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13.08.2012

Hamburger Innenstadt

Andreas Giesenberg

Beobachtungsauswertung 2012 - 2015

 


Auszug aus dem Brutvogelatlas (Mitschke 2012)

 

 

 

Bestand insgesamt 10.600 "Reviere" Besiedelte TK4 45 (56%)
Bestand in Hamburg 10.000 "Reviere" Besiedelte km² in HH 330 (43%)
Dichte insgesamt 4,3 Rev./km² Trend stabil
Dichte in Hamburg 13,0 Rev./km² Gefährdung -

 

Charakteristik
Der Bestand der Straßentaube in Hamburg geht auf Anfang des 20. Jahrhunderts an der Nicolaikirche ausgesetzte Felsentauben zurück (Dietrich 1928).

Verbreitung
Die Art zeigt eine Konzentration des Vorkommens auf den inneren Stadtbereich mit City und Wohnblockzone sowie auf Teile des Hamburger Hafens. Randliche Stadtteile wie Rissen, Langenhorn, Bergedorf oder Neugraben-Fischbek sind inselartig besiedelt, die Bestandsanteile im Umland (v.a. Uetersen, Pinneberg, Quickborn, Norderstedt, Henstedt-Ulzburg, Bargteheide, Ahrensburg, Reinbek, Geesthacht, Buxtehude, Jork) sind vergleichsweise klein.

Lebensraum
Die Straßentaube brütet an/in verschiedensten Gebäuden, besonders häufig unter Brücken, so dass sich viele Vorkommen entlang von Bahnlinien bzw. im Umfeld von Bahnhöfen konzentrieren.

Bestandstrend
1901 waren in Hamburg drei Brutplätze bekannt, 1938 wurden 3.000 und für 1953 6.000 Tauben geschätzt. Die Schätzungen seit 1958 deuten auf einen in den letzten Jahrzehnten weitgehend stabilen Bestand hin (1958 15.000 bis 20.000 Ind., 1990 max. 25.000 Ind., 1997-2000 10.000 „BP“=20.000 Ind.; Klemp in Garthe 1996, Mitschke & Baumung 2001).

Anmerkungen
Genaue Bestandsangaben existieren wegen des hohen Nichtbrüteranteils in Schwärmen und der über das ganze Jahr verteilten Brutaktivität nicht.

 


Auszug aus dem Brutvogelatlas (Mitschke & Baumung 2001)  

Verbreitung und Bestand
Die Stadttaube besiedelt die Wohnblockzone und City Hamburgs weitgehend vollständig und erreicht im Osten der Stadt teilweise auch die Landesgrenze. An den Rändern des geschlossenen Verbreitungsgebietes finden sich inselartige Vorkommen in Iserbrook, Osdorf, Eidelstedt, Schnelsen, Langenhorn, Finkenwerder und Neugraben. Wilhelmsburg und der Hafen sind im Siedlungsraum fast flächendeckend besiedelt, in Bergedorf (350 Paare) und Harburg (450 Paare) finden sich weitere zahlenstarke Bestände. Höchste Dichten wurden in der Neustadt und angrenzenden Stadtteilen sowie an Silos auf der Hohen Schaar gefunden.
Insgesamt beträgt der Bestand in Hamburg gegenwärtig 10.600 Paare, was einer mittleren Dichte von 13,9 BP/100 ha entspricht. Die Stadttaube erreicht dabei eine Rasterfrequenz von 41,4 %. Maximal wurden pro km2 300 Paare (Hauptbahnhof), 375 Paare (Nicolaikirche) bzw. 400 Paare (Reeperbahn) nachgewiesen. Auf die Angabe von lebensraumbezogenen Siedlungsdichten auf Probeflächen wird verzichtet, weil während der Kartierung pauschal alle beobachteten Stadttauben gezählt wurden und im Anschluß das Ergebnis durch Zwei geteilt wurde. Eine flächendeckende Kartierung brütender Paare war nicht möglich.

Lebensraum
Die Stadttaube besiedelt in der Hamburger City alte Gebäude wie Kirchen, Bürohäuser, Brücken und Bahnhöfe. Im Hafen werden auch Fabrikanlagen und Bunker genutzt. Die Nistplätze an den Gebäuden in Mauernischen, auf Dachböden und Vorsprüngen sind meist wind- und wettergeschützt. Freie, ungeschützte Brutplätze, z. B. in Leuchtreklame-Buchstaben, sind die Ausnahme (KLEMP in GARTHE 1996). Nahrungshabitate in der City sind im allgemeinen unbebaute Flächen (Rathausmarkt, Gerhard Hauptmann-Platz), Fußgängerzonen, aber auch Parks wie die Wallanlagen, meist im Zusammenhang mit regelmäßig bestückten Futterstellen. Im Hafen spielen Ruderalflächen oder das Fabrikgelände der Hamburger Oelmühle eine größere Rolle.

Bestandsentwicklung
Gegenwärtig scheint der Bestand der Stadttaube in Hamburg stabil zu sein, nachdem es in der vergangenen Zeit zu erheblichen Veränderungen gekommen war. Grobe Schätzungen für 1953 ergaben 6.000 Exemplare (BRUNS 1959). Anhand von Siedlungsdichte-Untersuchungen auf Teilflächen schätzt MULSOW (1968) den Bestand in Hamburg für 1966 auf 10.000 BP im inneren Stadtbereich. Eine flächendeckende Bestandserfassung des Hamburger Stadtgebietes ergab im Jahr 1990 einen Bestand von 25.000 Stadttauben (KLEMP 1993), ein durch die vorliegende Atlaskartierung gut bestätigtes Ergebnis.

 

 

Bestand mittlere Dichte Rasterfrequenz Besetzte Raster
10.600 BP 13,9 BP/km² 41,4 % 316

 

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09.03.2014

NSG Moorgürtel

Hans-Hermann Harms

Beobachtungsauswertung 2012 - 2015

 


Auszug aus dem Brutvogelatlas (Mitschke 2012)

 

 

Bestand insgesamt 340 Reviere Besiedelte TK4 44 (55%)
Bestand in Hamburg 90 Reviere Besiedelte km² in HH 33 (4%)
Dichte insgesamt 0,1 Rev./km² Trend zunehmend
Dichte in Hamburg 0,1 Rev./km² Gefährdung -

 

Charakteristik
Die Hohltaube bewohnt größere Wälder mit Altholzbestand.

Verbreitung
Die höchsten Dichten in Hamburg werden im Wohldorfer Wald, im Umland im Rüstjer Forst, Teilen der Harburger Berge, des Sachsenwaldes, der Hahnheide und des Kreisforstes Koberg erreicht. Daneben sind auch Klövensteen und Gülzower Holz als Brutgebiete erwähnenswert. Außerhalb größerer Wälder auf der Geest findet sich die Art vereinzelt auch in den Elbmarschen sowie im Stadtbereich (Jenischpark, Hirschpark, Wellingsbüttel).

Lebensraum
Als Großhöhlenbrüter bewohnt die Hohltaube vor allem alte Schwarzspecht-Höhlen, nimmt aber auch Nistkästen an. Besiedelt sind Laub- und Laubmischwälder, Parks mit altem Baumbestand sowie Hofhölzungen sowohl in der Marsch als auch auf der Geest.

Bestandstrend
Nach Bestandsrückgängen und einem Minimum des Vorkommens Ende der 1970er Jahre (<10 RP in Hamburg; Klemp & Vidal in Garthe 1996) nahm der Bestand in den 1980er Jahren deutlich zu (1986-1990 100-130 RP im Berichtsgebiet, davon 40-50 in Hamburg) und erreichte Ende der 1990er Jahre 95 RP (Mitschke & Baumung 2001), um seitdem nur noch langsam anzuwachsen.

Anmerkungen
In den letzten Jahren kam es vermehrt zu Nachweisen in städtischen Parks. 

 


Auszug aus dem Brutvogelatlas (Mitschke & Baumung 2001) 

Verbreitung und Bestand
Die Hohltaube brütet in Hamburg in größeren Laubwäldern der Geest. Größere Bestände findet man in den Harburger Bergen (26 BP), dem Wohldorfer Wald (18 BP) und dem Klövensteen (16 BP). Vereinzelt brütet die Hohltaube auch in Bergstedt und im Volksdorfer Wald. 
Insgesamt brüten in Hamburg 90-100 Paare, die Hohltaube erreicht eine Rasterfrequenz von 3,8 %. Pro km2 brüten maximal 5 (Rosengarten, Meyers Park) bzw. 6 Paare (Klövensteen), auf Probeflächen wurden Dichten von bis zu 1,44 BP/10 ha (PF 20,9 ha, Friedhof Wohldorf) bzw. 2,35 BP/10 ha (PF 25,5 ha, Klövensteen) nachgewiesen.

Lebensraum
Die Hohltaube bevorzugt alte, strukturreiche Laub- oder Laub-Nadelmischwälder. Wichtigster Höhlenbaum ist in Hamburg die Buche, Voraussetzung für eine Ansiedlung ist das Vorkommen des Schwarzspechts als Höhlenbauer.

Bestandsentwicklung
Ende der 1970er Jahre brüteten Hohltauben nur noch vereinzelt im Wohldorfer Wald und in den Harburger Bergen. Zu dieser Zeit betrug der Brutbestand Hamburgs weit unter 10 Paare (HOLZAPFEL et al. 1982). In den darauffolgenden Jahren nahm der Bestand stetig zu. Mitte der 1990er Jahre brüteten 40-50 Paare in den Hamburger Wäldern (KLEMP & VIDAL in GARTHE 1996). Seitdem erfolgte eine weitere Zunahme im Wohldorfer Wald, dem Klövensteen und den Harburger Bergen. Bisher erfolglose Ansiedlungsversuche gab es in den letzten Jahren auch am Elbhang in Wittenbergen. Für die Zunahme in den letzten Jahrzehnten ist auch ein Umdenken in der Forstpolitik mitverantwortlich. 

 

 

Bestand mittlere Dichte Rasterfrequenz Besetzte Raster
95 BP 0,1 BP/km² 3,8 % 29

 

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20.01.2013

Neu Wulmstorf

Andreas Giesenberg

Beobachtungsauswertung 2012 - 2015

 


Auszug aus dem Brutvogelatlas (Mitschke 2012)

 

 

 

Bestand insgesamt 2.500 Reviere Besiedelte TK4 79 (99%)
Bestand in Hamburg 1.400 Reviere Besiedelte km² in HH 339 (44%)
Dichte insgesamt 1,0 Rev./km² Trend abnehmend
Dichte in Hamburg 1,8 Rev./km² Gefährdung -

 

Charakteristik
Die Türkentaube ist erst seit etwa 60 Jahren Brutvogel im Hamburger Raum und verschwindet derzeit aus weiten Teilen wieder.

Verbreitung
Die Art findet sich fast flächendeckend, wobei die höchsten Dichten in der Gartenstadt und Wohnblockzone Hamburgs sowie in den Dörfern des Alten Landes und der Vier- und Marschlande erreicht werden. Auch Buxtehude weist einen größeren Bestand auf, während siedlungsarme und waldreiche Flächen rund um den Sachsenwald und in Stormarn nur sehr dünn besiedelt sind.

Lebensraum
Typische Lebensräume sind die eher baumarme Gartenstadt, Wohnblockzone und Dörfer.

Bestandstrend
Die Türkentaube hat den Hamburger Raum ausgehend von Hagenbecks Tierpark erst Anfang der 1950er Jahre besiedelt und ihr Bestandsmaximum wohl Mitte der 1970er Jahre erreicht. Für die frühen 1980er Jahre wurde für Hamburg ein Bestand von 2.000-2.500 RP und für das gesamte Berichtsgebiet von knapp 3.000 RP geschätzt (Klemp & Vidal in Garthe 1996). Der auf Probeflächen seit Jahren deutlich rückläufige Bestand in Hamburg betrug 1997-2000 noch 1.500 RP (Mitschke & Baumung 2001) und hat seitdem weiter abgenommen.

Anmerkungen
Rückgangsursachen sind nicht konkret bekannt.

 


Auszug aus dem Brutvogelatlas (Mitschke & Baumung 2001)

Verbreitung und Bestand
Die Türkentaube findet man in Hamburg ausschließlich im bebauten Stadtgebiet, insbesondere in der Gartenstadtzone. Siedlungsschwerpunkte sind im Raum Eidelstedt/Schnelsen, in Eimsbüttel sowie von Eilbek über Barmbek und Wandsbek nach Bramfeld erkennbar. Innenstadt und die Umgebung der Außenalster sind dagegen nicht besiedelt. Die Art fehlt außerdem in den Süderelbemarschen, den Obstanbauflächen des Alten Landes, weiten Teilen des Hafens, Wilhelmsburgs, Neulands und der Vier- und Marschlande. Auch der Duvenstedter Brook und größere Waldgebiete (Wohldorfer Wald, Klövensteen und Harburger Berge) sind als Verbreitungslücken erkennbar.
In Hamburg brüten insgesamt 1500 Paare der Türkentaube. Sie erreicht eine mittlere Dichte von 2,0 BP/100 ha und eine Rasterfrequenz von 41,3 %. Maximale Dichten pro km2 wurden in Eidelstedt und Schnelsen mit 20 bzw. 25 BP nachgewiesen, auf Probeflächen lagen die höchsten Dichtewerte bei 3,85 BP/10 ha (PF 28,6 ha, Schnelsen) bzw. 4,93 BP/10 ha (PF 28,4 ha, Eidelstedt). 

Lebensraum
Eine Analyse der Siedlungsdichten auf den Probeflächen der Brutvogelatlaskartierung (vgl. Tab.) zeigt Wohnblockzone, Gartenstadt und Dörfer als Hauptlebensräume mit vergleichbaren Stetigkeiten und Medianen der Dichtewerte. Nur ausnahmsweise sind dicht bebaute Innenstadtlagen bzw. Industrieflächen besiedelt. Allgemein zeigt sich die Tendenz, daß baumarme, offene Gartenstadtflächen mit teilweise erhaltender Nutzfunktion (Kleintierhaltung, Obst- und Gemüseanbau) gegenüber durch eine zunehmend geschlossene Baumschicht dominierten Ziergärten bevorzugt werden. 

Bestandsentwicklung
Die Besiedlung des Hamburger Raums setzte erst in den 1950er Jahren ein. Die erste Brut wurde 1953 im Tierpark Hagenbeck beobachtet (MOEBERT lt. SCHMIDT 1954), wo die Art heute nur noch mit zwei Paaren brütet (Wittenberg mdl.). In den folgenden zwei Jahrzehnten konnte sich die Türkentaube rasch über weite Teile der Stadt ausbreiten. Nach einer groben Hochrechnung MULSOWS (vgl. KLEMP & VIDAL in GARTHE 1996) ergaben sich Anfang der 1980er Jahre 2000-2500 Reviere für Hamburg. Spätestens Mitte der 1970er Jahre begann die Art wieder aus Teilen der Stadt zu verschwinden. Betroffen waren vor allem innenstadtnahe Zonen und das Oberalstertal von Wellingsbüttel bis nach Mellingstedt. Aktuelle Untersuchungen auf Dauerflächen zeigen auch während der 1990er Jahre teilweise drastische Bestandsrückgänge (Beispiel: PF Rissen (493 ha), 1991 - 29 Reviere; 1999: 6 Reviere). 

 

Dichte auf Probeflächen   City Hafen,
Industrie
Block-
bebauung
Villen-
viertel
Garten-
stadt
Klein-
gärten
Grün-
anlage
Dorf
Türkentaube Hektar 219,3 2667,1 2275,4 174,7 5430,2 457,6 488,5 1930,4
  Anzahl
Probeflächen
8 81 80 6 196 19 21 57
  Reviere 2 19 105 1 280 13 9 97
  Stetigkeit 25,0 12,3 52,5 16,7 56,1 42,1 28,6 50,9
Dichte Median 0,00 0,00 0,30 0,00 0,35 0,00 0,00 0,22
[Reviere/10ha] Mittelwert 0,10 0,07 0,48 0,05 0,52 0,24 0,16 0,49
  Standard-
abweichung
0,19 0,23 0,66 0,12 0,73 0,35 0,31 0,68

 

 

 

 

Bestand mittlere Dichte Rasterfrequenz Besetzte Raster
1.500 BP 2,0 BP/km² 41,3 % 315

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Datum

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adult

 

 

12.05.2013

Neu Wulmstorf

Andreas Giesenberg

Beobachtungsauswertung 2012 - 2015

 


Auszug aus dem Brutvogelatlas (Mitschke 2012)

 

 

 

Bestand insgesamt 30.000 Reviere Besiedelte TK4 80 (100%)
Bestand in Hamburg 19.000 Reviere Besiedelte km² in HH 749 (98%)
Dichte insgesamt 12,2 Rev./km² Trend zunehmend
Dichte in Hamburg 24,7 Rev./km² Gefährdung -

 

Charakteristik
Die Ringeltaube ist eine der häufigsten Charakterarten des Siedlungsraums.

Verbreitung
Die Art ist flächendeckend verbreitet, wobei die höchsten Dichten im Zentrum Hamburgs mit seiner Wohnblockzone ermittelt wurden. Vergleichsweise geringe Bestände existieren in den baumarmen Teilen der Unterelbemarschen sowie in der waldarmen Kulturlandschaft auf der Geest.

Lebensraum
Die Ringeltaube besiedelt alle Lebensräume, in denen Gebüsch oder Bäume die Anlage von Nestern erlauben. In Einzelfällen kommt es zu Bruten an Gebäuden und Industrieanlagen. Bevorzugte Lebensräume sind die Wohnblockzone und Gartenstadt, Grünanlagen, Kleingärten und Wälder aller Art.

Bestandstrend
Die Ringeltaube war bereits in den 1930er Jahren häufig und verbreitet (Dietrich 1934) und hat seitdem sicher stark im Bestand zugenommen. Für die späten 1980er Jahre wurden 14.000 RP in Hamburg geschätzt (Mulsow in Garthe 1996), die erste vollständige Kartierung des Stadtgebietes erbrachte 17.300 RP (Mitschke & Baumung 2001) und in den letzten Jahren hat sich die Bestandszunahme fortgesetzt.

Anmerkungen
Die Bestände der Ringeltaube wurden teilweise wohl unterschätzt, weil die Art ihre höchste Brutaktivität erst im Hochsommer nach Ende regulärer Kartierungen erreicht.

 


Auszug aus dem Brutvogelatlas (Mitschke & Baumung 2001)

Verbreitung und Bestand
Die Ringeltaube besiedelt nahezu die gesamte Stadt bis in die City hinein. Höchste Dichten werden im Stadtbereich, insbesondere in Grünanlagen mit aufgelockertem Baumbestand erreicht. In den Außenbereichen der Stadt nimmt die Dichte ab. Nur in baumlosen Gebieten, wie Industrie- und Verkehrsflächen oder auch in Teilen der Vier- und Marschlande, fehlt die Art.
Mit 17300 BP ist die Ringeltaube die siebthäufigste Art in Hamburg. Sie erreicht eine mittlere Dichte von 22,7 BP/100 ha und eine Rasterfrequenz von 97,5 %. Auf 100 ha wurden bis zu 80 BP (Eidelstedt, Niendorf, Winterhude) bzw. 90 BP (Sülldorf) ermittelt.. Auf Probeflächen lagen die maximalen Dichten bei 10,42 BP/10 ha (PF 24,0 ha, Friedhof Blankenese), 11,33 BP/10 ha (PF 15 ha, Holstenkamp) bzw. 14,35 BP/10 ha (PF 20,9 ha, Winterhude). 

Lebensraum
Die Ringeltaube erreicht in Wohnblockzone, Gartenstadt, Villenvierteln, Kleingärten und Grünanlagen deutlich höhere Siedlungsdichten als in den ursprünglichen Waldhabitaten (vgl. Tab.). Dörfer sind dagegen deutlich geringer und mit den Verhältnissen in der City bzw. in Industrieflächen vergleichbaren Dichten besiedelt. Neben Baum- und Strauchbruten betreffen vereinzelte Brutnachweise auch Gebäudebruten, wie z. B. auf einer Fensterbank oder auf einer Jalousie (MULSOW in GARTHE 1996). 

Bestandsentwicklung
MULSOW (in GARTHE 1996) gibt für Hamburg als Schätzwert auf Basis von Siedlungsdichte-Untersuchungen aus den 1960er bis 1990er Jahren einen Bestand von 14000 BP an, was dem Ergebnis der Brutvogelatlas-Kartierung erstaunlich nahe kommt. Innerhalb der letzten Jahrzehnte scheint der Bestand der Ringeltaube nur noch leicht zunehmend gewesen zu sein. 

 

Dichte auf Probeflächen   City Hafen,
Industrie
Block-
bebauung
Villen-
viertel
Garten-
stadt
Klein-
gärten
Grün-
anlage
Dorf
Ringeltaube Hektar 219,3 2667,1 2275,4 174,7 5430,2 457,6 488,5 1930,4
  Anzahl
Probeflächen
8 81 80 6 196 19 21 57
  Reviere 32 308 835 69 2056 143 150 344
  Stetigkeit 87,5 80,2 96,3 100,0 99,5 100,0 100,0 94,7
Dichte Median 1,07 0,96 3,52 3,68 3,49 3,46 3,42 1,50
[Reviere/10ha] Mittelwert 1,43 1,31 3,75 4,28 3,93 3,26 3,19 1,82
  Standard-
abweichung
1,41 1,62 1,95 1,86 1,96 1,49 1,54 1,37
    Laubwald Mischwald Nadelwald Feucht-
gebiete
Obst-
anbau
Feld-
mark
Acker-
land
Grün-
land
  Hektar 172,7 286,4 533,5 475,1 539 1088,4 211,2 3266,2
  Anzahl
Probeflächen
7 13 18 16 13 31 6 64
  Reviere 33 61 75 85 38 121 13 153
  Stetigkeit 85,7 100,0 89,5 93,8 92,3 93,5 100,0 67,2
Dichte Median 1,89 2,23 1,43 1,91 0,67 0,91 0,56 0,57
[Reviere/10ha] Mittelwert 2,12 2,41 1,37 2,21 0,78 1,36 0,61 0,72
  Standard-
abweichung
1,51 1,64 0,80 1,90 0,45 1,50 0,31 0,95

 

 

Bestand mittlere Dichte Rasterfrequenz Besetzte Raster
17.300 BP 22,7 BP/km² 97,5 % 744

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Datum

Ort

Fotograf

 

 

adult

 

 

03.06.2007

Neusiedler See

Hans-Hermann Harms

Beobachtungsauswertung 2012 - 2015

 


Auszug aus dem Brutvogelatlas (Mitschke 2012)

 

 

 

Bestand insgesamt 24 Reviere Besiedelte TK4 8 (10%)
Bestand in Hamburg 1 Reviere Besiedelte km² in HH 1 (0,1%)
Dichte insgesamt 0,01 Rev./km² Trend unverändert
Dichte in Hamburg 0,0 Rev./km² Gefährdung RL HH 2, NI 3

 

Charakteristik
Die Turteltaube ist im Hamburger Raum ein seltener Bewohner von Wäldern und Waldrändern mit nur wenigen regelmäßig besetzten Brutgebieten.

Verbreitung
Nachweise der Turteltaube stammen aus dem Rüstjer Forst, von der Geest südlich von Buxtehude, aus dem Forst Hahnheide und aus den Wäldern zwischen Sachsenwald und Geesthacht. Ein Einzelnachweis stammt aus der Fischbeker Heide und damit aus Hamburg.

Lebensraum
Beobachtungen balzender Turteltauben stammen fast immer aus Nadel- oder Mischwäldern, wo dichtere Baumholzbestände bevorzugt werden.

Bestandstrend
Die Turteltaube war auch schon zu Beginn des 20. Jahrhunderts nur spärlicher Brutvogel, trat aber an verschiedenen Stellen im Stadtgebiet Hamburgs auf (Dietrich 1928). Diese Brutgebiete sind alle seit vielen Jahrzehnten verwaist, sodass langfristig von einem leichten Rückgang auszugehen ist.

Anmerkungen
Es ist unklar, aus welchen Gründen die Turteltaube die Wälder südwestlich, östlich und auch nördlich des Hamburger Raums regelmäßig besiedelt, während entsprechende Lebensräume in Hamburg und Umgebung seit vielen Jahrzehnten unbesiedelt bleiben. Diese Stabilität kleinräumiger Vorkommensgrenzen ist insbesondere für einen Langstreckenzieher erstaunlich, kommt es doch auch kaum zu Rast- oder Zugbeobachtungen der Art.

 


Auszug aus dem Brutvogelatlas (Mitschke & Baumung 2001)

Hamburg liegt an der nördlichen Verbreitungsgrenze der Turteltaube. Während der Kartierperiode wurde lediglich am südwestlichen Rand Hamburgs in der Fischbeker Heide ein Rufvorkommen nachgewiesen. Die Art brütet bevorzugt in Hecken- und Baumbeständen der klimatisch begünstigten, halboffenen Kulturlandschaft (BAUER & BERTHOLD 1996). 

In den vergangenen Jahrzehnten wurden maximal vier rufende Exemplare pro Jahr festgestellt (1967). Fast alle Nachweise stammen aus den Harburger Bergen. Bei den meisten Ruffeststellungen ist eine Trennung potentieller Brutvögel von Übersommerern nicht möglich, einen sicheren Brutnachweis gibt es für Hamburg bisher nicht.