 


Auszug aus dem Brutvogelatlas (Mitschke 2012)

Bestand insgesamt 1.400 Reviere Besiedelte TK4 56 (70%)
Bestand in Hamburg 500 Reviere Besiedelte km² in HH 122 (16%)
Dichte insgesamt 0,6 Rev./km² Trend leicht zunehmend
Dichte in Hamburg 0,7 Rev./km² Gefährdung -


Charakteristik
Die Haubenmeise ist eng an Nadelbäume gebunden.

Verbreitung
Die Verbreitung wird durch das Vorhandensein von Koniferen bestimmt und zeigt Dichtezentren im Rüstjer Forst, den Harburger Bergen und im Sachsenwald. Aus dem Elbtal liegen kaum Nachweise vor, und auch die Innenstadt Hamburgs wird nur sehr zögerlich besiedelt.

Lebensraum
Bevorzugt besiedelt sind Fichten- und Kiefernwälder. Bei Vorhandensein eines entsprechenden Baumbestandes brütet die Haubenmeise auch in Grünanlagen und Gärten.

Bestandstrend
Der Bestand der Haubenmeise scheint langfristig vergleichsweise stabil geblieben zu sein, denn schon Anfang des 20. Jahrhunderts galt die Art als „in Nadel- und Mischwäldern nicht selten, stellenweise sogar recht häufig“ (Dietrich 1928). In das Stadtgebiet ist die Art bisher nur vereinzelt eingewandert (38 km² Stadtkorridor: 1982/83 0 RP, 1997-2000 10 RP, 2007/08 16 RP, Mitschke 2009).

Anmerkungen
Die Haubenmeise benötigt offenbar größere, geschlossene Gruppen von Nadelbäumen und ist daher im Gegensatz zu vielen anderen Waldvögeln bisher nur sehr eingeschränkt zu einem Gartenvogel geworden.

 


Auszug aus dem Brutvogelatlas (Mitschke & Baumung 2001)

Verbreitung und Bestand
Das Brutvorkommen der Haubenmeise konzentriert sich auf wenige Gebiete: Harburger Berge (270 BP), Klövensteen/Rissen (80 BP) und Duvenstedter Brook/Wohldorfer Wald (30 BP). Daneben sind Volkspark, Niendorfer Gehege, Ohlsdorfer Friedhof, Stadtpark und die Besenhorster Sandberge regelmäßig besiedelt, weitere Einzelvorkommen finden sich sporadisch in der Gartenstadt.
Der Brutbestand der Haubenmeise in Hamburg beläuft sich auf 460 BP, die Art hat eine mittlere Dichte von 0,6 BP/100 ha und eine Rasterfrequenz von 13,6 %. Die höchsten Dichten werden in den geschlossenen Nadelwaldgebieten der Harburger Berge erreicht, wo bis zu 20 BP/100 ha nachgewiesen wurden (Schwarze Berge, Diebeskuhlen). Auf Probeflächen lagen die maximalen Dichten hier bei 2,05 BP/10 ha (PF 34,1 ha) bzw. 2,33 BP/10 ha (PF 38,6 ha).

Lebensraum
Die Haubenmeise ist in Hamburg eng an Nadelwälder gebunden und besiedelt hier Kiefern- und Fichtenwälder lokal in hoher Dichte. Sobald Grünanlagen im Stadtbereich vergleichbare Strukturen aufweisen, ist die Haubenmeise auch hier anzutreffen. In der Nachbarschaft geschlossener Verbreitungsgebiete kann die Art auch in der Gartenstadt Brutplätze besiedeln, sofern hier ein größerer Koniferenanteil vorhanden ist (Rissen, Eißendorf, Sasel). 

Bestandsentwicklung
Der Bestand der Haubenmeise in Hamburg dürfte langfristig weitgehend stabil sein. Aus den Schwerpunkten der Verbreitung liegen zwar keine langfristigen Untersuchungen vor und aufgrund der meist geringen Siedlungsdichte lassen Ergebnisse von Probeflächen keine Aussage zur Bestandsdynamik zu. Die Analyse der Zufallsdaten aus den letzten 30-40 Jahren zeigt aber kaum in dieser Zeit erloschene Vorkommen.   

 

 

Bestand mittlere Dichte Rasterfrequenz Besetzte Raster
460 BP 0,6 BP/km² 13,6 % 104

 

 Hat jemand ein schönes Bild einer Weidenmeise und ist bereit es an dieser Stelle kostenfrei für uns zur Verfügung zu stellen?

Dann bitte einfach an andreas(at)giesenberg.de senden.

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Auszug aus dem Brutvogelatlas (Mitschke 2012)

 

  

Bestand insgesamt 900 Reviere Besiedelte TK4 73 (91%)
Bestand in Hamburg 240 Reviere Besiedelte km² in HH 130 (17%)
Dichte insgesamt 0,4 Rev./km² Trend abnehmend
Dichte in Hamburg 0,3 Rev./km² Gefährdung  -

 

Charakteristik
Die Weidenmeise benötigt kranke oder tote Bäume, um sich eine Nisthöhle zimmern zu können.

Verbreitung
Die höchsten Dichten wurden im Rüstjer Forst mit dem Feerner Moor sowie im Sachsenwald ermittelt, kleinräumig sind auch der Moorgürtel und der Duvenstedter Brook von Bedeutung. Im Unterelberaum ist die Weidenmeise überraschend selten vertreten, im Stadtinneren Hamburgs fehlt sie ganz.

Lebensraum
Für die Anlage der Nisthöhle eignen sich im Hamburger Raum Birken auf feuchten bis nassen Standorten am besten, weil sie häufig abgestorbene oder geschwächte Stammteile aufweisen. Besiedelt sind insofern vor allem Birkenmoorwälder sowie jüngere Gehölzbestände in größeren Wäldern.

Bestandstrend
Bis Ende des 19. Jahrhunderts wurden Sumpf- und Weidenmeise nicht als Arten unterschieden. Im frühen 20. Jahrhundert war die Art „an zahlreichen Stellen im Gebiet sicher erkannt“, u.a. „in einem Knick bei Winterhude“ und „auf dem Eppendorfer Moor“ (Dietrich 1928). Bestandsabnahmen deuten sich spätestens seit den 1960er Jahren mit dem Erlöschen einiger Vorkommen an (Mitschke & Baumung 2001). Der negative Trend scheint sich in den letzten zehn Jahren auch in Verbreitungszentren wie dem Moorgürtel zu bestätigen.

Anmerkungen
Der Bestand der Weidenmeise ist in weiten Teilen Westeuropas rückläufig.

 


Auszug aus dem Brutvogelatlas (Mitschke & Baumung 2001)

Verbreitung und Bestand
Die Weidenmeise ist in Hamburg als Brutvogel nur sehr lückenhaft verbreitet und hat ihre Schwerpunkte von den Süderelbemooren bis nach Heimfeld (50 BP) und im Duvenstedter Brook mit Wohldorfer Wald (45 BP). Im Elbtal liegen weitere Brutgebiete an der Alten Süderelbe, in Wilhelmsburg, am nördlichen Geesthang vom Achtermoor bis nach Bergedorf und sporadisch in den Vier- und Marschlanden, v.a. in der Reit. Südlich des Urstromtals sind Vorkommen nur vereinzelt in den Harburger Bergen bzw. in Marmstorf bekannt, im nördlichen Stadtgebiet sind Klövensteen, Niendorfer Gehege, Eppendorfer Moor, Ohmoor, Raakmoor, Wittmoor, Öjendorfer Park, Stellmoorer Tunneltal und Höltigbaum besiedelt.
Der Gesamtbestand der Weidenmeise in Hamburg beträgt 250 BP, die mittlere Dichte 0,3 BP/100 ha und die Rasterfrequenz 16,0 %. Die höchsten Dichten pro km² liegen bei 10 BP (2x Süderelbemoore, Duvenstedter Brook, Lohbrügge). Auf Probeflächen liegt die maximale Dichte bei 1,39 BP/10 ha (PF 21,6 ha, Achtermoor) bzw. 1,5 BP/10 ha (PF 33,4 ha, Duvenstedter Brook).

Lebensraum
Die Weidenmeise ist in Hamburg typischer Brutvogel entwässerter Moorstandorte und ihrer Moorbirkenwälder. Hier findet die Art abgestorbene oder geschwächte Birken, in denen sie ihre Höhlen anlegen kann. Die Besiedlung des Eppendorfer Moors ist dabei ein Beispiel für isolierte Stadtvorkommen, die bei geeigneter Lebensraumstruktur auch von ausgeprägten Standvögeln wie der Weidenmeise erreicht werden. Fast alle Brutgebiete befinden sich an grundwassernahen Standorten, auch auf der Geest werden kleinräumig die Feuchtlebensräume, im Klövensteen beispielsweise an kleinen Waldteichen, besiedelt.

Bestandsentwicklung
In den letzten Jahrzehnten ist der Bestand der Weidenmeise in Hamburg leicht zurückgegangen. Ehemalige Vorkommen in den Harburger Bergen, an der Außenmühle, im Niendorfer Gehege, am Bramfelder See und im Oberalsterraum sind weitgehend erloschen.

 

 

Bestand mittlere Dichte Rasterfrequenz Besetzte Raster
250 BP 0,3 BP/km² 16,0 % 122